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Deadline-Day
Hektische Betriebsamkeit in der Bundesliga

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is 18.00 Uhr können Bundesligisten am heutigen Donnerstag auf dem Transfermarkt shoppen gehen. In Italien ist bis 20.00 Uhr Zeit. Die Vereine aus England, Spanien und Frankreich dürfen noch bis Mitternacht einkaufen. Doch nicht jeder Transfer wirkt positiv.

Auf zum Last-Minute-Einkauf! Bevor am heute um 18.00 Uhr der Winter-Transfermarkt schließt, suchen viele Fußball-Bundesligisten noch nach Schnäppchen.

Winter-Verpflichtungen gelten in der Branche jedoch oft als Wagnis, zumal Zukäufe nicht selten Verzweiflungstaten aus der Not sind und der Markt als schwierig gilt. Aber auch im vergangenen Sommer war längst nicht jeder Transfer ein Volltreffer.

Eine Auswahl der Tops- und Flops der vorherigen Transferphase:

TOP:

Leon Goretzka (ablösefrei vom FC Schalke 04 zum FC Bayern): Der Nationalspieler hat anders als so mancher Vorgänger schnell bei den Münchnern Fuß gefasst und ist inzwischen Stammkraft. "Ein Problem mit meinem Selbstbewusstsein hatte ich noch nie", sagte Goretzka jüngst. Der 23-Jährige imponierte in der Rückrunde mit drei Bundesligatoren.

Axel Witsel (für 20 Mio. Euro von TJ Tianhai zu Borussia Dortmund): Die Bedenken, dass ein Spieler aus der chinesischen Liga nicht bundesligatauglich sein könnte, waren schnell verflogen. Vom ersten Spiel an erwies sich der WM-Dritte für den BVB als Volltreffer. Belgiens Nationaltrainer Roberto Martinez bezeichnete Witsel gar als "den besten Transfer der Welt" in der aktuellen Saison.

Alassane Pléa (für 23 Mio. Euro von OGC Nizza zu Borussia Mönchengladbach): Schnell, vielseitig, torgefährlich - für den Tabellendritten hat sich die lange Suche nach einem Stoßstürmer bezahlt gemacht. Mit bereits zehn Treffern übertraf der 25-Jährige die Erwartungen. Nach einem angeblichen Angebot des chinesische Clubs Dalian Yifang über 50 Millionen Euro erklärte Sportdirektor Max Eberl den Franzosen vor wenigen Tagen für vorerst unverkäuflich.

Dodi Lukebakio (ausgeliehen vom FC Watford an Fortuna Düsseldorf): Beim 3:3-Coup in München traf er dreimal, zum überraschenden 2:1 über den BVB steuerte er einen Treffer bei. Der 21-Jährige Angreifer hat mittlerweile seine Kritiker überzeugt. Mit sieben Toren trug der Belgier maßgeblich dazu bei, dass sich die Fortuna Luft im Abstiegskampf verschaffte.

Jean-Philippe Mateta (für 8 Mio. Euro von Olympique Lyon zum FSV Mainz 05): Er erzielte bisher sechs Tore und überzeugte als wuchtiger Stürmer. Der heute 21-Jährige hatte sich aus einem berüchtigten Pariser Vorort bis ins Profigeschäft durchgeboxt und ist auch Junioren-Nationalspieler im Lande des Weltmeisters. "Wenn er den Ball bekommt, geht die Post ab", sagte der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder über den teuersten Einkauf der Clubgeschichte.

FLOP:

Sebastian Rudy (für 16 Mio. Euro vom FC Bayern zum FC Schalke 04): Der ehemalige Bayern-Profi kam bei Schalke schwer in die Gänge und erfüllte in der Hinrunde die Erwartungen nicht. Nach einer gelungenen Vorbereitung zeigt die Formkurve des Sechsers nun nach oben. Ähnlich schwer tat sich der für 10 Millionen Euro aus Frankfurt verpflichtete Omar Mascarell, den zudem noch Verletzungsprobleme zurückwarfen.

Pablo Maffeo (für 9 Mio. Euro von Manchester City zum VfB Stuttgart): Der Abwehrspieler kam mit der Empfehlung von Pep Guardiola, enttäuschte jedoch auf ganzer Linie. Der 21-Jährige stehe "komplett quer im Stall", sagte VfB-Präsident Wolfgang Dietrich jüngst. Zuletzt stand der junge Spanier nicht mal mehr im Kader der Schwaben.

Vincenzo Grifo (für 5,5 Mio. Euro von Borussia Mönchengladbach zur TSG 1899 Hoffenheim): Der Mittelfeldspieler galt einst als Großtalent, konnte sich aber weder in Gladbach noch in Hoffenheim durchsetzen. Dafür feierte er sein Debüt als italienischer Nationalspieler. In der Winterpause kehrte er auf Leihbasis zurück zum SC Freiburg.

Bobby Wood (ausgeliehen vom Hamburger SV an Hannover 96): Der Amerikaner sollte Hannover mit seinen Treffern ins gesicherte Mittelfeld schießen und den nach Bremen abgewanderten Martin Harnik ersetzen. Doch nach 19 Spielen hat Wood erst drei Tore auf seinem Konto, zuletzt stand er nicht einmal im Kader. Unter dem neuen Trainer Thomas Doll will der Stürmer nun doch noch durchstarten beim Tabellenvorletzten.

Paulinho (für 18,5 Mio. Euro von Vasco da Gama zu Bayer Leverkusen): Der erst 18 Jahre alte Brasilianer gilt beim Werksclub eher als Investition in die Zukunft. Im ersten Halbjahr hatte er es schwer, sich gegen hochkarätige Stürmerkonkurrenz durchzusetzen. Sieben Bundesliga-Kurzeinsätze summieren sich auf 87 Spielminuten. Ein Tor für Bayer gelang Paulinho bisher nur in der Europa League. Beim neuen Trainer Peter Bosz gehörte das Talent zumindest zweimal zum Kader.

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