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VfL Bochum
Alternativen im Abwehrzentrum

VfL: Alternativen im Abwehrzentrum

Die Kernaussage vor der Saison in Sachen Kaderplanung war beim VfL Bochum denkbar einfach. „Wir sind quasi auf allen Positionen doppelt besetzt.“

Doch der Wunsch nach dem Konkurrenzkampf erwies sich schnell als unrealistisch. Zum Beispiel bei der Besetzung der Innenverteidigung: Erst schien es so, als ob hinter den etablierten Lukas Sinkiewicz, Marcel Maltritz und Anthar Yahia die Youngster Jonas Acquistapace, Hólmar Örn Eyjólfsson und Patrick Fabian kurzfristig Druck auf die vermeintlichen Stammspieler ausüben konnten. Alles nur Schall und Rauch. Denn während Yahia wohlwissend, dass er zur Startformation zählen würde, das Weite suchte, mussten die Youngster verletzungsbedingt passen.


Fabian, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, absolvierte nach fünfeinhalb Monaten Verletzungspause am Montag sein erstes Training mit seinen Teamkollegen. Nicht viel besser ging es dem Isländer Eyjólfsson, der im Juni zwar an der U21-Europameisterschaft teilnahm, dann aber noch einmal an seinem Mittelfuß operiert werden musste. Blieb noch Acquistapace, der bei seinem einzigen Zweitligaeinsatz in der abgelaufenen Saison eine überzeugende Vorstellung bot, aber zum Saisonstart viereinhalb Wochen wegen einer Entzündung an der Achillessehne pausieren musste. Doch jetzt zeigt sich ein Licht am Ende des Tunnels. Acquistapace war in Dresden Bochums bester Feldspieler, ließ Sinkiewicz vergessen und macht mehr denn je Ansprüche auf einen Einsatz in der Startformation geltend.

Auch Eyjólfsson feierte ein vielversprechendes Comeback. Trotz vier monatiger fehlender Spielpraxis bot er im Regionalliga-Team an der Essener Hafenstraße ein starkes Comeback und verriet danach: „Das war richtig harte Arbeit. Aber ich war erstmals wieder richtig schmerzfrei. Das ist ein wunderbares Gefühl.“

Ein prima Gefühl verspürt seit Wochenbeginn auch Fabian. Der hat seinen ganzen Frust über die schwere Kreuzbandverletzung in eine Lust auf Reha umgewandelt und ist folgerichtig viel weiter, als ein Spieler normalerweise fünfeinhalb Monate nach so einer Operation ist. Fabian: „Ich darf jetzt nichts überstürzen. Ein Training mit den Mannschaftskollegen ist doch viel intensiver als jede Reha.“

Aber über kurz oder lang wird dieses Trio den beiden derzeit gesetzten Innenverteidigern Sinkiewicz/Maltritz den nötigen Druck machen. Vielleicht kommt Acquistapace, der am Mittwoch-Abend beim SC Weitmar 45 ebenso im Einsatz war wie Eyjólfsson, schon am Wochenende seine Chance erhalten. Am Mittwoch jedenfalls fehlte Sinkiewicz, der gegen Paderborn schwach spielte (RS-Note 6), erneut wegen starker Kniebeschwerden. So erscheint ein Wechsel durchaus realistisch. An Selbstvertrauen mangelt es Acquistapace jedenfalls nicht. „Wenn ich gebraucht werde, spiele ich. Ich würde mich freuen, wenn ich wieder eine Chance erhalten würde.“

VfL: Entscheidung in Trainerfrage ist gefallen

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