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Selbstzerfleischung hat begonnen

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RWO: Selbstzerfleischung hat begonnen

Vor einer Woche der sportliche Abstieg. Am Samstag verspielten die Kleeblätter durch das 0:4 in Erfurt auch noch den 18. Tabellenplatz im Fernduell mit Jena.

Und spätestens mit dem Abpfiff in Jena hat auch die Selbstzerfleischung bei RWO begonnen. Den Anfang machte unter der Woche Dimitrios Pappas. Der Kapitän gab zu, dass es in der Mannschaft nicht so stimmte, denn "wenn alles gestimmt hätte, wären wir nicht abgestiegen."

Nach dem Desaster von Erfurt legte Coach Mario Basler nach. Der Ex-Profi nahm nach dem letzten Meisterschaftsspiel kein Blatt vor den Mund: "Die Mannschaft hat mich zutiefst enttäuscht.Das Spiel in Erfurt hätte noch höher ausgehen können. Die erste Halbzeit ging noch so einigermaßen, aber was nach dem Wechsel abgelaufen ist, das geht nicht. Ich bin 43 Jahre. Und wenn Erfurts Trainer Stefan Emmerling und ich auf Oberhausener Seite dem Platz gestanden hätten, hätten wir wahrscheinlich etwas mehr Leistung gezeigt als der eine oder andere meiner Jungs. Wir haben gesehen, welche Qualität in der Mannschaft steckt, daher sind wir verdient abgestiegen. Nur schade, dass wir auch noch den drittletzten Platz abgegeben haben."

Baslers Meinung wurde bestätigt Vor dem Spiel hegte Basler noch die Hoffnung, eine engagierte Elf auf den Rasen schicken zu können. Ein fataler Irrtum. Basler: "Man hat immer ein bisschen Resthoffnung. Es ging noch um einen Punkt und ich hatte gehofft, in Erfurt eine Mannschaft auf den Platz zu stellen, die wenigstens ein bisschen Gegenwehr leistet. Was die Truppe mir aber präsentiert hat, hat mich in dem bestätigt, was ich in den letzten Wochen gedacht habe."

Womit der Coach einräumt, dass er im Grunde nur Durchhalteparolen ausgegeben hat und schon seit geraumer Zeit nicht an die Qualität der Kleeblätter geglaubt hat. Das sprach er nach dem 0:4 vom Samstag auch in aller Offenheit an: "Bei dem einen oder anderen Spieler reicht die Qualität nicht für Liga drei. Das muss ich auch in aller Deutlichkeit sagen. Die Qualität des einzelnen Spielers ist bei uns nicht ausreichend für die Klasse. Ich kann das jetzt sagen, weil ich die Truppe seit acht Monaten betreue. Als Trainer muss man mit solchen Aussagen bis zum Tag X warten, bis auch rechnerisch nichts mehr möglich ist."

Dann wagte Basler noch einen kurzen Blick nach vorne und erklärte: "Wir wissen jetzt sehr genau, was wir zu tun haben." Das gilt für den kommenden Regionalliga-Kader, doch zuvor haben die Oberhausener noch ein, im Erfolgsfall am Dienstag noch zwei Pokalspiele vor der Brust. Fraglich, auf wen Basler nach den Aussagen vom Samstag noch baut...

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