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RWO: Sorgen wachsen
Wer soll gegen die Arminia verteidigen?

RWO: Sorgen wachsen nach 0:3 ins Unermessliche

Während die Düsseldorfer Fortuna nach dem 3:0 (0:0)-Sieg weiter auf dem Vormarsch ist, bewegt sich RW Oberhausen in die genau entgegengesetzte Richtung.

Nämlich immer weiter nach unten. Schon vor dem Spiel unterstrich Marco Christ das Vorhaben, „RWO mit unten reinzuziehen“, was den Düsseldorfern auch gelang.

Der Regisseur feierte übrigens nach der Verletzungspause sein Comeback, Trainer Norbert Meier brachte ihn direkt in der Startelf. „Kein Vorwurf an Marco, aber wir kamen nicht in die Ordnung“, erklärte Meier später seine Auswechslung zur Pause. Sicher wollte der Düsseldorfer Coach auch für frischen Wind nach vorne sorgen, als er Youngster Marcel Gaus in die Partie warf. „Mit dem ersten Abschnitt war ich nicht zufrieden. Wir hatten zu wenig Ballkontrolle, haben zu tief gestanden und zu viele Fehlpässe produziert“, musste Meier einräumen. Im ersten Durchgang waren die Gäste spielbestimmend, zeigten die beste Leistung der letzten Wochen.


RWO-Trainer Hans-Günter Bruns ging sogar noch einen Schritt weiter: „Das war unsere beste Halbzeit in dieser Saison.“ Die taktischen Vorgaben gingen also auf, auch Bruns‘ Idee, den „doppelten Leuchtturm“ zu bringen: Ronny König und Felix Luz sollten sich gegen die Düsseldorfer Innenverteidigung behaupten. „Wir haben eine sehr gute erste Hälfte gesehen mit unglaublichem Tempo. Wir haben klasse mitgehalten und uns immer wieder gezeigt“, war Bruns sehr zufrieden.

Nach der Pause dann ein ganz anderes Spiel – nämlich eins, das nur in eine Richtung ging. Schon nach vier Minuten die Führung für die Düsseldorfer: Oliver Fink zog aus 20 Metern unhaltbar für RWO-Keeper Sören Pirson ab und brachte die ESPRIT-arena zum Toben. „Beim Führungstreffer durch Oliver Fink sind für uns im positiven Sinne alle Dämme gebrochen“, strahlte Meier. „Endlich hat ‚Finki‘ sich mal getraut, aus der zweiten Reihe abzuziehen. Das sind dann manchmal Situationen, die dafür sorgen, dass du auf die Siegerstraße kommst. Das hat wie eine Befreiung auf die Mannschaft gewirkt.“

In der Tat, anschließend rollte ein Angriff nach dem anderen auf das Oberhausener Tor zu. Der alles entscheidende dann nach gut einer Stunde: Patrick Zoundi tanzte Marcel Landers aus, bediente Sascha Rösler glänzend und dieser wurde vom Ex-Fortunen Fabian Hergesell im Strafraum festgehalten. Bittere Rückkehr für den Oberhausener Linksverteidiger, denn Schiedsrichter Tobias Christ entschied auf Elfmeter und zeigte ihm die Gelb-Rote Karte. Jens Langeneke vollendete in gewohnter Manier und knallte das Leder in die Tormitte – 2:0! „Wir haben uns dann durch individuelle Fehler selbst geschlagen“, ärgerte sich Bruns.

Das war aber nicht die einzige Sache, die ihn zum Kochen brachte: „Der Schiedsrichter war an der ganzen Nummer nicht ganz unbeteiligt. Von allen Leuten, die an dem Spiel mitgewirkt haben, war dieser Mann der mit Abstand schlechteste auf dem Platz. Natürlich war der Elfmeter berechtigt, aber, was wir an Gelben Karten bekommen haben, spottete jeder Beschreibung.“ Die wichtigen Szenen sah der Unparteiische jedoch alle richtig. So auch die nächste Ampelkarte für die Oberhausener: Marinko Miletic nahm Sandor Torghelle als letzter Mann in den Ringergriff, sodass der bereits verwarnte ebenfalls vom Platz musste (80.).

Das war mit Blick auf die kommende Woche viel gravierender als die Niederlage, denn schon jetzt fragt man sich, wer gegen Arminia Bielefeld in der Viererkette der Oberhausener auflaufen soll. Dimitrios Pappas, Thomas Schlieter und Daniel Gordon fehlen verletzungsbedingt. Selbst U23-Kicker Kevin Corvers fällt momentan aus und nun kommen auch noch die Sperren von Miletic und Hergesell hinzu. „Wir müssen sehen, was wir nun tun. Wir hatten vor dem Spiel nur vier Abwehrspieler, jetzt sind es für die nächste Partie noch zwei“, schüttelte Bruns den Kopf. „Dieser unglaubliche Negativlauf geht weiter.“

Den Schlusspunkt der Partie setzte Torghelle, der einen Fernschuss von Maximilian Beister mit der Hacke ins gegnerische Netz beförderte (88.). „Durch die doppelte Überzahl haben wir das dann am Ende souverän nach Hause gespielt. Für unser Team war es ein wichtiger Sieg, auch wenn man sich die Tabelle anschaut“, freute sich Meier, der nun mit seinem Team aus den zweiten sechs Partien vier Siege holte und sich damit im Tabellenkeller ein wenig Luft verschaffen konnte.

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