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Tränenreicher Abschied
„Werde immer Fan von Dortmund bleiben “

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BVB: Dede und Sahin nehmen Abschied

Zwei BVB-Spieler nutzten den Triumphzug durch die Stadt, um gleichzeitig auch Abschied von den Fans zu nehmen. Vor allem bei Dede sind jede Menge Tränen geflossen.

Es lief die 81. Minute, als Borussia Dortmund der zweite Elfmeter gegen Eintracht Frankfurt zugesprochen wurde. Für die Borussen auf dem Platz war es offensichtlich eine Selbstverständlichkeit, dass Dede, der in der 71. Minute für Kevin Großkreutz eingewechselt worden war, vom Punkt aus antreten sollte. Wie sehr die Beine von Dede gezittert haben werden, als er frontal vor der Südtribüne stand, kann sich jeder vorstellen. Den Ball lenkte sodann Ralf Fährmann über die Latte. „Dede darf alles“, sollte Nuri Sahin später sagen.


Vor dem Anstoß der letzten Bundesliga-Partie stand Sahin noch Arm in Arm gemeinsam mit Dede vor der „Gelben Wand“. Es war der Moment, als die beiden von Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke einen Blumenstrauß überreicht bekamen. „Ihr werdet immer Dortmunder sein“, rief Stadionsprecher Norbert Dickel durch sein Mikrofon. Und daran lassen sowohl Dede als auch Sahin keine Zweifel. „Ich bedanke mich bei allen Fans, die mich auf dem Weg begleitet haben. Ich werde immer Fan von Borussia Dortmund bleiben, das kann ich euch versprechen und ich werde euch alle vermissen“, lautete die Botschaft von Sahin, der seit seinem 13. Lebensjahr – ausgenommen von einer kurzen Unterbrechung – das Trikot des BVB trug.


„Lieber einer von vielen bei den Königlichen, als der König bei Borussia?“ stand auf einem Banner geschrieben. Für den gebürtigen Lüdenscheider, dem am Montag im Rahmen des Eintrags in das Goldene Buch der Stadt Dortmund die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen wird, gab es dennoch viel Applaus, wenn auch nicht in der Lautstärke, die dem Publikumsliebling Dede zugesprochen wurde. Der 33-Jährige hatte für diesen Tag T-Shirts anfertigen lassen. „Danke für 13 schöne Jahre“ stand darauf. Und so machte Dede seine erste Ehrenrunde – der Hit „Echte Liebe“ ertönte dabei durch die Boxen – schon vor dem Anpfiff. Die Kraft für seinen letzten Pflichtspiel-Auftritt für den BVB hatte der Linksverteidiger aber freilich noch.

Um 17.36 Uhr war es dann auch Dede, der als Erster das Podium zur Übergabe der Meisterschale betrat und die Medaille überreicht bekam. Ihm folgte Nuri Sahin. Und als die Ordner doch noch dem Druck der Fans nachgeben mussten und den Rasen freigaben, war es Dede, dem das nicht im Geringsten störte und sich ins Tumult stürmte. Beim Triumphzug am Sonntag gab Dede derweil seinen Platz auf der Frontseite des Meistertrucks nicht her. Und wie sagte es Mats Hummels so passend: „Der Abschied von Dede hat zwei Seiten. Auf der einen Seite ist es traurig, weil er geht, aber es ist gleichzeitig auch der perfekte Abschied. Wenn man es sich hätte ausmalen können, dann auf diese Art und Weise.“ Das dürfte gleichermaßen für Sahin gelten, der betonte: „Man lässt nicht einfach zehn Jahre so liegen und man sieht sich immer zweimal.“ Die Fans jedenfalls freuen sich schon auf das Wiedersehen, das „spätestens im Champions-League-Finale“ stattfindet.

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