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Gladbach kassiert Packung in München

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1. Liga: Gladbach kassiert Packung in München
Foto: firo

Borussia Mönchengladbachs Cheftrainer Dieter Hecking hatte vor dem 100. Bundesliga-Klassiker bei Bayern München ein kleines Versprechen abgegeben.

“Jung, dynamisch und frech” sollten die Fohlen beim Deutschen Meister in der Arena zu Fröttmaning auftreten. Gute 25 Spielminute glückte das Vorhaben. Dann allerdings nahm das Treffen den befürchteten Verlauf. Beim 1:5 (1:2) war der schöne Gladbacher Treffer von Josip Drmic zur zwischenzeitlichen Führung am Ende nichts mehr wert.

Bayern-Trainer Jupp Heynckes hatte dabei eine gute Vorlage für eine Gladbacher Punktchance geliefert. Er stellte seine Rothemden im Vergleich mit dem Sevilla-Heimspiel vom Dienstag auf sieben Positionen um: Boateng, Rafinha, Juan Martinez, James Rodriguez, Robben, Ribéry und Lewandowski blieben allesamt draußen. Dafür liefen Süle, Comebacker Alaba, Rudy, Thiago, Tolisso, Bernat und ganz vorn Wagner auf. Bei den Borussen fing Josip Drmic für den gelb-gesperrten Kapitän Lars Stindl an.

Der Einsatz des Schweizer Natiolnalspielers zahlte sich schon in der neunten Minute aus. Drmic nahm eine Vorarbeit von Herrmann-Ersatz Jonas Hofmann im Bayern-Strafraum auf, vernaschte mit einer schnellen Körperdrehung Nationalspieler Niklas Süle, um die Kugel dann mit links halbhoch in der linken Bayern-Torecke unterzubringen. Die rund 8000 Gladbacher Fans waren aus dem Häuschen.

Eine gute halbe Stunde hielt die Fohlenelf im üblichen 4-4-2 die Partie gegen unaufmerksame und nicht gerade fokussierte Bayern geschickt vom eigenen Tor fern. Dann baute der Meister vor allem über die Außenpositionen Druck auf. Zu viel Druck für die Gäste, die nun am und im Strafraum reihenweise Fehler produzierten. Ein missglückter Befreiungsschlag von Jonas Hofmann nutzten die Bayern zum Ausgleich: Eine Direkt-Kombination über Sebastian Rudy und Thomas Müller lochte Sandro Wagner freistehend ins leere Gladbacher Tor ein (37. Min.).

Noch ärgerlicher aus Gäste-Sicht war das 1:2, wieder durch Wagner. Der stieg nach einer unorthodoxen Flanke von Thomas Müller hoch, der Kopfballaufsetzer schien haltbar. Doch Borussia-Torsteher Yann Sommer tauchte in der linken Ecke über die Kugel hinweg und ließ den Ball unter seinem neongelben Dress durchrutschen. Ein bitterer Fehler vier Minuten vor der Pause.

Der Treffer entzog den Borussen für Halbzeit zwei jeglichen Mut. Bei den Bayern durfte jetzt James Rodriguez für Thomas Müller ran. Der Kolumbianer sorgte sogleich für Alarmstufe im Gladbacher Strafraum. Seinem Pfostentreffer in der 54. Minute ging das 3:1 von Thiago voraus - die Spielentscheidung nach nur sechs Minuten im zweiten Durchgang. Die wenigen Konterchancen auf den Arbeitsplatz von Bayern-Torhüter Sven Ulreich machten sich die Gladbacher durch überhastete Vorträge (Hazard) oder plumpe Ballverluste (Raffael, Drmic, später der eingewechselte Cuisance) umgehend zunichte.

Auf das 4:1, einem schönen Drehschuss von David Alaba in die rechte Gladbacher Torecke (67. Min.), brachte Trainer Heynckes seinen Torjäger. Robert Lewandowski, mit 26 Treffern einsamer Führender der Schützenliste in der Bundesliga, wusste sein Konto in der Schlussphase aufzupolieren - mit dem Treffer zum 5:1.

Einzige schöne Gladbacher Notiz zur zweiten Halbzeit: Tobias Strobl durfte in den letzten neun Spielminuten mitmachen. Der ehemalige Hoffenheimer hatte sich in der Sommer-Vorbereitung beim Testspiel bei Leicester City (1:2) einen Kreuzbandriss im Knie zugezogen und war seit August 2017 ausgefallen. In München wurde er in der 81. Minute für Denis Zakaria eingewechselt.

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