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Kommentar
Warum Hummels seinen eigenen Trainer schwächt

Foto: firo

Bayern-Verteidiger Mats Hummels hat nach der Niederlage beim BVB von seiner Erkältung gesprochen. Damit schwächt er vor allem seinen Trainer. 

Mats Hummels ist schon immer ein Fußball-Profi der klaren Worte. Auch als er noch das Trikot von Borussia Dortmund überzog, eckte er an, hatte kein Problem damit, seine Meinung deutlich zu formulieren.

Das muss man wissen, um seine Aussagen nach der 2:3-Niederlage des FC Bayern München bei Borussia Dortmund richtig einzuordnen. Nach dem Topspiel erklärte Hummels, er sei krank gewesen, habe sich nicht fit gefühlt. „Es war okay, aber ich habe im Kopf für alles etwas länger gebraucht als sonst. Ich lebe sonst davon, dass ich schnell denke, das war heute nicht der Fall“, erzählte der Abwehrspieler bei Sky. Offen. Ehrlich. Aber auch schlau?

Die TV-Experten Oliver Kahn und Lothar Matthäus kritisierten den Weltmeister von 2014 jedenfalls. „Das interessiert niemanden“, sagte Kahn.

Nun sollte man Hummels eigentlich nicht vorwerfen, wenn er einen offenen Einblick in sein Seelenleben gewährt. Im Fußball-Geschäft geschieht dies nur noch selten, auch weil das Echo – wie nun auch – in der Regeln entsprechend laut ausfällt.

Bayern-Trainer Kovac muss sich nun rechtfertigen

Allerdings – und dafür kann man den Verteidiger eben doch kritisieren – fällt seine Aussage auf Trainer Niko Kovac zurück. Der steht sowieso in der Kritik, nun muss er auch noch die Frage beantworten, warum er Hummels denn trotz einer Erkältung auf das Spielfeld schickte. „Unsere Ärzte haben ihm ein Medikament verabreicht, und es hieß, es ist alles okay. Deswegen haben wir ihn wieder aufgestellt", erklärte Kovac, was soweit nachvollziehbar ist. Doch natürlich lässt sich dem Bayern-Trainer so ein fehlendes Gespür für seinen Profi, für seine Mannschaft vorhalten. Die Position des 47-Jährigen stärken Hummels‘ offene Worte in jedem Fall nicht.

Das hätte auch der 29-jährige Verteidiger wissen können, vielleicht sogar wissen müssen. Hummels hat schon so viele Dinge in seiner Karriere erlebt. Er kennt die Medien, interessiert sich auch für deren Abläufe. Hätte er am Samstagabend nicht über seine Erkältung gesprochen, die ihn geschwächt hat, hätte er nicht noch zusätzlich Niko Kovac geschwächt.

Autor: Marian Laske

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