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BL WF: Kompakt
"Wir woll'n den Trainer seh'n"

BL WF kompakt: (Fast) alles ist entschieden

Die letzten Würfel sind gefallen. Beim Saison-Kehraus in den Bezirksligen gab es einge Herzschlagfinals zu bestaunen. Tränen flossen jedoch auch aus Freude.

Bezirksliga 6

Am Wochenende stand der letzte und entscheidende Spieltag in der westfälischen Bezirksliga 6 auf dem Plan. Er sollte ein besonders bitterer für die Spielvereinigung Breckerfeld werden: Die 0:3-Niederlage beim Tabellenzweiten SC Obersprockhövel besiegelte letztendlich den Abstieg der Mannschaft um Coach Klaus Joraschkewitz - die Breckerfelder spielen im nächsten Jahr nur in der Kreisliga.“Was soll man dazu sagen? Wir hatten unsere Chancen, aber es ist nun nicht mehr zu ändern. Wir müssen da jetzt erst einmal zwei, drei Nächte drüber schlafen“, erklärte ein enttäuschter SW-Geschäftsführer Horst Weber. Dabei hatten die Schwarz-Weißen vor dem Wochenende doch mit 44 Punkten noch auf einem Nichtabstiegsplatz rangiert. Da jedoch die Kontrahenten in Gestalt der Reserve des TuS Ennepetal und des VTS Iserlohn sich torlos die Punkte teilten, rutschte die Spielvereinigung auf Grund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Iserlohn auf Abstiegsrang 15. Somit konnte sich auch die DJK Schwerte glücklich schätzen, dass die 3:4-Heimniederlage gegen TuS Hattingen nicht bestraft wurde - lediglich ein Pünktchen haben die Schwerter in der Endabrechnung mehr auf dem Konto als Absteiger Breckerfeld.

Hedefspor verabschiedet sich mit Kantersieg

Die Luft war freilich raus, dennoch ließ es sich der Meister Hedefspor Hattingen nicht nehmen, sich am letzten Spieltag noch einmal mit Furore aus der Bezirksliga zu verabschieden: Der 6:0-Auswärtssieg bei der VfL Schwerte rundete eine aus Sicht der Hattinger fantastische Saison passend ab.


Mit drei Toren war Maximilian Claus damit der überragende Akteur der Gäste, die bereits seit dem Mittwoch der letzten Woche endgültig für die Landesliga planen können. Im Nachholspiel setzten sich die Mannen um Coach Peter Kursinski mit 2:0 gegen den FSV Gevelsberg durch und verwandelten somit den Matchball zur vorzeitigen Meisterschaft. Noch deutlicher indes bezwang der Absteiger VfB Schwelm den ebenfalls bereits abgestiegenen Gast SSV Kalthoff. 8:0 hieß das Endergebnis in einer mehr als einseitigen Begegnung.

Bezirksliga 7

In Gruppe 7 war bereits vor dem letzten Spieltag alles entschieden. Der feststehende Meister BSV Menden empfing schon am Samstag Westfalen Liesborn und feierte den 25. Saison-Sieg.

Meister Menden knackt die 100-Tore Marke

Nachdem Marcel Hoffmann die Mendener in der 22. Spielminute per Elfmeter in Führung brachte , ging es mit der 1:0-Führung in die Halbzeit. Drei Minuten nach Wiederanpfiff glich Frederik Holtmann für Liesborn aus. Beim 1:1 blieb es allerdings nur für fünf Minuten. Kai Rupprecht stellte die Führung für den bereits feststehenden Meister wieder her. In der 80. Spielminute erhöhte Nikolas Schött auf 3:1, ehe Ayoub Alaiz fünf Minuten vor Schluss das Tor zum 4:1-Endstand erzielte. Für Alaiz war es der 23. Saisontreffer und gleichzeitig der BSV-Treffer Nummer 100 in dieser Saison. Nach einer überragenden Saison steigen die Mendener mit souveränen 13 Punkten Vorsprung in die Landesliga auf.

