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Drittliga-Lizenz
Das sagen Bielefeld und Paderborn zu Verler Umzugsplänen

Foto: firo

Es ist amtlich: Drei Regionalliga-West-Spitzenklubs haben die Deadline des DFBs eingehalten und bis zum 2. März 2020 die Drittliga-Unterlagen für die nötige Lizenz in der Saison 2020/2021 in der Verbandszentrale in Frankfurt hinterlegt.

Dass der SC Verl, Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen dies tun würden, war schon wochenlang klar. Alle drei Klubs hatten stets betont, die Lizenz-Unterlagen einreichen zu wollen. [article=475848]Am Montag folgte die offizielle Bestätigung[/article].

Während es RWE und RWO eigentlich "nur" noch sportlich regeln müssen, haben die Verler, die die aktuell besten sportlichen Drittliga-Voraussetzungen besitzen, noch einige infrastrukturelle Dinge zu klären. Allen voran ist da die Stadionfrage immer noch ungeklärt.

Fakt ist, dass die Sportclub-Arena, die rund 5.300 Zuschauern Platz bietet, die für die 3. Liga erforderliche Kapazität von 10.001 Plätzen nicht erfüllt. Die Verler gaben in ihrer Bewerbung für die 3. Liga zwei mögliche Ausweichstadien an. Die SchücoArena von Zweitligist Arminia Bielefeld (Kapazität: 26.515) und die Benteler-Arena (Fassungsvermögen: 15.000) des Bundesligisten SC Paderborn. Von der Poststraße, der Heimat des SC Verl, würde die Mannschaft nach Bielefeld eine Strecke von 20 und nach Paderborn von 25 Kilometern zurücklegen müssen - in jeweils eine Richtung.

Bielefeld-Geschäftsführer: "Wir wollen dem SC Verl helfen"

Raimund Bertels, Präsident und Sportchef beim Sportclub aus Verl, verriet schon vor Wochen gegenüber RevierSport, dass es die ersten Sondierungsgespräche mit Arminia Bielefeld und dem SC Paderborn bereits gab. Am Montag hakte RevierSport bei den Arminia- und SCP-Verantwortlichen nach.

"Es ist so, dass wir in Gesprächen sind. Die nächste Gesprächsrunde ist für Mitte März geplant. Es ist aber noch nicht so, dass wir einen Strich ziehen können und uns final einig sind. Es kommt jetzt eben darauf an, ob wir über einen Teil der Spiele oder die gesamte Saison reden. Letztendlich ist unser Spielplan natürlich vorrangig. Wir müssen das alles mit Verl, dem DFB und der DFL klären. Natürlich steht am Ende des Tages, was wir besprechen, auch eine Zahl. Da muss man schauen, was Verl bezahlen will und ob wir uns da einigen können", erklärt Paderborns Geschäftsführer Martin Hornberger gegenüber unserer Redaktion.

Ähnlich fällt die Antwort bezüglich der Verler Umzugspläne von Markus Rejek, dem Geschäftsführer des Zweitliga-Spitzenreiters Arminia Bielefeld aus: "Wir sind in Gesprächen, aber der Ausgang ist komplett offen. Klar ist, dass wir dem SC Verl gerne helfen wollen. Wir haben aber ähnlich wie Paderborn ein Stadion, das einige Dinge zulässt und einige Dinge nicht zulässt. Am Ende ist es natürlich auch eine Kostenfrage, in der man sich einigen muss. Nochmal: Wir wollen helfen, aber es liegen noch viele Herausforderungen vor uns. Da müssen die Polizei, die Verbände und andere Dinge mitspielen. Das ist schon alles bisschen komplexer. Es ist am Ende von vielen Faktoren abhängig, wie das Ganze ausgeht. Das Ergebnis ist offen."

Umzug nach Bielefeld würde Verl mehr kosten

Nach RevierSport-Informationen würde für den SC Verl ein Umzug nach Paderborn kostengünstiger sein. Wie unsere Redaktion erfuhr, würden die Mietkosten für eine Spielzeit in der Benteler-Arena bei gut einer Million Euro liegen. Derweil dürfte der SC Verl bei Spielen in der SchücoArena, die fast doppelt so groß wie das Stadion des SC Paderborn ist, rund 1,4 Millionen Euro für eine Saison zahlen.

Bleibt abzuwarten, ob sich die Verler mit einem dieser beiden Standorte einigen können - und: ob der DFB diese Pläne letztendlich auch durchwinken wird. Bertels sagte bei der Abgabe der Unterlagen. "Den administrativen ersten Teil haben wir mit der Einreichung erfüllt. Die Abgabe der entsprechenden Dokumente erfolgte in zwei Teilen. Zunächst wurden der Teil für den technisch-organisatorischen Bereich auf dem digitalen Weg nach Frankfurt geschickt. Kurz darauf folgte der wirtschaftliche Teil. Mein Dank gilt hierbei allen Beteiligten, die sich bei diesem aufwändigen Prozess in den vergangenen Wochen mit großem Engagement eingebracht haben. Jetzt warten wir auf die Rückmeldung vom DFB."

Darauf werden auch Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen gespannt warten.

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