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Aachen - RWO 4:0
Kein guter Tag um Geschichte zu schreiben

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RWO: Oberhausen geht in Aachen unter

Vor einer Woche hat sich RWO mit dem Erfolg gegen den Karlsruher SC im Abstiegskampf zurückgemeldet. Dem Dreier sollte in Aachen ein weiterer Sieg folgen.

Trotz der Horrorbilanz: Seit 60 Jahren (1951, 4:3-Sieg) gewannen die Kleeblätter auf dem Tivoli nicht mehr. RWO-Coach Theo Schneider musste den zuletzt stark auftrumpfenden Mike Terranova ersetzen (Gelbsperre), für ihn rückte Benny Reichert als Absicherung auf der Doppel-Sechs in die erste Elf.

Nach den 90 Minuten bleibt es dabei: Für RWO gibt es auch in diesem Jahr nichts zu holen auf dem Tivoli. Durch den späten Ausgleich der Düsseldorfer Fortuna in Karlsruhe besteht aber zumindest noch ein wenig Hoffnung auf die direkte Rettung. Zumal auch der VfL Osnabrück vor den letzten beiden Partien weiter in Sichtweite bleibt.

Aachen: Hohs - Feisthammel (46. Junglas), Stehle, Olajengbesi, Achenbach - Kratz - Höger, Radjabali-Fardi - Stieber (84. Korte), Uludag - Auer (84. Radu). Oberhausen: Pirson - Pappas, Gordon, Klinger, Embers (46. Landers) - Reichert, Tim Kruse (61. Ellmann) - Petersch (46. Schönfeld), Kaya, Schmidtgal - König. Schiedsrichter: Christian Fischer (Hemer) Tore: 1:0 Auer (14.), 2:0 Stieber (51.), 3:0 Stieber (66.), 4:0 Auer (71., Foulelfmeter) Zuschauer: 18.377 Gelbe Karten: Pappas (6), Schmidtgal (3), Kaya (8)

Und wer zu Beginn selbstbewusste Oberhausener erwartet hatte, der sah sich getäuscht. Daher schien es nur eine Frage der Zeit, bis Aachen das erste Tor schießt. Nach 14 Minuten war es dann so weit. Der bärenstarke Marco Höger bediente Benjamin Auer und der Torschütze vom Dienst der Hausherren schloss trocken ins linke Eck ab - 1:0.

Acht Minuten später jubelten die Kleeblätter. Nach schöner Auflage von Heinrich Schmidtgal traf Reichert zum 1:1 - doch in den Jubel kam die Ernüchterung. Ronny König soll Keeper David Hohs beim Schuss behindert haben und der Assistent hob die Fahne. Es war eine von zwei Chancen von RWO vor dem Wechsel. Bei der zweiten stellte sich Schmidtgal äußerst ungeschickt an. Erst die schlechte Hereingabe auf den freien Oliver Petersch, dann bekam er nochmal die Chance und verzog völlig überhastet aus zehn Metern.

Auf der anderen Seite waren es immer wieder Höger und Zoltan Stieber, die mit Tim Kruse und Daniel Embers machten was sie wollten. Doch am Ende war entweder bei Sören Pirson Endstation oder bei Dimitrios Pappas, der das sichere 0:2 mit seiner Grätsche gegen Alper Uludag verhinderte. Dementsprechend ging es mit dem 0:1 in die Kabine, kurz zuvor skandierte die gut gefüllte Oberhausener Kurve: "Wir wollen Euch kämpfen sehn." Obwohl es am fehlenden Kampf sicher nicht lag, dass man nach 45 Minuten im Rückstand lag.

In der Pause reagierte RWO-Coach Theo Schneider und brachte mit Marcel Landers (für Oliver Petersch) und Patrick Schönfeld (für Daniel Embers) zwei neue Kräfte. Aachens Trainer Peter Hyballe brachte mit Marnuel Junglas (für Tobias Feisthammel) ebenfalle einen neuen Mann. Und die beiden Einwechselspieler waren noch nicht richtig warm, da war die Partie schon entschieden. Denn Pappas patzte mit einem Fehler im Aufbau kolossal und Uludag bediente per Traumpass Stieber, der seine ganze Klasse mit dem genialen Lupfer zum 2:0 unter Beweis stellte (51.). Den endgültigen Knockout verpasste der eingewechselte Junglas, der nach Auer-Pass frei vor Pirson die Kugel nicht richtig traf (62.).

Allerdings wäre RWO noch einmal rangekommen, aber dann gab es den Tomatenanfall von Aachen. Nach Flanke von Pappas konnte Hohs die Kugel nicht festhalten und ließ sie ins eigene Tor fallen. Für jeden zu sehen, aber der Assistent hatte es anders gesehen. Im direkten Gegenzug war es wieder Stieber, der zum 3:0 traf. Und es kam noch dicker für RWO. Denn nach einem Klinger-Foul versenkte Auer per Foulelfmeter zum 4:0 - auch für ihn ein Doppelpack.

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Frankiboy51 2011-04-30 00:24:18 Uhr
Ich frage mich bereits des öfteren in dieser Saison, womit der Underdog solche Schiedsrichterleistungen verdient hat?
Wer und aus welchem Grunde werden dem RWO so viele Tore und Punkte gestohlen?
Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen.
Ich fordere hiermit den DFB/DFL auf, zu überprüfen, ob hier Geld oder nur Ignoranz bzw. Dummheit im Spiel ist.
Ich, als Konsument dieser DFL Veranstaltungen, fühle mich geprellt.

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