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MSV: Hübner ist stolz
"Typisches Zeichen für Aufstieg"

MSV: Hübners Vorstellungen gehen auf

Ein Mann kann auf den grandiosen Saisonstart der Zebras besonders stolz sein: Sportdirektor Bruno Hübner. Schließlich war sein Stand nicht immer so gut.

Als der 49-Jährige vor fast drei Jahren nach Duisburg kam, musste er sich seinen heutigen Stand erst einmal erkämpfen. Bei Personalentscheidungen, die in seinen Aufgabenbereich fallen, musste sich Hübner in der Vergangenheit immer erst das Okay von Walter Hellmich einholen, der allerdings seine eigenen Vorstellungen vom Aufbau der Mannschaft hatte. Klar, dass es dabei auch immer wieder zu Differenzen gekommen ist.

Das Vorbild heißt Borussia Dortmund

Doch in diesem Jahr ist alles anders. Natürlich arbeitet Hübner auf der wirtschaftlichen Seite eng mit Geschäftsführer Roland Kentsch und dem Aufsichtsratsvorsitzenden David Kaparthy zusammen. Doch auf der sportlichen Seite ist der Neuaufbau der Mannschaft das Konzept des Trainers Milan Sasic und eben Hübners. „Wir funken auf einer Wellenlänge“, ist der ehemalige Angreifer froh, dass die getätigten Schüsse fast allesamt Volltreffer gewesen sind. „Ich bin vor fast drei Jahren angetreten, um genau so einen Umbruch zu bewerkstelligen“, freut sich Hübner, dass die Verpflichtungen von Julian Koch, Sefa Yilmaz, Stefan Maierhofer aber auch Winterzugang Srdjan Baljak eingeschlagen sind. „Da zahlt sich die akribische Arbeit unseres gesamten Teams einfach aus“, will Hübner die Lorbeeren aber nicht alleine einfahren, sondern gibt sie an Sasic oder die Scoutingabteilung von Dieter Mertens weiter.

Im Sommer ist sein Vorhaben, eine junge Truppe, die sich mit dem MSV identifiziert, aufzubauen, durch die wirtschaftliche Schieflage begünstigt worden. Denn erstmals hat es kein Geld für namhafte Neuzugänge gegeben und Sasic hat den Kurs Hübners tatkräftig unterstützt. Kein Wunder, denn die beiden Protagonisten verstehen sich blendend. Hübner hat dem Coach auch in dessen schwierigen Zeiten in Duisburg immer den Rücken gestärkt und nie etwas auf Sasic kommen lassen. Nun scheint Sasic menschlich geläutert zu sein und hat den nötigen Erfolg. Klar, dass Hübner da bereits über eine Vertragsverlängerung nachdenkt. „Wir werden uns im Winter zusammensetzen“, berichtet der Funktionär, der sich um diese Personalie allerdings keine Sorgen macht.

Dem Kader fehlt in der Breite die Qualität

Viel mehr macht er sich Gedanken darüber, ob er in der anstehenden Transferperiode den Kader noch einmal verstärken soll. Ein Manko ist schließlich, dass der MSV in der Breite qualitative Einbußen verkraften muss. Das hat man in Düsseldorf gesehen, als Branimir Bajic und Srdjan Baljak ausgefallen sind und die Lücken nicht geschlossen werden konnten.

Nichtsdestotrotz galoppieren die Zebras mit hohem Tempo Richtung Beletage. „Es ist ein typisches Anzeichen für den Aufstieg, wenn man seine Heimspiele gewinnt und auswärts einen Punkt holt“, bestätigt Hübner, der aber auch zur Vorsicht mahnt: „Wir haben immer gesagt, dass wir eine Truppe aufbauen, die sich erst etabliert, um dann anzugreifen. Wir sollten jetzt also keine Wünsche wecken, die vielleicht nicht realisierbar sind.“ Sollte es am Ende doch zum Sprung nach oben reichen, wird sich Hübner aber auch nicht dagegen wehren: „Ein Aufstieg kommt nie zu früh.“ Schließlich könnten in diesem Fall auch Koch oder Stefan Maierhofer gehalten werden. Hübners Vorstellungen sind aber so oder so bereits aufgegangen.

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