Laut Hamburger Abendblatt

Zweifel an Jattas Identität werden geringer

09. August 2019, 16:59 Uhr

Foto: firo

 Im Wirrwarr um Bakery Jatta vom Zweitligisten Hamburger SV deutet sich eine Wendung zugunsten des Fußball-Profis an.

Nach Informationen des „Hamburger Abendblatts“ sollen die Angaben in Jattas Reisepass korrekt sein. Der Gambier sei zunächst ohne gültigen Pass nach Deutschland gekommen. Das sagte eine Sprecherin der Bremer Innenbehörde der Zeitung. Danach soll er einen Pass in seiner Heimat beantragt haben, der auf dem Postweg nach Deutschland geschickt wurde. Wie das „Abendblatt“ weiter erfuhr, soll die Echtheit des Passes vom Bremer Migrationsamt überprüft worden sein. Eine Fälschung wurde für unwahrscheinlich gehalten.

Wie die „Bild“-Zeitung erfuhr, ist Jatta seit fünf Jahren im Transfer-Registrierungs-System (TMS) der FIFA gelistet. Vor seiner Flucht aus Gambia soll er für den Erstligisten Brikama United in seiner Heimat gespielt haben. Dort wurde er vom 1. Februar 2014 bis 30. Juni 2016 offiziell als Bakery Jatta geführt.

Die Deutsche Fußball Liga erklärte auf Nachfrage, dass die Identität Jattas durch den Gambischen Fußball-Verband bestätigt worden ist. Daraufhin sei ihm die Freigabe erteilt und der Spielerpass ausgestellt worden.

Jattas Angaben vor Medienvertretern, dass er nie zuvor in einem Verein Fußball gespielt habe, entspräche in diesem Fall zwar nicht der Wahrheit, DFL und HSV waren laut „Bild“ jedoch über die Vergangenheit des Profis informiert.

Die FIFA-Registrierung spricht ebenfalls gegen die Version, dass er 2015 unter falscher Identität nach Deutschland gekommen sein könnte. Der Name Bakary Daffeh, der mit ihm in Verbindung gebracht wird, taucht in dem FIFA-System bis November 2013 auf. Auch Daffeh spielte bei Brikama United. Danach wird er nicht mehr geführt. (dpa)

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09.08.2019 - 23:30 - Frankiboy51

#Tief_im_Westen
BILD, sprach zuerst mit dem ... und Fakten, Fakten. Fakten Focus werden, logischerweise, bei dem Be/Geschädigten um eine Entschuldigung nachsuchen, und ich denke, wir lieben deutschen, auch zugereisten Gutbürger sind so, werden, nach einem gewißen Schmerzensgeldbetrag aus dem schmalen Budget der Kaffekaße, diese auch gewähren.

09.08.2019 - 23:20 - Frankiboy51

Jaja, Fake News auf allen Kanälen.
CNN, Washington Post NY Times und jetzt eine Sportzeitung die sich sinnigerweise SportBILD nennt und eine, die alles daraus abschreibt.

Beitrag wurde gemeldet

09.08.2019 - 22:43 - Tief_im_Westen

Bringer, du warst offensichtlich auch im Schlafmodus :)
Juristisch habe ich natürlich nichts zu befürchten, aber woher sollst du das auch wissen.
Da es alle Medien berichten und Verbände, Verein und Behörden bestätigen, gibt es keinen Grund zu zweifeln.

Schönes Restleben noch :)

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09.08.2019 - 20:13 - boh

Bringer ist etwas krank

09.08.2019 - 19:28 - bringer

@Tief_im_Westen

Hast wohl im Deutschunterricht ständig gepennt oder warum bist du nicht in der Lage die verschiedenen Modi zu kennen und zu verstehen? Solltest du schnell nach holen, falls der Springer-Konzern oder Burda Medien sich entschließen dir mal juristisch durch zu deklinieren wie strafbewehrt Unterstellungen sein können.

Und warum hat das Hamburger Abendblatt (Funke Mediengruppe) jetzt eine größere Glaubwürdigkeit? Sollte das aber stimmen, so ist klar erwiesen, dass B. Jatta ein veritabler Lügner ist
Zitate von B. Jatta in einem Interview mit der WELT:

-Ich habe in Afrika in keinem Verein gespielt, das gab es dort nicht[...] wr haben auf der Straße Fußball gespielt und uns selbst die Dinge beigebracht. Deshalb ist es für mich ein großes Glück, dass ich nun so professionell trainieren und lernen darf...Ich bin ohne Eltern aufgewachsen, es waren für mich sehr schlechte Verhältnisse in Afrika. Ich wusste, dass ich diesen schwierigen und gefährlichen Weg der Flucht auf mich nehmen musste, wenn ich die Chance auf eine Zukunft haben wollte.-

Schon klar, Profifußballer in Gambia nagen am Hungertuch, sind ständigen Bedrohungen ausgesetzt und müssen einfach Märchen erzählen um ihr Überleben zu sichern.

Der Profispieler Jatta hat sich (lt. Hamburger Abendblatt) mit einer ausgedachten Biographie und auf das Mitleid der Menschen zielenden Lügen ins Land geflüchtet. Wie er genau heißt ist doch das kleinste Problem. Ob Jatta nun das Opfer eines geld gierigen Beraters wurde oder nicht, Lügner haben wir hier schon genug; nicht wahr?

Beitrag wurde gemeldet

09.08.2019 - 17:34 - Tief_im_Westen

Nachdem die Bild und natürlich auch der Focus es schon als Tatsache verkauft haben, dass es nicht seine wahre Identität ist, wäre es nach dieser Jagd auf Sensation an der Zeit, dass sie sich öffentlich entschuldigen. Dies wird natürlich nicht passieren...

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