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Zlatko Janjic: "Der MSV Duisburg ist jetzt auf einem anderen Niveau"

Verls Zlatko Janjic (34) zählt aktuell zu den Top-Scorern der 3. Liga.
Foto: firo.

Am kommenden Samstag (14 Uhr) gastiert der Fußball-Drittligist MSV Duisburg beim SC Verl. Dabei kommt es auch zum Wiedersehen mit Ex-Zebra Zlatko Janjic. RevierSport hat mit dem Torjäger gesprochen.

Zlatko Janjic, am letzten Spieltag haben Sie gegen Lübeck (1:1) aufgrund einer Zerrung gefehlt. Wie steht es um Ihren Fitnesszustand? Ob es bis zum Wochenende reicht, kann ich aktuell nicht sagen. Der Plan ist, dass ich am Mittwoch einsteige. Aber ich war jetzt eine Woche lang nicht im Mannschaftstraining. Da müssen wir abwarten.

Es wäre ja schade, wenn Sie gegen Ihren ehemaligen Herzensklub MSV Duisburg nicht auf dem Platz stünden… Es ist immer schade, wenn ich nicht spielen kann. Wichtig ist aber, dass ich erstmal komplett gesund werde. Wir haben ja noch ein paar Spiele. Wenn ich gegen Duisburg nicht dabei bin, tut es mir vielleicht nicht ganz so weh.

… weil Sie ihrem Ex-Klub nicht nochmal so wehtun wollen wie im Hinspiel (4:0 für Verl)? Also wenn ich fit bin, dann werde ich spielen. Aber in meiner Brust schlagen nach wie vor zwei Herzen. Ich habe in Duisburg die schönste Zeit meiner Karriere verbracht. Sie werden auch so die Klasse halten – auch wenn sie gegen uns nicht punkten, was ich hoffe. Ich glaube, der MSV ist in einer anderen Lage, als er es im Hinspiel gegen uns war. Sie haben sich im Winter mit einigen Neuzugängen verstärkt. Die Mannschaft ist jetzt auf einem anderen Niveau.

Zurück zu Ihrem aktuellen Klub. Ihre Mannschaft steht nach 29 Spieltagen auf dem fünften Saisonplatz. Was macht den SC Verl so stark in dieser Saison? Ich glaube, in erster Linie ist es einfach auf die guten Leistungen der Mannschaft zurückzuführen. Das Trainerteam hat uns einen klaren Plan an die Hand gegeben und den haben wir eigentlich überwiegend auf den Platz gebracht. Wir haben die Euphorie aus dem Aufstiegsjahr mitgenommen und unseren Fußball weitergespielt. Dass man dann mit einem guten Plan und einer guten Umsetzung etwas erreichen kann, hat man glaube ich gesehen.

Verl hat aktuell mit 54 geschossenen Toren den stärksten Angriff der Liga. Woher kommt diese Offensiv-Wucht? Wir versuchen in jedem Spiel, Offensiv-Pressing zu spielen, den Gegner hoch anzulaufen und früh unter Druck zu setzen. Mit Blick auf die Tore scheint das ein gutes Mittel zu sein. Ich glaube, es spielen nicht viele Mannschaften so ein Pressing. Wir wollen immer versuchen, das über das ganze Spiel durchzuziehen. In der Rückrunde haben wir allerdings zu viele Gegentore bekommen. Das ist immer die Gefahr, wenn man sehr hoch anläuft und die Gegner sich darauf einstellen.

Sie zählen aktuell zu den besten Scorern (14 Tore, sechs Vorlagen) der 3. Liga. Ihr Vertrag läuft nach jetzigem Stand im kommenden Sommer aus. Müssen Sie nach diesen Leistungen noch mindestens ein Jahr dranhängen? Im Grunde genommen ist es gar nicht geplant, in diesem Sommer aufzuhören. Ich habe immer gesagt: Solange ich Spaß am Fußball habe und sehe, dass ich mithalten kann und meine Leistungen dazu passen, werde ich weiterspielen. Wahrscheinlich werde ich noch ein Jahr dranhängen. In meinem Alter schaut man einfach von Jahr zu Jahr. Das Wichtigste ist, dass ich überzeugt von der Sache bin – und das war hier in Verl von Anfang an der Fall.

Am kommenden Samstag (14 Uhr) gastiert der MSV Duisburg in Verl. In der vergangenen Saison spielten die Zebras lange um den Aufstieg mit, jetzt kämpfen sie um den Klassenerhalt. Wie schätzen Sie die Entwicklung des Klubs eins? Wenn man wie Duisburg in der letzten Saison so kurz vor Schluss vor der Ziellinie scheitert, macht das etwas mit einer Mannschaft. Das hat einen Knick gegeben, der so auch in die neue Saison hineingetragen wurde. Hinzu kam das Verletzungspech. Mit Pavel Dotchev haben sie nun einen Trainer, der die 3. Liga in- und auswendig kennt. Er weiß, wie man in solchen Situationen agieren muss. Die Wintertransfers haben eingeschlagen. Dieses Glück brauchst du. Es freut mich sehr, dass sie die Kurve bekommen und ihr letztes Spiel wieder gewonnen haben. Aber am Wochenende kann ich leider nicht die Daumen drücken.

Was wünschen Sie dem MSV Duisburg denn für die Zukunft? Ich drücke dem MSV definitiv die Daumen, dass sie den Klassenerhalt schaffen. Der Verein gehört mindestens in die 2. Bundesliga. Es wäre nicht schön, wenn so ein Klub noch eine Liga runter müsste. Aktuell sieht es aber zum Glück danach aus, dass sie sich stabilisiert haben. Ich bin guter Dinge, dass sie in ein paar Wochen nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben werden.

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