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Schalke-Frust
Serie gerissen und Nastasic im Derby gesperrt

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Schalke-Frust: Serie gerissen und Nastasic im Derby gesperrt
Foto: firo

Die Siegesserie von Fußball-Bundesligist Schalke 04 ist gerissen.

Die Siegesserie von Fußball-Bundesligist Schalke 04 ist gerissen. Beim beseelt aufspielenden Tabellenletzten Hamburger SV, der zuvor 15 Spiele nicht gewinnen konnte, kam der Malocherklub mit 2:3 (1:1) unter die Räder und ließ nahezu alles vermissen, was eine Spitzenmannschaft auszeichnet. Zuvor hatten die Königsblauen sechs Siege in Folge hingelegt. Bitter: Verteidiger Matija Nastasic kassierte seine fünfte gelbe Karte und ist im Derby gegen Borussia Dortmund am kommenden Sonntag gesperrt.

Die Hamburger machten sofort Druck. Mit einem Seitfallzieher sorgte Aaron Hunt schon nach 180 Sekunden für Gefahr. Stattdessen klingelte es kurz darauf auf der Gegenseite. Freistoß Daniel Caligiuri, klares Handspiel von Naldo – der Ball landete hinter HSV-Schlussmann Julian Pollersbeck im Tor. Schiedsrichter Christian Dingert gab den Treffer. Der ehemalige HSV-Mittelfeldspieler Piotr Trochowski (34): „Wofür hat man eigentlich den Videobeweis? So ein Tor darf nicht zählen.“

Hamburg ließ sich trotz des Schocks nicht aus der Bahn werfen, sondern agierte weiter mutig und wurde belohnt. Nach einem weiten Einwurf von Douglas Santos verließ sich S04-Torwart Ralf Fährmann auf Naldo, der allerdings nicht an den Ball kam. Daniel Caligiuri stand zu weit weg, so dass Filip Kostic aus drei Metern zum 1:1 einköpfen konnte (17.).

Die Königsblauen, als klarer Favorit angereist, wurden ihrer Rolle zu keinem Zeitpunkt der ersten Halbzeit gerecht und hatten Glück, dass Lewis Holtby in der 29. Minute nur haarscharf vorbeizielte. Zur Pause sprachen die Zahlen eine deutliche Sprache: 9:1 Torschüsse für die Hanseaten, fast 70 Prozent Ballbesitz, 7:1 Ecken.

Trainer Domenico Tedesco reagierte zur Pause und nahm Max Meyer sowie Breel Embolo vom Feld. Dafür kamen Franco Di Santo sowie Weston McKennie. Zunächst blieb der erhoffte Effekt aus. Der HSV agierte weiter im Vorwärtsgang und kam durch Lewis Holtby, der den Ball nach Vorarbeit des quirligen Ito mit der Brust ins Tor drückte, zum 2:1-Führungstreffer (52.).

Schalke benötigte einige Minuten zum Sammeln und hatte Glück, dass Luca Waldschmidt das 3:1 mit einem wuchtigen Schuss vergab (60.). Das rächte sich. Schalke kam kurz darauf zurück ins Spiel. Weston McKennie schickte Leon Goretzka, der mit seinem Versuch zunächst an Pollersbeck scheiterte. Den Abpraller schoss Guido Burgstaller zum 2:2 in die Maschen (63.).

Schalke schaffte es aber anschließend nicht, die Partie komplett unter Kontrolle zu bekommen. Der HSV probierte alles und belohnte sich vier Minuten vor Schluss durch Aaron Hunt, der den Ball aus 25 Metern zum 3:2 in den Winkel jagte. Amine Harit ließ den HSV-Routinier in aller Ruhe abziehen – ein Symbolbild für das erschreckende Schalker Defensivverhalten am diesem gebrauchten Abend an der Elbe. Auch das letzte Aufbäumen brachte nichts: Naldos Kopfball wurde von Pollersbeck in der 90. Minute mit einem starken Reflex abgewehrt.

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