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Westfalen: BL kompakt
Über blutleere und peinliche Spiele

Westfalen: Bezirksliga kompakt

"Blutleer" und "peinlich" ging es bei der SpVg SW Breckerfeld zu. In Reken dagegen "passten die Dinge einfach zusammen". Die Bezirksliga Westfalen im Überblick:

Bezirksliga 6: Tabellenletzter holt drei Punkte

Der SSV Kalthof sicherte sich wichtige Punkte im Abstiegskampf beim 3:2-Sieg über den TSV Fichte Hagen. Der SSV war bereits in der 9. Minute durch Serdal Gündüz in Führung gegangen. In den Minuten 28. und 43. legten Ismail Seker und Marius Kaminski für die abstiegsgefährdeten Iserlohner nach. Obwohl sich Hagen in der zweiten Halbzeit zurück in die Partie kämpfte, konnte der Tabellenelfte die Niederlage nicht mehr abwenden.

SpVg SW Breckerfeld: „Peinliche Niederlage“ gegen Tabellenletzten

Trainer Klaus Joraschkewitz von der SpvG Schwarz-Weiß Breckerfeld konnte gar nicht beschreiben, was am Sonntag gegen Dahlerbrück passiert war: „Eine wirkliche Erklärung habe ich nicht. Wir sind alle fassungslos. Das war einfach peinlich.“ 3:5 verlor der Tabellensechste gegen den Letzten der Bezirksliga 6. „Bei so einem Spiel kommt dann einfach alles zusammen. Eine Rote Karte, das Eigentor. Und die anderen Gegentore waren auch unglücklich abgefälscht“, versuchte sich Joraschkewitz dann doch an einer Erklärung. Damit das Nachholspiel am Donnerstag gegen Ennepetal II besser läuft, will er die Mannschaft in die Verantwortung nehmen und stellte klar: „Ich bin nicht bereit, so etwas häufiger zu akzeptieren.“ Wie bereits am Sonntag wird der Kader auch beim Nachholspiel durch einige Verletzungen geschwächt sein. Weiterhin wird Arkadius Baron gesperrt fehlen.

Bezirksliga 7: Den Verfolger erlegt

Nehmen wir mal alle Spannung vorweg und sagen einfach, dass dem derzeitigen Ersten der siebten Staffel, dem BSV Menden, der Titel nicht mehr zu nehmen ist. Dies bekräftigte sich an diesem Wochenende als es dem SV Neubeckum gelang, dem ärgsten Verfolger der Mendener, dem SV Rhynern II, ein Bein zu stellen. In einem turbulenten Spiel lag Neubeckum früh mit 1:0 vorne und konnte den knappen Spielstand bis in die Pause retten. Auch das Gegentor Mitte der zweiten Spielhälfte konnte in der 77. Spielminute wieder zu einer Führung gedreht werden, kurz vor Spielende gelang Neubeckum sogar noch ein drittes Tor. Für Neubeckum ein wichtiger Sieg, um den Anschluss zur Tabellenspitze zu halten.

"Jeder Schuss ein Treffer"

Ein sehr ungewöhnliches Ergebnis gab es beim Spiel zwischen Westfalen Liesborn und dem TSC Hamm. Fussball-Vorsitzender Franz Holtmann erklärte, man habe sich "eine Menge für dieses Spiel vorgenommen, schließlich haben wir das Hinspiel trotz 2:0 Führung noch 2:4 verloren. Schon alleine deswegen wollten wir unbedingt gewinnen". Die beiden Tore der Gäste aus Hamm waren nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn von einer ambitionierten Mannschaft aus Liesborn wurden die Hammer gnadenlos abgeschossen. "Der Knoten ist sehr früh geplatzt", antwortete Holtmann auf die Frage nach der ungewöhnlichen Tormenge und fügte hinzu: "Nach dem ersten Treffer war jeder Schuss ein Treffer, schon zur Halbzeit führten wir mit 6:2. Irgendwann haben sich die Gäste natürlich aufgegeben, weil der Vorsprung nicht mehr einholbar war, dann haben wir mit 11:2 gewonnen". Jetzt muss sich der TSC Hamm große Sorgen um den knappen Vorsprung von zwei Punkten auf die Abstiegsplätze machen, während Westfalen Liesborn nicht nur drei Punkte gewonnen und sich für die Hinspielniederlage revanchiert, sondern auch noch kräftig die eigene Tordifferenz aufpoliert hat.

