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BVB: Dickel im Interview
"Als ich das Tor durchgab, da war ich am flennen"

Dortmund: Dickel will die Besten in Dortmund empfangen

Seit mehr als 15 Jahren ist Norbert Dickel Stadionsprecher in Dortmund. Warum seine Tätigkeit für ihn immer noch keine Routine ist verrät er im Interview mit RS.

Herr Dickel, ab welchem Spieltag haben sie angefangen zu glauben, dass die Mannschaft die deutsche Meisterschaft holen kann?

Das Spiel in Leverkusen war für mich der Hammer. Als wir da mit 3:1 gewonnen haben, habe ich mir gesagt: Wer Leverkusen in so einer Art und Weise vom Platz fegt, der kann auch Deutscher Meister werden. Nach der herausragenden Leistung in Bayern war ich dann endgültig überzeugt, dass das in dieser Saison klappen kann.

Im Heimspiel gegen Nürnberg war es soweit – die Meisterschaft war perfekt. Haben Sie sich auf das Spiel speziell vorbereitet?

Ganz ehrlich, als ich das Tor für den FC durchgegeben habe, da habe ich vor Freude geweint. Das war mein emotionales Highlight der Saison. In solchen Situationen gibt es keine Vorbereitung, man muss die Emotionen rauslassen. Das habe ich gemacht. In dem Moment, als ich das Tor angesagt habe, war ich mir sicher, dass wir an diesem Tag Meister werden.

"..., dann höre ich auf."

Haben Sie sich durch die lange Zeit als Stadionsprecher eine gewisse Routine für solche Situationen angeeignet?

Wenn ich diesen Job irgendwann einmal mit Routine angehen sollte, dann höre ich auf. Ich bin vor jedem Spiel immer noch total nervös und habe eine Gänsehaut, wenn ich vor diese Kulisse treten darf. Wenn die Fans mich irgendwann nicht mehr akzeptieren sollten oder ich nicht mehr das Kribbeln vor jedem Heimspiel spüre, dann wäre meine Zeit als Stadionsprecher vorbei.

Kribbeln bei den Fans verursachte auch der Verabschiedungsmarathon von Dedé. Der emotionalste Abgang, den Sie in Dortmund erlebt haben?

Ich glaube, es hat noch nie einen Spieler gegeben, der eine vierwöchige Abschiedstour erleben durfte. Das zeigt aber die Besonderheit der Dortmunder Fans. Verdienten Spielern wird hier immer großer Respekt gezollt. Das war ein gebührender Abschied.

Wen Dickel gerne in der Championsleague begrüßen würde und was er ohne den Fußball gemacht hätte lesen sie auf Seite 2

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