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MSV im Test
Sasic hat die Qual der Wahl

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MSV: Duisburg Im Test

Nach nur fünf Wochen Vorbereitung beginnt für den MSV am Sonntag beim KSC die Operation „Aufstieg“. Dafür haben dieZebras einen starken Kader zusammengestellt.

Der größte Vorteil nach dem personellen Umbruch ist aber, dass die Neuzugänge langfristig an den Verein gebunden sind. Aber auch Leistungsträger wie Branimir Bajic oder Goran Sukalo haben sich frühzeitig und ebenfalls langfristig für die Zebras entschieden. Sollte es mit der Rückkehr in die Beletage in dieser Saison also noch nicht klappen, ist der MSV zukunftsorientiert aufgestellt und kann das Unternehmen „Rückkehr in Liga eins“ spätestens in einem Jahr in Angriff nehmen.

Vorbereitung Die Vorbereitung hat für die Zebras verheißungsvoll begonnen. 6.000 Fans sind zum Trainingsauftakt gepilgert und haben der runderneuerten Mannschaft einen traumhaften Empfang bereitet. Doch die Freude darüber währte bei den Spielern nicht lange, denn nur einen Tag später hat Milan Sasic seine Mannschaft im ersten Trainingslager in Südtirol sofort kräftig rangenommen. Im zweiten Trainingslager im österreichischen Windischgarsten hat der Fußballlehrer dann an der taktischen Grundausrichtung gepfeilt. Die Ergebnisse in den neun Testspielen beweisen, dass sich die Weiß-Blauen bereits eingespielt haben.

Testspiele Auswahl Südtirol – MSV1:7 MSV-Tore: Wolze (3), Bajic, Domovchiyski, Beichler, Exslager. Austria Lustenau – MSV1:3 MSV-Tore: Bollmann, Sukalo, Brosinski. SC Kriens – MSV1:3 MSV-Tore: Sukalo, Domovchiyski, Exslager. Hamborn 07 – MSV0:5 Tore: Exslager (2), Shao, Domovchiyski, Reiche. MSV – Litex Lovech3:2 MSV-Tore: Domovchiyski, Gjasula, Kunt. MSV – VfL Bochum0:2 BW Linz – MSV0:2 Tore: Gjasula, Jula. Honved Budapest – MSV0:3 Tore: Bollmann, Hoffmann, Brosinski. Legia Warschau – MSV1:3 Tore: Bollmann, Brosinski, Eigentor.

Bilanz: 8 Siege, 1 Niederlage, 29:6 Tore. Torschützen: Domovchiyski, Exslager (je 4), Bollmann, Brosinski, Wolze (je 3), Gjasula, Sukalo (je 2), Jula, Shao, Reiche, Kunt, Beichler, Bajic, Hoffmann.

Abwehr Nach dem Abflug von David Yelldell zu Bayer Leverkusen ist die T-Frage in Duisburg endgültig geklärt. Florian Fromlowitz wird der neue Stammkeeper des MSV, auch wenn das Trikot mit der Eins mit Rücksicht auf den damals noch in Duisburg weilenden Yelldell an Nachwuchs-Schnapper Roland Müller vergeben wurde. In der Viererkette bieten sich Sasic im Vergleich zur Vorsaison gleich mehrere Möglichkeiten. Spielt Markus Bollmann als rechter Verteidiger, wird Bruno Soares neben Kapitän Branimir Bajic in der Innenverteidigung agieren. Aber der Coach kann auch Vasileios Pliatsikas auf die rechte Flanke stellen. Dann wird Bollmann neben Bajic in der Zentrale agieren. Auf links wird die Entscheidung zwischen den beiden Ex-Wolfsburgern Sergej Karimow und Kevin Wolze fallen. Benjamin Kern, der in der vergangenen Rückrunde noch einen Stammplatz sicher hatte, muss wohl erst einmal mit dem ungeliebten Platz auf der Bank Vorlieb nehmen. Daniel Reiche wie auch Youngster André Hoffmann spielen in den Überlegungen (noch) keine Rolle.

Mittelfeld Auch hier hat Sasic die Qual der Wahl. Lässt er mit zwei „Sechsern“ spielen, ist neben dem gesetzten Goran Sukalo Pliatsikas sowie der noch verletzte Ivica Grlic ein heißer Kandidat. Bevorzugt der Fußballlehrer die Raute, könnte Jürgen Gjasula der „Zehner“ sein. Auf der rechten Flanke hat sich Daniel Brosinski für die Startelf empfohlen. Auf links wird die Entscheidung zwischen Jiayi Shao und Wolze fallen. Fest steht nur: Egal welche Ausrichtung der Kroate verfolgt, er hat ein echtes Luxusproblem.

Angriff Das besteht auch in der Abteilung Attacke, die im letzten Jahr noch unterbesetzt war. Doch zu einem Engpass in der Spitze wird es jetzt nicht mehr kommen, schließlich stehen mit Valeri Domovchiyski, Emil Jula, Flamur Kastrati, Maurice Exslager und dem noch verletzten Spielführer Srdjan Baljak gleich fünf exzellente Knipser parat. Das Duo, welches in der Vorbereitung am besten harmonierte, ist Sturmtank Jula zusammen mit Wirbelwind „Domo“.

Stärken Die Offensive hat in den Testspielen bereits hervorragend harmoniert. Das Mittelfeld wird schnell überbrückt, die Zuspiele passen und die 29 Einschläge beweisen, dass die Abteilung Attacke auch das nötige Killergen besitzt. Sasic‘ Vorgabe, attraktiven Offensivfußball mit Leidenschaft zu bieten, haben die Akteure bereits verinnerlicht. Die Fans dürfen sich schon freuen.

Schwächen Die Abstimmung in der Defensive passt noch nicht ganz. Das ist aufgrund des Umbruchs aber auch verständlich. Besonders die rechte Außenbahn bereitet Sasic noch ein paar Kopfschmerzen. Doch jeder weiß, dass er großen Wert auf eine stabile Abwehr legt, deshalb wird dieses Manko mit Sicherheit schnell ausgeräumt.

Prognose Auch wenn es Sasic nicht gerne hört und lieber tiefstapelt: Der MSV zählt zu den Aufstiegskandidaten. Der Relegationsplatz drei ist nach dem Top-Favoriten Eintracht Frankfurt und den eingespielten Bochumern definitiv drin. Und je nach dem wie Duisburg aus den Startlöchern kommt, kann auch der Angriff auf Rang zwei ins Auge gefasst werden. Fest steht aber schon jetzt: Die Zukunftsaussichten waren in den letzten Jahren noch nie so gut wie aktuell.

Wunschelf Fromlowitz - Bollmann, Bajic, Soares, Karimow (Wolze) - Sukalo, Pliatsikas - Brosinski, Shao - Domovchiyski, Jula. Zum Start fehlen: Srdjan Baljak (Kreuz- und Außenbandriss), Ivica Grlic (Knieprobleme), Zvonko Pamic (mit der kroatischen U20 bei der WM in Kolumbien), Burakcan Kunt (mit der türkischen U19 bei der EM in Rumänien).

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