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Adler Union
Viel Unverständnis vor Pokal-Kracher gegen Straelen

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Foto: Michael Gohl.
Foto: Michael Gohl

Fußball-Bezirksligist Adler Union Frintrop trifft am Mittwochabend im Niederrheinpokal auf den SV Straelen. Dabei ist nicht nur das sportliche Duell ein Thema.

Festtag für den Essener Bezirksligisten Adler Union Frintrop. In der dritten Runde des Niederrheinpokals empfängt der Spitzenreiter der Gruppe drei den SV Straelen aus der Regionalliga West (24.11., 19.30 Uhr). Dieses Highlight-Spiel haben sich die Mannen vom Wasserturm durch zwei Erfolge gegen Oberligisten verdient. In der ersten Runde schaltete die Elf von Trainer Marcel Cornelissen den Fünften der Niederrhein-Staffel – Ratingen 04/19 – mit 1:0 nach Verlängerung aus. Danach mussten die Sportfreunde Baumberg (2:1 n.V.) frühzeitig die Segel streichen.

Wir wollen nicht jammern. Aber: In dem gleichen Wettbewerb für Mannschaften verschiedene Regeln anzuwenden, halte ich für vollkommen daneben. Das soll mal einer verstehen. Hier werden zwei verschiedene Grundlagen gesetzt für ein Spiel. Das ist für mich die Problematik in dieser Situation und eine bodenlose Frechheit.

Frintrop-Coach Marcel Cornelissen.

Für das Straelen-Spiel gibt es allerdings unterschiedliche Voraussetzungen. Denn: Seit Mittwoch, 24.11.2021, ist die neue NRW-Corona-Schutzverordnung in Kraft getreten. Damit gilt ab sofort 2G (geimpft oder genesen) für Amateursportler – also auch für Frintrop. Weil der Gast allerdings als Viertligist ein Profiverein ist, kann der Klub von der niederländischen Grenze die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) anwenden.

Diese Regelung sorgt bei Adler Union-Coach Cornelissen für viel Unverständnis: "Wir wollen nicht jammern. Aber: In dem gleichen Wettbewerb für Mannschaften verschiedene Regeln anzuwenden, halte ich für vollkommen daneben. Das soll mal einer verstehen. Hier werden zwei verschiedene Grundlagen gesetzt für ein Spiel. Das ist für mich die Problematik in dieser Situation und eine bodenlose Frechheit. Eine Sache möchte ich noch sagen: Ich unterstütze die 2G-Regel. Aber dann soll sie für alle Mannschaften in einem Wettbewerb gelten", erklärte der Trainer und führt aus.

"Wenn Profis unter sich bleiben, dann kann auch mit 3G fortgeführt werden, wenn der Gesetzgeber das ermöglicht."

Besonders pikant: Nach RevierSport-Informationen sind bei Straelen mehrere Spieler nicht geimpft, dürfen aber spielen, weil sie bei einer Profitruppe unter Vertrag stehen. Bei Frintrop sind hingegen alle Spieler und Funktionäre der ersten Mannschaft schon seit Wochen geimpft.

Frintrop ist Underdog gegen Straelen

Zurück zum Sportlichen: Adler Union ist seit Monaten die formstärkste Truppe im Essener Amateurfußball. In der Bezirksliga thront die Cornelissen-Elf mit elf Siegen und einem Remis aus zwölf Partien (49:7 Tore) souverän an der Tabellenspitze. Der Trainer ist sich allerdings bewusst, dass sein Team gegen den SV Straelen – Finalist von 2021 – der krasse Außenseiter ist: "Normalerweise sagt man, dass zwei Tore Unterschied pro Liga normal sind. Wir starten also mit einem 0:6 und versuchen, das Ergebnis entsprechend geringer zu halten. Die Jungs sollen es genießen. Wir haben uns sehr gut vorbereitet, wollen einen Fight liefern und das Spiel so knapp wie möglich gestalten."

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1m4g0 2021-11-24 13:46:09 Uhr
Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen. Ist leider so. Grundsätzlich hat Frintrop ja recht. Aber angesichts der aktuellen Lage geht es leider nicht anders. Straelen ist Profiverein bei dem die Spieler Angestellte sind die ihrem Beruf nachgehen. Daher die Ungleichbehandlung. Ist alles eine Abwägung im Rahmen unseres Grundgesetzes.
Lackschuh 2021-11-24 13:49:08 Uhr
Sehr gut mit der Durchimpfung....der Club ist halt überall vorne dabei! An anderer Stelle sieht die Lage beim ETB ja anders aus und zudem kommt da RWO eh als Durchgeimpft zum Krug und nicht wie "vermeintlich?" Straelen zum Wasserturm! Argumentation von Adler-Union also mehr als nachvollziehbar und am Uhlenkrug sollte man auch auf dieser "medialen" Ebene noch aufrüsten! Adler hat sich diese Partie enorm verdient ... ich will Stand jetzt auch kommen!!
Steini77 2021-11-24 14:06:39 Uhr
ähm evtl. sollte der Verein von seinem !Hausrecht! gebrauch machen und auf die 2G Regel auch für den Gegner bestehen!
TSG 1899 2021-11-24 14:34:32 Uhr
Der blinde Aktionismus wütet halt. Alle Spieler und Zuschauer, egal ob geimpft oder nicht, sollten einen tagesaktuellen Test vorlegen, dann ist 3G und gut ist es. Kann mir mal Jemand erklären, warum als Zuschauer eines Amateurspiels unter freiem Himmel 2G gilt, aber 3G in einem vollbesetzten Nahverkehrszug? Einen größeren Schwachsinn gibt es kaum, wird aber von der geleiteten Masse, wie so häufig, hingenommen und auch gar nicht weiter hinterfragt.
BallaBalla 2021-11-24 15:52:00 Uhr
@TSG

Vielleicht sind einige Dinge in der Praxis nicht umsetzbar, schon mal drüber nachgedacht? Öffentliche Verkehrsmittel dienen dem Weg zum Arbeitgeber, zum Einkauf usw. Kicken auf dem Platz ist dem ja wohl nicht gleichzusetzen, oder?
TSG 1899 2021-11-24 16:48:50 Uhr
Es geht darum, dieses Virus so gut wie möglich, einzudämmen. 2G ist Unfug. 2G+ in Verbindung mit 3G ist viel sinnvoller. Wie groß ist denn die Infektionsgefahr, wenn auf eine Sportanlage unter freiem Himmel, mit Abstand, nur diese Getesteten kommen? Gleich Null! Das meine ich damit. 3G in feuchten und beengten Räumen ist ein Hotspot und keine Veranstaltung unter freiem Himmel.
majo07 2021-11-24 18:42:14 Uhr
Könnte es sein das Fußball Kontaktsport ist?
Also auch bei den Profis.
Trikottausch, im Arm nehmen, Hände schütteln, Trikot in die Zuschauermasse schmeißen, usw.
Ein schwerer Verlauf kann bei jedem auftreten.
Da spielt es keine Rolle ob er Profi ist oder nicht.
Wir reden doch davon das unsere Intensivstationen am Limit sind.
Deshalb darf es hier keine Sonderbehandlung geben.
Alle Spieler müssen geimpft sein!
Ansonsten Platzverbot!

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