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Sieg gegen Gladbach
Hertha BSC begeistert die Fans wieder

Sieg gegen Gladbach: Hertha BSC begeistert die Fans wieder
Foto: firo

Als Hertha BSC die 1:0-Führung gegen Mönchengladbach mit letzter Kraft und neu entdeckter Leidenschaft verteidigt hatte, waren auch die Fans wieder begeistert.

„Oh, wie ist das schön“, schallte es nach dem 1:0 (1:0) gegen Borussia Mönchengladbach am Samstagabend durchs Olympiastadion - denn das hatte man in der Tat lang nicht mehr geseh'n.

Dass die Berliner mit ihrem zweiten Sieg in Folge sogar an den grauen Gladbachern vorbeizogen, war eine schöne Zugabe. „Das ist wunderbar! Das Stadion lebt, das mögen wir“, sagte Trainer Pal Dardai bei Sky. „Wir haben verdient gewonnen, aber wir hätten unbedingt das zweite oder dritte Tor machen müssen.“

Es reichte auch so, weil Marco Richter in der 40. Minute quasi aus dem Nichts sehenswert per Seitfallzieher getroffen hatte. „Ich treffe ihn nicht gescheit, aber er fällt hinten rein“, sagte Richter über den ungewollten Aufsetzer: zur Freude der 25.000 Zuschauer, die ihre Mannschaft in den letzten Spielminuten im Stehen zum Durchhalten motivierten.

Gladbach war überlegen, dominant, jedoch nicht sonderlich zwingend. Die vierte Auswärtspleite der Saison bedeutet für die Fohlen wieder einen Rückschritt in ihrer schwankenden Entwicklung.

Bei den Gladbachern fiel Nationalspieler Matthias Ginter kurzfristig mit einer Erkältung aus, Ramy Bensebaini rückte nach zweimonatiger Verletzungspause für Ginter in die Dreier-Abwehrkette. Erneut in der Borussen-Startelf stand Luca Netz, der an alter Wirkungsstätte gnadenlos ausgepfiffen wurde.

Die Gäste legten energisch los, kassierten in Person von Jordan Beyer schon in der 2. Minute die erste Gelbe Karte und übernahmen fortan die Spielkontrolle. Nico Elvedi köpfte nach Flanke von Netz knapp vorbei (5.), zwei Minuten später zeigte Schiedsrichter Benjamin Cortus für Gladbach auf den Punkt. Nach Ansicht der Bilder nahm er seine Entscheidung jedoch wieder zurück, Herthas Maximilian Mittelstädt hatte Joe Scally nicht am Fuß getroffen.

Nach dem ereignisreichen Start verflachte die Partie, Ballverluste und Fouls im Mittelfeld bestimmten das Geschehen. Als alles auf eine torlose erste Hälfte hinauslief, traf Hertha plötzlich aus dem Nichts: Nach einem langen Einwurf von Marvin Plattenhardt landete der Ball über Umwege bei Richter, der gekonnt per Seitfallzieher vollendete.

Zur Pause brachte Hütter Alassane Plea und Florian Neuhaus, doch seinem Team fehlte weiterhin die Zielstrebigkeit in der Offensive. Zwar hatte die Borussia mehr Spielanteile, Torchancen und Abschlüsse - im letzten Drittel agierte Gladbach aber nicht zwingend genug. Patrick Herrmanns Schuss landete am Außennetz (84.).

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