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RWO: Schiri-Slapstick
Fahnen-Verwirrung schadet RWO

RWO: Schiri-Slapstick begünstigt Aachen

Wenn es nicht so traurig wäre, dann würde man über den Witz des Wochenendes auch in Oberhausen lachen. So aber kostete der möglicherweise wichtige Punkte.

Ohne die eigenen Fehler, die zahlreich vorhanden waren, verschleiern zu wollen, sorgten die Herren in Gelb-Schwarz für den Aufreger des Abends. Was war passiert?

Dimi Pappas flankte von der Außenlinie in die Mitte, Aachen-Torhüter David Hohs flutschte der Ball durch die Finger und erst hinter der Linie schnappte er sich das Leder. Was folgte, war ein Slapstick-Einlage allererster Güter. Der Assistent hob seine Fahne und alle dachten, er würde auf Tor für RWO entscheiden. Schiedsrichter Christian Fischer ignorierte das Gebären seines Linienrichters jedoch einfach und ließ das Spiel weiterlaufen. Die Alemannia nutzte die allgemeine Verwirrung eiskalt aus und entschied die Partie mit dem dritten Treffer.

RS wollte nach der Partie mit dem Gespann sprechen, doch das zog es vor, sich bezüglich der eklatanten Fehlentscheidung in Schweigen zu hüllen. Zumal der Assistent scheinbar selber nicht mehr wirklich wusste, warum er die Fahne gehoben hat. Dafür erreichte RS Schiri-Beobachter Jürgen Weber, der die heikle Szene aufklären konnte. Er betonte, dass der Linienrichter den Ball im Aus gesehen habe und deshalb die Fahne gehoben habe.

Das alleine wäre halb so schlimm gewesen, hätte der Schiedsrichter daraufhin regelkonform reagiert und auf Abstoß für Aachen entschieden. Als er dies nicht tat und die Begegnung ihren Lauf nahm, wurde dem Assistenten sein Arbeitsgerät scheinbar zu schwer und er nahm die Fahne einfach wieder runter, als wäre nichts gewesen. Später kam raus, dass Schiri Fischer dachte, der Assistent habe ihm ein Tor angezeigt, was Fischer aus wesentlich schlechterer Position aber komplett anders sah, denn er sagte zu Ronny König: "Der Schiedsrichter sagte zu mir, der war nie und nimmer drin." Womit er völlig daneben lag und aus seiner Sicht sogar verständlicher Weise weiterspielen ließ. Was auch zum Unmut bei Kapitän Benny Reichert führte: "So was wie beim 1:2 habe ich noch nie gesehen. Der Linienrichter hebt die Fahne, hält die eine Sekunde oben und nimmt sie dann runter und sagt, dass er sich vertan habe."

Doch sollten derartige Ungereimtheiten in der Zeit der Headsets - mit denen jedes Schiedsrichtergespann im Profibereich direkten Kontakt hat - wirklich nicht mehr passieren. Sonst können sie diese gleich wieder in den Müll werfen, wenn sie selbst bei solchen Szenen nicht genutzt werden...

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