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Riemann trifft
VfL Bochum gewinnt irres Elfer-Drama gegen Augsburg

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VfL Bochum, VfL Bochum
Foto: firo

Am Ende eines unfassbaren Spiels hat der VfL Bochum den FC Augsburg mit 7:6 (1:0, 2:2, 2:2, 2:2) n.E. besiegt. Manuel Riemann kam kurz vor Schluss und verwandelte den letzten Elfmeter.

Ausgangslage: Der VfL Bochum trat mit mächtig Rückenwind, aber zwei Tagen weniger Regenerationszeit als der FC Augsburg an. Dafür kam der FCA mit einer Krise, die beim 1:4 in Mainz am Freitag ihren vorläufigen Höhepunkt erlebt hatte. Der VfL hat dagegen am Sonntagabend Europa-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt mit 2:0 geschlagen und sich im Keller ein wenig abgesetzt. Mit Blick auf die kurze Pause warf Trainer Thomas Reis dann aber auch die Rotationsmaschine an. Satte sechs Neue rückten im Vergleich zum Liga-Spiel in die Startelf. Im Tor startete Michael Esser, Rechts verteidigte Konstantinos Stafylidis. Dafür nahmen Manuel Riemann und Cristian Gamboa auf der Bank Platz. Innen bekam Armel Bella-Kotchap anstelle von Vasileios Lampropoulos eine neue Bewährungschance.

Auch weiter vorne rotierte Reis nicht zu knapp. Im zentralen Mittelfeld ersetzte Milos Pantovic Eduard Löwen. Auch die auf den Flügeln zuletzt so starken Takuma Asano und Danny Blum bekamen Pausen. Dafür starteten Gerrit Holtmann und Christopher Antwi-Adjei.

Pantovics Blitzstart: Beide Teams ließen die Zuschauer von Beginn an spüren, dass dieses Spiel keine Abtastphase erleben würde. Nach einer Stafylidis-Flanke aus dem Halbfeld stahl sich Pantovic in den freien Raum vor FCA-Keeper Rafael Gikiewicz, verfehlte das Tor jedoch knapp (4.). Und auch die Gäste fackelten nicht lange. In der achten Minute kam André Hahn aus kurzer Distanz frei zum Schuss, scheiterte jedoch am gut reagierenden Esser.

Die dritte gute Chance des Spiels passte jedoch. Der VfL überraschte die Augsburger mit einer kurzen Eckball-Variante, an deren Ende Stafylidis auf den zweiten Pfosten flankte. Dort stand Pantovic völlig blank und schoss zur frühen Führung ein (13.).

Bochum verteidigt konzentriert: In der Folge verflachte das Spiel etwas, was den Gastgebern nur recht sein konnte. So kam der FC Augsburg allerdings besser ins Spiel, konnte seine Angriffe jedoch nicht zu Ende spielen. Wenn sie mal gefordert war, war die VfL-Abwehr meist schon frühzeitig da. Vorne blieb Bochum über Konter gefährlich. Holtmanns Schuss aus elf Metern wäre wohl im kurzen Eck eingeschlagen, hätte Jeffrey Gouweleeuw nicht noch seinen Fuß dazwischen bekommen (38.). So ging es mit einer verdienten 1:0-Führung in die Pause.


Pantovic legt nach: FCA-Trainer Markus Weinzierl reagierte dementsprechend und brachte mit Alfred Finnbogason mehr Offensivpower. Die sollte aber zunächst nur der VfL an den Tag legen. Nur sieben Minuten nach Wiederanpfiff marschierte Pantovic ohne große Gegenwehr auf das Tor der Gäste zu und schlenzte den Ball aus rund 16 Metern überlegt ins rechte Eck - 2:0 (53.).

Augsburger Doppelschlag: Das Ruhrstadion explodierte, wobei die Euphorie aber nur von kurzer Dauer sein sollte. Denn nur zwei Minuten später bekam der FCA einen Freistoß, den Bochum nur unzureichend verteidigte. Reece Oxford bedankte sich, stieg wenige Meter vor dem Tor hoch und nickte zum schnellen 1:2-Anschluss ein (56.).

Und damit nicht genug. Mit seinem dritten gefährlichen Angriff der Partie glich der FC Augsburg nur kurz darauf zum 2:2 aus. Esser konnte Andi Zeqiris Schuss aus kurzer Distanz noch parieren, war beim Nachschuss von Ruben Vargas jedoch machtlos (58.). Völlig unerwartet war der FCA zurück im Spiel.

Holtmann vergibt Entscheidung: Bochum zeigte sich von dem Rückschlag aber nur kurz beeindruckt und übernahm schnell wieder die Spielkontrolle. Nach einigen Distanzschüssen hatte dann Holtmann das Weiterkommen auf dem Fuß. Nach einer Stafylidis-Flanke kam er aus rund acht Metern zum Abschluss. Gouweleeuw klärte in höchster Not auf der Linie (77.). Weil beide Teams in der Folge nicht mehr über Ansätze hinauskamen, ging es in die Verlängerung.

Verlängerung: Wie schon zu Beginn der regulären Spielzeit starteten beide Teams furios. Sebastian Polter zwang Gikiewicz mit einem Kopfball zu einer letztlich souveränen Flugeinlage (93.), ehe der FCA die ganz große Chance zur Führung hatte. Nach ansehnlicher Kombination stand Michael Gregoritsch frei vor Esser, legte den Ball jedoch rechts vorbei: Riesenglück für den VfL Bochum (99.). Kurz vor dem Seitenwechsel war Esser dann nochmal gefordert, als er einen Gregoritsch-Freistoß aus 17 Metern zentraler Position um den Pfosten lenkte (103.).

Es blieb ein munteres Hin und Her. Polter verpasste in Durchgang zwei die Führung (107.), ehe Esser selbige auf der Gegenseite verhinderte. Michael Gregoritschs Schlenzer aus rund 14 Metern flog gen rechtes Eck, doch Bochums Nummer zwei war auf dem Posten und fischte die Kugel raus (113.). In der 118. Minute nutzte Reis dann seinen letzten Wechsel und schickte, in Erwartung des Elfmeterschießens, Manuel Riemann für den starken Esser ins Tor. Und so kam es schließlich auch.

Elfmeterschießen: Der FC Augsburg legte in Person von Gouweleeuw vor und traf. In der Folge verwandelten Rexhbecaj (VfL), Finnbogason (FCA), Masovic (VfL), Strobl (FCA), Blum (VfL), Gregoritsch (FCA) und Polter (VfL). Als fünfter Augsburger Schütze vergab Arne Maier - er schoss den Ball über das Tor. Damit hatte Riemann selbst die Entscheidung auf dem Fuß - und traf. Der VfL steht im Achtelfinale!

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