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Frauen-WM
Ein Geschenk für die Kolleginnen

Frauen-WM: Duisburgerin Ando feiert WM-Titel

Als eine der Letzten verließ Kozue Ando nach dem Triumph im Finale der Frauen-WM gegen die USA – 3:1 im Elfmeterschießen den Rasen in Frankfurt.

Beim Betreten der Mixed Zone deutlich nach Mitternacht – gegen 1 Uhr – konnte die Angreiferin, die am Tag des Viertelfinal-Erfolges über Deutschland ihren 29. Geburtstag gefeiert hatte, ihr Glück immer noch nicht fassen. Im Gegensatz zu dem Großteil ihrer Teamkolleginnen hatte Ando ihre Gold-Medaille nicht in die Sporttasche gepackt, sondern präsentierte sie stolz den wartenden Journalisten.


Noch vor dem Beginn der Weltmeisterschaft hatte die zierliche, 1,65 Meter große Offensivakteurin ihren Vertrag beim FCR 2001 Duisburg verlängert. Und auch in dem Moment des Triumphes war Ando in Gedanken bei ihren Freunden aus dem Verein. „Nach dem Viertelfinale haben meine Mitspielerinnen aus Deutschland uns gesagt, dass wir den Titel holen sollen“, berichtet Ando. Wie ernst es ihr damit war, beweist auch die E-Mail, die sie vor dem großen Tag an Trainer Marco Ketelaer verfasst hatte. Darin versprach sie, dass sie das Finale für „Simon, Uschi, Poppi, Linda, Inka und Annike“ spielen würde. Und tatsächlich, der FCR 2001 Duisburg hat nun eine Weltmeisterin in seinen Reihen. Konkret geplant ist zwar noch nichts, aber eine entsprechende Ehrung wird es für Ando in jedem Fall geben.

Es war ihr auch eine besondere Herzensangelegenheit, allen Menschen in ihrer zweiten Heimat zu zeigen, welch tollen Fußball die „Nadeshiko“ spielt. In sämtlichen Partien bei der WM – es war bereits ihre dritte Teilnahme an dem globalen Ereignis – stand Ando in der Startformation, nur ein Tor ist ihr verwehrt geblieben. Im Endspiel gegen die USA vergab sie in der ersten Halbzeit zwei gute Chancen, die Asiatinnen in Führung zu bringen.


In der 31. Minute tauchte sie frei vor Hope Solo auf, schoss die US-Torfrau aber nur an. Und kurz vor der Pause leitete sie zunächst den Angriff ein, brachte sich dann im Strafraum in Position, aber erneut fehlte Ando die Kaltschnäuzigkeit. „Es ist schade, dass ich keine Tore erzielen konnte, die ich auch für meine Mitspielerinnen in Deutschland schießen wollte“, erklärte die 29-Jährige, fügte aber sogleich hinzu: „Aber das, was ich in Deutschland gelernt habe, konnte ich ein bisschen zeigen.“ Ab der 66. Minute konnte Ando ihrer Mannschaft nur noch von der Bank aus die Daumen drücken, hatte von dort aber „das Gefühl, dass wir es schaffen werden“.

Mit 16 Jahren hatte die ehemalige Spielerin von den Urawa Red Diamonds Ladies ihr Debüt für die „Nadeshiko“ gefeiert und gehört jetzt zu dem Team, das nicht nur dem japanischen Frauenfußball den größten Erfolg in seiner Geschichte beschert hat, sondern eine ganze Nation nach der jüngsten Katastrophe wieder stolz gemacht hat. Auch Andos Familie, die zu dieser Zeit in Duisburg weilte, war von dem Erdbeben betroffen. Am Sonntag waren ihr jüngerer Bruder und ihre ältere Schwester im Stadion – und die Kolleginnen vom FCR Duisburg, zu denen sie schnell wieder zurückkehren wird. „Ich fahre jetzt für vier bis fünf Tage nach Japan, dann aber komme ich schnell wieder nach Deutschland.“

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