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Borussia Dortmund
Die Lage wird immer brenzliger

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BVB: Die Lage wird immer brenzliger

Für Borussia Dortmund wird die Lage in der Fußball-Bundesliga immer brenzliger.

Bei Hertha BSC Berlin unterlag der BVB am Samstag mit 0:1 (0:1) und rutschte damit am 15. Spieltag wieder auf den 16. Tabellenplatz ab. 14 Punkte aus 15 Partien: Dortmund steht mitten im Abstiegskampf.

Der 15. der Fußball-Bundesliga empfängt den 14. - das nennt man ein Kellerduell. Und so stimmte Jürgen Klopp sein BVB-Starensemble, das als Gruppenerster ins Achtelfinale der Champions League eingezogen war, auf die immer noch ungewohnte Situation im Alltagsgeschäft der Liga ein: “Gegen Hertha wird es richtig zur Sache gehen.” Wie hart der Konkurrenzkampf inzwischen in Dortmund geworden ist, musste Kevin Großkreutz erfahren. Im Sommer gehörte er noch zum Aufgebot des Weltmeisters, ein halbes Jahr später flog er aus dem BVB-Aufgebot gegen Hertha. Immerhin auf die Bank schafften es noch Shinji Kagawa und erstmals seit langer Zeit in der Bundesliga, Jakub Blaszczykowski. Ciro Immobile erhielt im Sturm den Vorzug gegenüber dem Ex-Herthaner Adrian Ramos. Mats Hummels kehrte nach seiner Verletzung wieder in die Anfangself zurück.


Aber auch die Berliner appellierten an die rustikaleren Tugenden des Spiels mit dem Ball. "Wir wollen von uns das Maximale abrufen. Wir wollen kämpfen und mit Leidenschaft diese Spiel gewinnen", sagte Jos Luhukay. Der Hertha-Coach war nach dem 2:3 gegen Borussia Mönchengladbach so verstimmt, weil sich sein Team wie Anfänger auskontern ließ, dass er seine Spieler in dieser Woche im Training zur Strafe Liegestütze machen ließ. "Es geht um Konzentration. Wenn wir im Training nicht aufmerksam sind, kann das gegen Dortmund für uns brutal werden", sagte Luhukay.

Vorhersehbar wie ein Vorabend-Krimi

Aber in der ersten Hälfte musste Luhukay kein einziges Mal Angst um seine Hertha haben. Die Dortmunder spielten wie ein Tabellen-Vierzehnter. Sie hatten zwar die größeren Spielanteile, doch es fehlte ihnen an Ideen im Mittelfeld. Ihre Aktionen waren so vorhersehbar wie ein Vorabend-Krimi. Und die Berliner machten es nicht viel besser. Gefährlich wurden sie in den ersten 30 Minuten nur einmal, als Ronny aus 20 Metern einen Freistoß knapp am Gehäuse vorbeischoss. Mitch Langerak, der erneut für Weidenfeller zwischen den Pfosten stand, musste nicht eingreifen.


Der zuletzt so unglückliche BVB-Mittelfeldspieler Hendrikh Mkhitaryan zog in der 33. Minute aus 20 Metern ab, aber nach seinem verunglückten Versuch fasste sich der Armenier an den Oberschenkel und musste vom Feld. Für ihn kam Jakub Blaszczykowski aufs Feld. Nur fünf Minuten später leitete Kuba den Führungstreffer für Berlin ein. Per Ciljan Skjelbred nutzte Kubas Ballverlust und passte zu Julian Schieber. Erst verpasste Mats Hummels den Ball, dann spielte Schieber seinen früheren BVB-Kollegen Sebastian Kehl aus und netzte unhaltbar für Langerak zum 1:0 für Berlin ein. Ausgerechnet Schieber, der beim BVB in zwei Jahren meist auf der Reservebank saß und nur sechs Treffer erzielte. Bei Hertha läuft es für Schieber deutlich besser.


Es war bereits sein fünftes Tor in neun Einsätzen. Kein Wunder, dass ihn sein Trainer Luhukay vor der Partie lobte: “Julian ist derzeit aus der Mannschaft nicht wegzudenken. Er gewinnt viele Luftduelle, verteilt die Bälle und hat zuletzt gegen Mönchengladbach ein fantastisches Tor erzielt."

Und dann fehlte das Glück

Kurz vor der Pause hätten die Berliner sogar auf 2:0 erhöhen können, doch diesmal rettete Langerak gegen Roy Berens. Nach dem Wechsel schickte BVB-Trainer Jürgen Klopp für Sebastian Kehl den früheren Berliner Adrian Ramos auf den Rasen. In der vergangenen Saison war der Kolumbianer mit 16 Toren einer der Garanten für den Klassenerhalt der Berliner. In 156 Bundesliga-Spielen erzielte er immerhin 58 Treffer stehen für Berlin. “In Dortmund gilt es für mich, dann auf den Punkt topfit zu sein, wenn der Trainer einen ruft", sagte Ramos vor dem Spiel. Aber Ramos spielte an seiner alten Wirkungsstätte wie ein Dortmunder. Harmlos, ohne Zug zum Tor. Ab der 65. Minute ging dann endlich ein Ruck durch die Dortmunder Mannschaft. Es fehlte jedoch das Glück. Erst scheiterte Ciro Immobile am Berliner Torhüter Thomas Kraft, dann war der Keeper zwei Minuten später eher am Ball als Kuba und schließlich wehrte Kraft in der 73. Minute nach einem Eckstoß den Kopfball von Mats Hummels ab.

Drei Minuten vor dem Abpfiff hätte es dann fast doch noch das 1:1 gegeben. Aber an diesem Tag sollte es nicht klappen: Immobile köpfte am Kasten vorbei.

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