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"Frechheit": Sammer teilt gegen Hannover aus

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Das hatte man sich bei Hannover 96 sicherlich anders vorgestellt: Die Niedersachsen haben ihr erstes Spiel unter Neu-Trainer Thomas Doll am Freitagabend mit 0:3 (0:1) gegen RB Leipzig verloren. 

Doll zeigte sich vom Auftritt seiner Mannschaft bei seiner Premiere erschreckt: „Wir haben gesehen, dass Leipzig in einer anderen Liga spielt, was uns anbetrifft. Wir waren überhaupt nicht in den Zweikämpfen drin. Wir haben uns wenig zugetraut nach vorne. Wir haben eine sehr, sehr lange und harte Trainingswoche vor uns. Wichtig ist, dass die Köpfe bis zum nächsten Spiel frei sind. Wenig hat ausgereicht, um uns ganz sicher zu schlagen.“

Auch Matthias Sammer, derzeit als externer Berater für Borussia Dortmund als TV-Experte tätig, übte scharfe Kritik am Auftritt der Niedersachsen. Er war entsetzt: "Leipzig war präsent, stark, schnell und beweglich. Sie waren in allen Belangen überlegen. Trotzdem musst du versuchen, mit Zweikämpfen dagegenzuhalten", meinte Sammer.

Drei Gegentore nach Standardsituationen

Kurz vor dem Pausenpfiff stellte Leipzigs Marcel Halstenberg per Elfmeter auf 1:0. Der Strafstoß könne passieren, so Sammer. Über das Zustandekommen der beiden Gegentore nach der Halbzeit zeigte sich der 51-jährige Ex-Profi allerdings fassungslos. Nach dem Seitenwechsel machte Willi Orban mit einem Doppelpack alles klar - der RB-Verteidiger traf jeweils nach einem Eckball.

"Ich lasse mir gefallen, dass Walace das einmal passiert, aber nicht zweimal. Der Abstand war so groß, das ist einfach Wahnsinn. Das kann ich nicht nachvollziehen. Ich kann Fehler nachvollziehen, aber das sind ja keine Fehler. Das ist unverantwortlich“, lederte er gegen die 96-Defensive. Im Zentrum der Kritik: Der Brasilianer Walace, der gegen den Doppelpacker Orban keine gute Figur abgab: "Das ist schon ein dickes Ding. Ich habe schon viel gesehen, aber so etwas habe ich schon lange nicht gesehen. Das ist schon eine Frechheit.“

Die Hannoveraner warten nun bereits seit neun Begegnungen auf einen Sieg und sind auf den Abstiegsplatz 17 abgerutscht. Der bisherige Trainer André Breitenreiter wurde am Ende der Hinrunde entlassen. Für Sammer ist die Situation bei den 96ern eine dramatische: "Vor dem Spiel habe ich gesagt, das hier ist ein Himmelfahrtskommando. Nach dem Spiel habe ich keinen Begriff dafür. Das nächst Schlimmere.“

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