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Schnellhardt über zwei unterschiedliche Halbzeiten

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msv duisburg, 3. Liga, Fabian Schnellhardt, Saison 2016/17, msv duisburg, 3. Liga, Fabian Schnellhardt, Saison 2016/17
Foto: firo

Es waren zwei gravierend unterschiedliche Halbzeiten, die der MSV Duisburg gegen den abstiegsbedrohten FSV Frankfurt bot. Spielmacher Fabian Schnellhardt mit Erklärungsversuchen.

Dieser Samstagnachmittag war emotional. Für den MSV Duisburg, für seine Fans, die Verantwortlichen – aber natürlich auch für die Spieler. Erst die spektakuläre Aufholjagd, dann er Ärger mit den eigenen Anhängern – es blieb nur wenig Raum, um über das zu reden, was eigentlich wichtig war: Über Fußball.

Um ganz genau zu sein: Über zwei Arten Fußball zu spielen. „Katastrophale erste Halbzeit, gute zweite Halbzeit“, urteilte Trainer Ilia Gruev. Der Deutsch-Bulgare deutete nach dem Spiel an, dass er durchaus laut werden könne, wenn das Spiel nicht nach seinem Gusto läuft. Eine Aussage, die Duisburgs Spiellenker Fabian Schnellhardt bestätigen konnte.

Allerdings, und das war dem 22-jährigen Mittelfeldspieler wichtig zu betonen, habe Gruev während seiner Halbzeitansprache die richtigen Worte gewählt: „Es gab keine taktischen Anweisungen. Er hat uns nicht runtergemacht, er hat uns wieder aufgebaut.“ Das habe der Mannschaft den entscheidenden Stoß gegeben. Schließlich zeigte sie nach dem Seitenwechsel ein ganz anderes Gesicht. „Das nimmt dann seinen Lauf. Dann geht auch mal ein abgefälschtes Ding rein“, sagte Schnellhardt über das Eigentor von Denis Streker, das für die Zebras den Ausgleich bedeutete.

Man muss das zwar verstehen, aber es ist nicht unbedingt schön

Fabian Schnellhardt über die Pfiffe der Fans

Schließlich habe aber auch das Verhalten der Fans im zweiten Durchgang dazu beigetragen, dass der MSV stärker wurde. Nach den wütenden Reaktionen waren die Anhänger wieder milde gestimmt, als die Mannschaft nach der Pause wieder auf den Platz lief. „Was sie dann in der zweiten Halbzeit veranstaltet haben, war schon stark“, attestierte Schnellhardt dem Duisburger Publikum. Zuvor habe sich das Team durch die Pfiffe irritieren lassen: „Man muss das zwar verstehen, aber es ist nicht unbedingt schön.“

Woran es lag, dass es auf der Tribüne im ersten Durchgang unruhig wurde, konnte Schnellhardt begründen: „Die Fans haben Angst, dass wir das noch verspielen.“ Fast wäre es gegen den FSV schief gegangen. Am Ende aber stand ein 3:2-Erfolg. „So ist es ein weiteres Spiel, an das wir einen Haken machen können“, schloss Schnellhardt.

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