Bezirksliga 8

Durch eine Niederlage am letzten Spieltag muss die SG Phönix Eving den Gang in die Kreisliga antreten. Ein Sieg hätte der SG Phönix Eving gereicht, doch am Ende stand ein Unentschieden zu Buche und der Abstieg war besiegelt. Mit einem 1:1 gegen die TuS Ascheberg verabschiedete sich das Team von Christian Eckle aus der Bezirksliga. „Ich bin maßlos enttäuscht“, sagt Rüdiger Weigelin, 1. Vorsitzender. Die gesamte Saison sei sehr unglücklich verlaufen und auch im letzten Spiel habe es einige unverständliche Entscheidungen gegeben. Nun muss die SG Phönix, die bis vor Kurzem noch zum Landesliga-Etat gehörte, in der Kreisliga starten: „Wir planen schon länger und haben überwiegend mit jungen Spielern gesprochen, die auch zu uns in die Kreisliga kommen würden“, erklärt Weigelin. Zwar habe nahezu der gesamte Kader die Zusage für die nächste Saison gegeben, „doch nun müssen wir gucken ob wir wirklich mit allen Jungs in die nächste Saison gehen wollen“, so Weigelin.

Klassenerhalt und Schützenfest

Gleichzeitig sicherte sich der SuS Kaiserau trotz einer 1:4-Niederlage gegen den Meister Brackel 06 den Klassenerhalt und kann für die nächste Bezirksligasaison planen. Durch die vier Tore knackte Brackel die Marke von 100 Treffern. Ebenso gerettet ist der Werner SC sowie Westfalia Wethmar. Beide trennten sich im direkten Duell 0:0 und fuhren den entscheidenden Punkt ein. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Den höchsten Sieg des Spieltags feierte der FC TuRa Bergkamen, mit 7:0 wurde der VfK Weddinghofen abgeschossen. Zum Matchwinner avancierte Engin Duman, dem in der ersten Halbzeit ein lupenreiner Hattrick gelang und der später sogar noch sein viertes Tor markierte.

Bezirksliga 9

Der Abstiegskampf in der Bezirksliga 9 hätte dramatischer nicht sein können. Bis zur letzten Minute stand der Klassenerhalt des SuS Merklinde auf der Kippe. Letztendlich dürfen die Castrop-Rauxeler nun doch ein weiteres Jahr in der Bezirksliga auflaufen. Die 3:5-Pleite bei Viktoria Resse hatte keine Auswirkungen, weil auch YEG Hassel II gegen die Spvg Herten mit 2:3 verlor und in die Kreisliga absteigen muss. Meister Stuckenbusch verlor zum Abschluss mit 1:2 in Langenbochum. Der Tabellenzweite Vestia Disteln hat indes die Generalprobe für die Relegationsrunde verpatzt: Die Elf von Thomas Joachim unterlag bei Wacker Obercastrop mit 1:2. Am Tabellenende haben die Absteiger FC Recklinghausen und RW Bodelschwingh noch einmal die Plätze getauscht. Recklinghausen (17.) schlug die Spvg Schwerin mit 3:1, während Bodelschwingh (18.) gegen Mitabsteiger VfB Habinghorst mit 3:5 den Kürzeren zog.