Bezirksliga 8: Schützenfeste in der Fremde

An diesem Wochenende zählte für einige Mannschaften nur eines: keine Gefangenen zu machen. So gab es gleich drei hohe Auswärtssiege, und diese nicht immer nur gegen die Kellerkinder der Liga. Der Hörder SC war beim Tabellenletzten, dem VfK Weddinghofen, zu Gast und ballerte die Bergkamener mit 5:0 aus dem Stadion. Auch der TuS Holzen-Sommerberg musste auf eigenem Platz einiges einstecken, denn man verlor mit 0:7 gegen die SG Alemannia Scharnhorst. Etwas verwunderlicher war dann doch die Niederlage des FC Nordkirchen gegen die Mannschaft des SC Husen Kurl. Die beiden Mannschaften waren vor dem Spiel punktgleich, wobei die Nordkirchener mit einer beachtlichen Tordifferenz von 51:26 aus neunzehn Spielen ins Rennen gingen und somit als Heimmannschaft eigentlich leicht favorisiert war. Doch Husen Kurl ließ dem Gegner keine Chance, schoss die Nordkirchener mit 5:0 gnadenlos ab und zog auch in der Tabelle an dem direkten Konkurrenten vorbei.

"Ein richtig schlechtes Bezirksliga-Spiel"

Ein nach eigenen Aussagen "richtig schlechtes Bezirksliga-Spiel" bekam TuS Aschebergs Trainer Holger Möllers geboten. Mit einem Heimsieg gegen den Tabellenfünfzehnten vom Werner SC hätte man auf den sechsten Rang vorrücken können, doch es kam alles anders. Möllers sah eine "defensiv starke Mannschaft vom Werner SC", während seinem Team "besonders nach vorne nicht viel eingefallen ist" und dass, obwohl die Ascheberger "gefühlte 80% Ballbesitz" zu verzeichnen hatten. Nach einer recht schwachen ersten Hälfte ging man mit 0:0 in die Kabinen. Mitte der zweiten Halbzeit gelang Werne der Führungstreffer, der sich bis in die letzte Spielminute hielt. Dann wurde es turbulent, Ascheberg glich kurz vor Abpfiff aus, ein Werner Spieler wurde vom Platz gestellt, das 1:1 schien besiegelt. Doch die Ascheberger "wollten noch mehr, wollten den Sieg erzwingen und so hat ein Befreiungsschlag der Werner mit anschließendem Konter gereicht, dass Werne noch ein Tor schoss und das Spiel gewann". "Wahrscheinlich haben wir das Spiel auf die leichte Schulter genommen", gab Möllers zu "aber ein paar Punkte brauchen wir noch, um den Klassenerhalt zu sichern". Eins steht jedoch fest: der Werner SC ist so nah am Klassenerhalt wie lange nicht mehr, nur die Tordifferenz trennt die Mannschaft vom rettenden Ufer.

Bezirksliga 9: Wenig Entscheidungsfreude in Staffel neun

In der neunten Staffel der Bezirksliga spielte man von Platz zwei bis Platz sieben geschlossen unentschieden. Dabei kam es auch zu Patzern favorisierter Teams wie beim Spiel SV Vestia Disteln gegen den VfB Habinghorst. Zur Halbzeit lag die Mannschaft aus Disteln noch vorne, dann drehten die Gäste das Spiel. In der 83. Minute gelang dann doch noch den Ausgleich zum 2:2, so dass man sich nicht sicher sein kann, ob die Distelner einen Punkt gewonnen oder zwei verloren haben. Im Endeffekte hilft dieses Ergebnis, sowie die der anderen Mannschaften zwischen Platz zwei und sieben, nur dem Tabellenführer, den Sportfreunden aus Stuckenbusch, die als einzige Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel einen Dreier einfahren konnten.

