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Der BVB trauert: Chronik einer dramatischen Saison

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Borussia Dortmund: Der BVB trauert: Chronik einer dramatischen Saison
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Die Chance auf die Meisterschaft war so groß wie lange nicht und in Dortmund alles bereit für die Meister-Party. Am letzten Spieltag durften dann aber doch wieder andere jubeln.

Unheilvoller Start, dramatisches Finale: Eine verrückte Saison endet für Borussia Dortmund doch nur mit der Vizemeisterschaft. Nachdem sich der BVB von vielen Rückschlägen erholt hatte, schien der neunte Meistertitel der Vereinsgeschichte eigentlich nur noch Formsache. Zwei Punkte Vorsprung in der Fußball-Bundesliga vor dem großen Saison-Showdown am 34. Spieltag reichten aber nicht. Mit dem 2:2 gegen den FSV Mainz 05 verspielte der Revierclub den Titel, weil der FC Bayern zeitgleich in Köln gewann. Ein Rückblick auf die Schlüsselmomente einer packenden Spielzeit zurück.

Schock: Die lange Suche nach einem Ersatz für Superstürmer Erling Haaland scheint erfolgreich abgeschlossen. Der für die Dortmunder Rekordsumme von rund 35 Millionen Euro aus Amsterdam verpflichtete Sébastien Haller soll die große Lücke schließen. Doch die Krebsdiagnose beim 28 Jahre alten Angreifer im Sommer-Trainingslager von Bad Ragaz versetzt Club und Fans in einen Schockzustand. „So eine schlimme Nachricht, jemanden aus Deinem engsten Kreis betreffend, beeinflusst natürlich das ganze Trainingslager. Alle sind in Gedanken bei ihm“, sagt Hans-Joachim Watzke in einem dpa-Interview und bringt seine Sorge vor einem „holprigen Saisonstart“ zum Ausdruck.

Peinlichkeit: Watzkes Sorgen scheinen zunächst unbegründet. Zum Start in die Spielzeit gelingen Siege über Leverkusen (1:0) und in Freiburg (3:1). Dabei ist allerdings reichlich Glück im Spiel. Doch am dritten Spieltag leistet sich der BVB einen denkwürdigen Fauxpas. Beim 2:3 daheim gegen Werder Bremen wird eine 2:0-Führung bis zur 89. Minute noch verspielt. Vergleichbares hatte es zuvor in der Bundesliga nie gegeben. „Das ist brutal dämlich und brutal ärgerlich“, kommentiert Trainer Edin Terzic.

Rückschläge: Mit nur drei Punkten Rückstand auf Tabellenführer FC Bayern geht der BVB in die letzten beiden Spiele vor der WM-Pause in Wolfsburg und Mönchengladbach. Doch diese passable Ausgangslage ist dahin, als beide Partien (0:2/2:4) verloren gehen. Deshalb müssen alle Beteiligten in den langen, tristen Wintertagen den Anblick auf eine Tabelle ertragen, die den BVB als Tabellensechster mit neun Zählern hinter den Münchnern ausweist. Damit scheint das Titelrennen vorzeitig verloren und selbst die Champions-League-Qualifikation in Gefahr. Nationalspieler Julian Brandt macht vor der WM-Abreise keinen Hehl aus seinem Frust: „Das ist extrem schweres Gepäck. Es tut sehr weh, wenn man vor der Winterpause verliert. Das ist für mich Kategorie komplettes Unvermögen.“


Aufholjagd: Nach neun Siegen und einem Remis zum Re-Start der Liga ist der BVB zurück im Meisterrennen. Mit dem 6:1 über Köln am 18. März gelingt sogar erstmals der Sprung auf Rang eins. Doch der Platz an der Sonne ist schon am nächsten Spieltag wieder verloren. Wie immer in den vergangenen Jahren präsentiert sich die Borussia im Bundesliga-Gipfel beim FC Bayern ängstlich und unterliegt deutlich mit 2:4. Dennoch verweigert Vereinsboss Watzke die Kapitulation: „Wir geben nicht auf, dazu gibt es keinen Anlass. Der Weg ist noch nicht zu Ende.“

Blamage: Nach der 2:0-Führung am 28. Spieltag in Stuttgart ist der BVB auf gutem Weg zurück an die Spitze. Zumal der Gegner nach dem frühen Platzverweis für Abwehrspieler Konstantinos Mavropanos in der 39. Minute in Unterzahl ist. Schon der 2:2-Ausgleichstreffer der Schwaben sorgt bei den Dortmundern für Frust. Als Giovanni Reyna in der zweiten Minuten der Nachspielzeit zum 3:2 trifft, scheint die drohende Blamage abgewendet. Doch das dritte VfB-Tor im letzten Angriff lässt BVB-Trainer Terzic verzweifeln: „Da dachte man, jetzt hat man alles gesehen im Fußball. Schlimmer kann es nicht werden – und dann kommt heute.“

Nervenstärke: Einen Tag nach dem 1:3 der Bayern daheim gegen Leipzig ist für den BVB die Chance auf die Tabellenspitze zurück. In meisterlicher Manier wird die Gelegenheit genutzt. Beim 3:0 mit zwei Toren von Angreifer Haller beweist der Revierclub Nervenstärke. „Yes, ein verdammter Sieg noch, ein scheiß Sieg noch“, schreit Sportdirektor Sebastian Kehl in erster Euphorie. Nationalspieler Nico Schlotterbeck schickt ein Meisterversprechen an die Teamkollegen hinterher: „Wir werden es. Wir werden es, Männer!“

Trauer: Schlotterbeck täuscht sich. Gegen Mainz gerät Dortmund früh mit 0:2 in Rückstand. Zudem scheitert Haller mit einem Elfmeter am Mainzer Torwart Finn Dahmen. Zwar gibt der BVB nicht auf und gleicht in der Nachspielzeit sogar aus. Am Ende jubeln aber die Bayern. Terzic ist untröstlich. „Da sieht man, wie hart und wie tough dieser Sport sein kann, in den wir uns verliebt haben“, sagt der BVB-Coach.

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