Merklinde zittert sich zum Klassenerhalt

Der Kampf gegen den Abstieg war an Spannung kaum zu überbieten. Der SuS Merklinde war mit den Gedanken wohl ganz woanders: Anders ist der 0:4-Rückstand zur Halbzeit in Resse nicht zu erklären. "Wir wurden eiskalt ausgekontert", bilanzierte der Sportliche Leiter des SuS, Martin Broll. "Es war ein unvorstellbarer Druck und ein Spiegelbild der Saison. Es wird einige Zeit dauern, bis diese Last komplett entfällt." Dass Merklinde aus dem Herzschlagfinale mit einem blauen Auge davon kam, lag an den blank liegenden Nerven bei YEG II. In Hassel stand es bis zur 93. Minute 2:3, ehe der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt zeigte. Der Schütze Ferhat Yalcin setzte den Ball jedoch an den Pfosten und vergab somit die letzte Chance auf den Ausgleich. "Das ist unheimlich bitter und enttäuschend. Ich denke die ganze Zeit nur an diesen Elfmeter", trauert Spielertrainer Mehmet Ali Sirin der großen Gelegenheit nach. Für eine starke Rückserie mit 23 Punkten wurde YEG nicht belohnt und muss nun den bitteren Gang in die Kreisliga A antreten.

Bezirksliga 10

Weitmars zweite Mannschaft muss sich wirklich nichts nachsagen lassen. Aufopferungsvoll kämpfte das bereits abgestiegene Team von Sören Liedtke gegen den Spitzenreiter, verlangte Horst 08 alles ab. Am Ende jubelten aber die Gäste, feierten erst einen 4:2-Zittersieg und dann die große Aufstiegssause.


"Wir haben nicht das gespielt, was wir können. Die Mannschaft war doch ganz schön nervös", meinte Meistertrainer Jörg Krempicki schwer erleichtert. Da riefen die rund 250 mitgereisten Horster Fans schon laut nach ihm: "Wir woll'n den Trainer seh'n!" Die Mannschaft ließ es ebenfalls mächtig krachen und bot in den knapp zehn Minuten, bis das Spiel von Weitmar 45 I gegen Kaltehardt angepfiffen wurde, das komplette Programm mit Humba, Sekt- und Bierduschen. Dann ging es am heimischen Schollbruch feucht-fröhlich weiter.

Günnigfeld muss "nachsitzen"

Zumindest einen Teilerfolg verbuchte der VfB Günnigfeld, der dank der Treffer von Martin Tappe-Tiemann und Volkan Yilmaz einen 2:0-Sieg gegen Hiltrop verbuchte und den zweiten Platz verteidigen konnte. Am Donnerstagabend startet der Relegations-Marathon um den Landesliga-Aufstieg gegen den SV Rot-Weiß Deuten (Zweiter BL-Staffel 11). Definitiv in der Bezirksliga muss in der kommenden Spielzeit der SV Fortuna Herne an den Start gehen, das Team von der Nordstraße beendete die Saison mit einer 1:3-Niederlage in Kornharpen, der vierten Pleite der Spielzeit.

Bezirksliga 11

Mit einem nie gefährdeten 4:2 über den BVH Dorsten konnte YEG Hassel einen erfolgreichen Saisonausklang feiern. Mit 84 Punkten und einem deutlichen Zehn-Zähler-Polster vor Rot-Weiß Deuten, dass ebenfalls mit 4:2 gegen Westfalia Gemen gewann, können die Hasseler den Gang in die Landesliga mit breiter Brust antreten.

Havixbeck muss runter

Zu den bereits feststehenden Absteigern Adler Buldern, FC Marl und TuS Wüllen gesellt sich SW Havixbeck. Dabei gingen die Schwarz-Weißen nach 23 Minuten bei der Zweitvertretung des VfB Hüls durch ein Tor von Johannes Franke in Führung. Niklas Seel (44.), Patrick Siegle (60.) und Ali Serhan (66.) drehten die Partie zu Gunsten der Marler. Der Anschlusstreffer des eingewechselten Julius Mersmann (85.) kam für den Absteiger zu spät. Besonders ärgerlich für Havixbeck: Die beiden direkten Konkurrenten BVH Dorsten und SV Lippramsdorf (4:7 beim SV Gescher 08) ließen ebenfalls Federn. Die Torjägerkanone sicherte sich Rekens Daniel Edeler mit zwei Toren im letzten Spiel gegen den FSV Gescher und überholte damit YEG-Goalgetter Faruk Gülgün.

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