"Das 3:3 hätte ich sofort unterschrieben"

Ein wenig dramatischer ging es dann im Spiel TuS Eichlinghofen gegen den 1. FC Preußen Hochlarmark zu. Die Recklinghäuser von Trainer Uwe Jesih lag Mitte der ersten Halbzeit mit 0:2 hinten, glich aber noch vor der Pause aus. Dabei sah Jesih während des gesamten Spieles "Chancen hüben und drüben", was dazu führte, dass auch in der zweiten Halbzeit mehrere Tore fielen. So musste man kurz nach Wiederanpfiff dass Gegentor zum 2:3 einstecken, bei dem Jesih schon dachte: "das Spiel ist nun verloren". Doch seine Jungs zeigten Courage und kämpften sich zurück. Drei Minuten nach dem Gegentor glich man erneut aus und konnte in der 92. Minute sogar noch das Siegtor erzielen. "Der Schiedsrichter pfiff die Partie danach gar nicht mehr an". Obwohl der Sieg "völlig unerwartet" für Jesih kam, er "mit einem Punkt sehr zufrieden" gewesen und das "3:3 sofort unterschrieben" hätte, hat seine Mannschaft in seinen Augen "verdient gewonnen". Mit diesen drei Punkten sollte man endgültig die Klasse gehalten haben, da geht auch Jesih "stark von aus".

Bezirksliga 10: Dreikampf an der Spitze

Der Tabellenzweite Weitmar 45 konnte am Sonntag seine Position mit einem souveränen 5:1-Sieg gegen Vorwärts Kornharpen festigen. Für die Gäste war die Partie bereits nach einer Stunde gelaufen. Zweimal Marc Jansen, zweimal Marcel Sterkau und einmal Marco-Rosario Costanzino trafen in den ersten 60 Minuten für den SC. Den Ehrentreffer für Kornharpen schoss Thiemo Höhn in der 68. Minute.

Tabellenführer verliert gegen Günnigfeld

Tabellenführer Horst-Emscher 08 verlor das Spitzenspiel zu Hause gegen den VfB Günnigfeld mit 2:3 (1:2). Trainer Jörg Krempicki bezeichnete die Partie als „Spiel auf Augenhöhe“ und bemängelte vor allem die Chancenauswertung, die zur Niederlage seines Teams geführt hatte: „Wir haben die Chancen nicht genutzt und sogar einen Elfmeter nicht reingemacht.“ Trotz der Niederlage bangt Krempicki nicht um den Aufstieg und prognostizierte: „Es wird ein Dreikampf zwischen Fortuna Herne, Günnigfeld und uns.“

Bezirksliga 11: Verfolger Buer lässt punkte liegen

YEG Hassel ließ am Wochenende nichts anbrennen und siegte mit 2:0 (1:0) über die zweite Mannschaft vom VfB Hüls. Die Tore für den Tabellenführer schossen Eugen Fell (39.) und Okan Cakiroglu (88.). Verfolger Rot-Weiß Deuten holte ebenfalls drei Punkte und bleibt Hassel damit auf den Fersen. Der Tabellendritte SSV Buer 07/28 kam zu Hause gegen die TSG Dülmen nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus.

Reken holt wichtige Punkte im Abstiegskampf

Der VfL Reken konnte gegen die Adler Buldern einen 3:0-Sieg erspielen. Dabei erwies vor allem Trainer Miroslav Giruc ein glückliches Händchen bei der Einwechslung von Claus Spieckermann. Der kam in der 44. Minute für Andreas Günther und machte mit seinem Doppelpack in der 51. und der 65. Minute alles perfekt. „Da passten die Dinge einfach zusammen“, resümierte Rekens sportlicher Leiter Stefan Nienhaus. Ob es mit dem Klassenerhalt klappt, dazu wollte sich Nienhaus nicht genau äußern: „Wichtig ist erst einmal, dass wir am Donnerstag gegen Epe an unsere Leistung vom Sonntag anknüpfen. Dann werden wir weitersehen.“

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