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RWO: Trainerduell
Hyballa vs. Schneider

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RWO: Hyballa vs. Schneider

Alemannia Aachen gegen Rot-Weiß Oberhausen – das ist auch das Duell zweier Trainer, die jahrelang im Nachwuchsbereich des BVB gearbeitet haben.

Auf der einen Seite Peter Hyballa, der in den 90 Minuten gefühlt dieselbe Kilometerzahl am Rand runterspult wie seine Spieler. Auf der anderen Seite Theo Schneider, der an der Außenlinie etwas ruhiger agiert. Wobei man in den letzten Wochen auch in Oberhausen einen Schneider sah, der nur ganz selten still auf seinem Stuhl saß.

Mit Blick auf Schneider betont Hyballa vor dem Duell am Freitag. „Theo Schneider und ich haben drei Jahre lang Kabine an Kabine gearbeitet, dazwischen war nur eine dünne Wand. Da muss man zwangsweise Hand in Hand zusammenarbeiten.“ Und diese Zusammenarbeit umschreibt Schneider als „sehr professionell."


Wobei der Oberhausener Trainer ergänzt: „Man muss Peter ein Kompliment machen. Er hat aus jungen und erfahrenen Spielern eine gute Mischung hinbekommen. Das ist eine schlagkräftige Truppe, die für viel Furore gesorgt hat, speziell im DFB-Pokal.“ Immer angetrieben vom Wirbelwind Hyballa, der seine Coachingzone bis auf den letzten Millimeter ausnutzt. Schneider: „Er ist ein sehr selbstbewusster Trainer mit klaren Vorstellungen. Zudem ist er absolut erfolgsorientiert, so hat er auch schon beim BVB gearbeitet.“ Damals in der Jugend, während Schneider die Reserve der Borussen trainierte. Hyballa erinnert sich: „ Theo ist ein bisschen anders als ich. Er ist ein ruhiger, cooler Trainer. Ich habe immer offensiv gespielt, während er den richtigen Mix gefunden hat.“

Den gilt es auch am Freitag zu finden, wenn beide Trainer das erste Duell in Liga zwei vor sich haben. Wobei es nicht das erste Aufeinandertreffen ist. Denn vor einigen Wochen haben sich die beiden beim Spiel Düsseldorf gegen Aue getroffen und die Zeit genutzt, um sich ein bissen zu unterhalten.

Zurück zur Gegenwart: Für Schneider und RWO steht ein ganz wichtiges Match im Abstiegskampf an. Für Hyballa und Aachen geht es um nichts mehr. Doch der 35-Jährige legt sich fest: „Wir haben uns vor der Saison zum Ziel gesetzt, einen einstelligen Tabellenplatz und 50 Punkte zu erreichen. Dahin fehlen uns noch sechs Zähler. Wir wollen 1860 München in der TV-Rangliste noch einholen.“

Daher erwartet er von seinen Jungs auch den maximalen Einsatz, zumal die Aachener das letzte Heimspiel gegen Aue sang- und klanglos mit 1:5 abgaben. Und wenn man gegen die Kleeblätter wieder so antritt wie gegen Aue, dann könnte es eine erneute Heimpleite geben, denn Hyballa weiß, was ihn und seine Mannschaft erwartet. „Ich bin 40 Kilometer vom Stadion Niederrhein entfernt in Bocholt aufgewachsen und öfter bei Spielen von RWO gewesen. Sie leben das Malocher-Image und haben mit Daniel Gordon den vielleicht kopfballstärksten Spieler der Liga. Da müssen wir gerade bei Standards höllisch aufpassen.“

Denn während Aachen viele quirlige Jungs in den eigenen Reihen hat, baut man bei RWO vor allem auf die ruhenden Bälle und die Stärke von eben Gordon, Ronny König, Tim Kruse, Mario Klinger oder Dimitrios Pappas in der Luft. Und auf den Faktor der Motivation, wie Schneider erklärt: „Wir fiebern alle dem Aufeinandertreffen entgegen. Für uns ist es das Spiel der Spiele. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Aachen ebenso heiß auf RWO am Freitagabend ist. Daher muss das ein Pluspunkt für uns werden, den wir unbedingt ausnutzen müssen.“

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