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Ex-Bochumer startet im Ausland durch

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Foto: Udo Kreikenbohm.
Foto: Udo Kreikenbohm

Die Verantwortlichen des VfL Bochum machen seit Jahren gute Arbeit. Einem ehemaligen Stürmer werden sie aber wohl hinterhertrauern.

Im Jahr 2015 wechselte Vangelis Pavlidis in die Jugendabteilung des VfL Bochum und durchlief an der Castroper Straße von der U17 bis zu den Profis sämtliche Mannschaften. Für die U17 und U19 der Bochumer erzielte der Mittelstürmer in 54 Partien 26 Treffer und bereitete 18 Tore vor. Der Grieche galt als hoffnungsvolles Talent und wurde 2016 mit einem Profivertrag ausgestattet. Bei der Lizenzspielerabteilung blieb ihm aber der große Durchbruch verwehrt und Pavlidis absolvierte nur vier Spiele in der 2. Bundesliga (kein Tor).

Die Folge: Der Angreifer wurde zu Borussia Dortmund II verliehen und kam in der Regionalliga West auf 32 Einsätze. Im Januar 2019 wurde Pavlidis an den niederländischen Erstligisten Willem II Tilburg weiterverliehen, um sich auf höherem Niveau zu beweisen. In der Eredivisie konnte der heute 23-Jährige derart überzeugen, dass der Klub von einer im Vertrag verankerten Kaufoption Gebrauch machte und den Torjäger nur wenige Monate später fest verpflichtete. Über die Höhe der Ablösesumme hatten beide Vereine Stillschweigen vereinbart.

Stürmer feiert Durchbruch im Ausland

Die Entscheidung sollte sich auszahlen. Denn: Der physisch und technisch starke Stürmer entwickelte sich prompt zum Stammspieler und war für den Erstligisten in 73 Liga-Begegnungen an 41 Treffern direkt beteiligt – ein starker Wert. Diese Leistungen blieben nicht unbemerkt.

Vor Beginn der laufenden Saison wechselte Pavlidis für eine Ablösesumme von 2,5 Millionen Euro zum ambitionierten AZ Alkmaar und unterschrieb einen Vertrag bis 2025. Auch beim zweifachen niederländischen Meister brauchte er keine lange Anlaufzeit und überzeugte auf Anhieb. Fünf Tore und vier Vorlagen in 14 Liga-Partien. Dazu erzielte er zwei Treffer in der Conference League. Am Donnerstag traf der 23-Jährige beim 2:1-Erfolg gegen Fortuna Sittard zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Traumtor von Pavlidis für den Puskás Award nominiert

Gegen den gleichen Gegner schoss er im Mai 2021 für Willem II Tilburg das schönste und wichtigste Tor in seiner Karriere. Auf engstem Raum spielte der Ex-Bochumer vier Gegenspieler aus und erzielte mit einem Heber das 1:0 (Endergebnis: 2:1). Bei einer Niederlage hätte der Klub in die Abstiegsrelegation gemusst. Dieser Treffer wurde sogar für den FIFA Puskás Award 2021 nominiert und gehört zu den schönsten elf Toren des Jahres.

Seit 2019 ist Pavlidis zudem griechischer A-Nationalspieler (21 Länderspiele, fünf Tore). Mit dieser Entwicklung hätten die Verantwortlichen des VfL Bochum wohl kaum gerechnet.

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