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Klopp spricht Klartext
"Sich Sorgen um uns zu machen wäre blöd"

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BVB: Jürgen Klopp bezieht Stellung

Der BVB zwischen Bundesliga-Frust und Champions-League-Lust. Jürgen Klopp bezieht zu den wichtisgten und drängendsten Problemen rund um seinen BVB Stellung.

Jürgen Klopp über …

Die Niederlage gegen Hertha: Die Gründe für die Niederlage sind einigermaßen klar: Wir sind mehr gelaufen, hatten mehr Ballbesitz und eine höhere Passgenauigkeit, aber wir haben weniger Zweikämpfe gewonnen. Dass wir nur44 Prozent der Zweikämpfe gewonnen haben das ist nicht zu akzeptieren. Das wissen die Jungs aber auch.

Das Dortmunder Problem gegen tiefstehende Gegner: Die schwierigste Aufgabe im Fußnall ist es, gegen tiefstehende Mannschaften zu spielen. Es ist nicht das Problem, dass wir zur Zeit nicht so spektakulär spielen können, außer für den neutralen Beobachter vielleicht. Gegen Hertha war das so ein Spiel, da darfst Du kein Tor kassieren und machst dann selber eins in der 86. Minute eins – und fertig. Das gilt auch für uns.


Wenn man gegen so eine tief stehende massierte Formation anläuft, dann muss man einfach verlagern, verlagern, verlagern, bis der richtige Raum da ist und nicht den Pass spielen, weil man keinen Bock hat zu verlagern. Fast jeden Konter gegen Berlin ist nicht nur eine Balleroberung der Hertha entstanden, sondern dadurch, dass wir den Herthanern den Ball in die Füße gespielt haben.

Die Probleme des BVB: Alles was uns im Moment vermeintlich fehlt, fehlt vor allem im Vergleich mit den ganz, ganz tollen Spielen in der letzten Saison. Und das waren nicht 34 sondern deutlich weniger. Unser Spiel hat ja weiter sich entwickelt. Vor zwei, drei Jahren hat die Entwicklung mit dem Spiel gegen den Ball begonnen, jetzt haben wir ständig die Kugel. Das ist der nächste Entwicklungsschritt.

Die Proleme auf der „Sechs“ und das Fehlen von Nuri Sahin: Nuri Sahin würde jeder Mannschaft guttun. Ich war gegen Hertha aber auch mit Ilkay Gündogan nicht unzufrieden. Ich wollte einfach mit Toni da Silva einen Spieler bringen, der für den Pass in die Schnittstelle der Abwehr noch etwas begabter ist. Und Manni Bender ist ein Balleroberer. Er hat seine Stärken im Spiel gegen die Kugel. Aber wenn wir viel Ballbesitz haben ist es klar, dass er nicht so in die Zweikämpfe kommen kann.

[box_sonderheft_bvb] Eine Minikrise? Die Jungs können das alle besser spielen als gegen Hertha. Diesmal ist es ihnen nicht gelungen, das muss man konstatieren. Das bedeutet aber nicht, dass das Ende unserer Entwicklung damit feststeht, sondern das war einfach nur ein Ausschlag nach unten, den man auch mal erleben muss und durch den man wieder merkt, wie geil es ist, ein Spiel zu gewinnen und zu laufen, weil man gewinnen kann und nicht weil man Angst hat zu verlieren. Das ist ein Riesenunterschied.

Die Lage in der Bundesliga: Es geht jetzt darum, und auf jedes Spiel maximal zu konzentrieren. Jeder kann unsere Situation jetzt so beurteilen wie er möchte, wir werden den Beweis antreten müssen und zeigen in welche Richtung es jetzt geht. Ich mache mir aber keine nachhaltigen Sorgen. Fakt ist: Wir haben zwei Auswärtsspiele in der Bundesliga vor der Brust gegen Hannover und Mainz, wo man auch nicht einfach so hinfährt und die Punkte einsackt.

Wir haben jetzt richtig Arbeit vor uns. Aber sich generell jetzt Sorgen zu machen um uns, das wäre doch blöd. Das muss niemand. Wir sind generell in der Lage mit unsrer Situation umzugehen. Sie ist wie sie ist, sie ist nicht einfach. Aber: Wir sind ja keine 20 Punkte von der Spitzengruppe entfernt, sondern nur ein paar. Der Start ist mit dieser Niederlage gegen Hertha sicher nicht als perfekt zu bezeichnen, aber auch weit davon entfernt, uns nachhaltig zu beunruhigen.

Das Fehlen von Mario Götze: Natürlich können wir Mario Götze nicht einfach so ersetzen. Die Bundesliga-Mannschaft soll mir mal einer zeigen, die einfach so einen Mario Götze ersetzen könnte. Wir sind in der Breite aber trotzdem gut aufgestellt. Natürlich ist es nicht einfach für die, die dann reinkommen, aber dennoch muss man Leistung einfordern und das tue ich auch. Es ist nicht toll, dass Mario nicht spielen kann, aber es ist nicht zu ändern. Wenn jemand immer anfängt, so wie Mario, dann gibt es dafür natürlich Gründe. Es ist schon besser wenn er spielen kann. Aber besser zwei Spiele Sperre, als eine schwere Verletzung.

Das Champions-League-Spiel gegen Arsenal: Die Begegnung gegen Arsenal wird ein ganz anderes Spiel. Die Stimmung bei uns ist wie sie ist. Wir haben gegen Hertha verloren und können das jetzt nicht ignorieren. Aber wenn sich dadurch jetzt einer die Vorfreude trüben lässt, dann ist der echt bescheuert. Wir haben ein Jahr dafür gearbeitet, um in dem Wettbewerb dabei zu sein und dementsprechend werden wir ganz bewusst an dieses Spiel herangehen. Das Spiel wird super schwer, aber das ist auch wurscht. Wir freuen uns riesig darauf.

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