In Berlin traten die Amateur-Schiedsrichter schon in einen Streik. In Köln am letzten Wochenende auch. In Gelsenkirchen traten die Schiedsrichter ihren Dienst an. Zwei Polizeieinsätze wurden am Wochenende notiert.

Amateure

Zwei Polizeieinsätze bei Kreisliga-Spielen in Gelsenkirchen

18. November 2019, 15:01 Uhr

Foto: Lars Heidrich

In Berlin traten die Amateur-Schiedsrichter schon in einen Streik. In Köln am letzten Wochenende auch. In Gelsenkirchen traten die Schiedsrichter ihren Dienst an. Zwei Polizeieinsätze wurden am Wochenende notiert.

Es gibt kein Wochenende ohne Ausschreitungen auf den Amateurplätzen. Auch erste Streiks helfen bisher nicht. Woche für Woche gehen Amateurspielern die Gäule durch. Mal richtet sich der Zorn gegen die Gegner, mal gegen die Schiedsrichter. 

Am Sonntag hatten zahlreiche Schiedsrichter den Kölner Amateurfußball bestreikt. Sie wollten damit ein „deutliches Zeichen gegen die Gewalt und die zunehmende Verrohung“ setzen, denen sie sich immer häufiger ausgesetzt sehen.

Bis Gelsenkirchen ist das offenbar nicht vorgedrungen. Denn hier musste die Polizei am Sonntag erneut zwei Mal ausrücken. Tatort: Jeweils die Kreisliga. In der Kreisliga B ging es bei der Partie Sportfreunde Haverkamp gegen die Sportfreunde Bulmke II (1:4) rund. In der Kreisliga C musste die Polizei bei der Begegnung Teutonia Schalke III gegen DJK SW Gelsenkirchen-Süd (4:3) rausrücken. 

In einer Pressemitteilung der Polizei heißt es: "Auf dem Sportplatz an der Reckfeldstraße in Gelsenkirchen-Bismarck kam es kurz vor Abpfiff der Begegnung Sportfreunde Haverkamp gegen Sportfreunde Bulmke II in der Kreisliga B zunächst zu verbalen, in Folge dessen auch zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen zwei Spielern. Es entwickelte sich ein Tumult, der bei Eintreffen der Polizei schon beendet war. Die Beamten nahmen zwei Anzeigen auf. Das Spiel wurde anschließend fortgesetzt.

Bei der Partie Teutonia Schalke III gegen DJK SW Gelsenkirchen-Süd in der Kreisliga C war eine Rote Karte kurz vor Spielende der Auslöser für eine aufgeheizte Stimmung. Neben Beleidigungen gegen den Schiedsrichter kam es auch zu verbalen und tätlichen Auseinandersetzungen zwischen mehreren Spielern im Spielertunnel der Glückauf-Kampfbahn. Als die alarmierten Polizeibeamten eintrafen, hatte sich die Lage bereits entspannt. Sie nahmen eine Anzeige auf."


Zum Glück gab es an beiden Spielorten keine verletzten Personen zu beklagen. 

Kommentieren

19.11.2019 - 02:49 - Lackschuh

Außenverteidiger
Sehr umfangreiches Thema wäre es - der Ansatz mit den 0-15 Minuten Nettounterrichtszeit pro 45 Minuten ist sehr gut und stimmig!

18.11.2019 - 16:32 - Außenverteidiger

Spare mir die Recherchen auch. Alleine schon deshalb, weil anschließend Täterverteidiger ihre Meinung gegen den Opferschützer schreiben.

@Lakschuh: Stimme dir bis auf einen Punkt zu. Die Bildung war noch nie vorhanden. Die Erziehung ist eine komplett andere. Sie ist die letzten Jahre zusammen gebrochen bzw. abgeschafft worden. Die 68er haben von der Erziehung bis in die 60er Jahre profitiert. (konservativ) Junge Menschen, die im alten System erzogen wurden, konnten mit alternativen Methoden experimentieren. Jedoch fehlt bis heute eine wirksame Alternative. Sie schaffen es bisher nicht, gefahren abzuwehren oder vorzubeugen. Geld ist massenhaft vorhanden und die Probleme wachsen gefühlt an. Ich kenne Schulen, da findet fast kein Unterricht mehr statt. Die Lehrer werden von oben im Stich gelassen und die Schüler wissen diesen Zustand auszunutzen. Hausaufgaben werden nicht erledigt (Eltern selber Asis oder Kumpels ihrer Kinder), Schulsachen gar nicht erst mitgenommen, körperliche Hygiene vernachlässigt und die Nettounterrichtszeit liegt bei 0-15 Minuten pro 45 Minuten. Daneben wurde die Exekutive kaputt gespart und psychisch geschwächt. Ergebnis? Jedes Wochenende ein bis 10 Artikel...

18.11.2019 - 13:26 - Lackschuh

flipper 44 hat hier natürlich recht, aber dieser Punkt ist ja bereits ein Selbstläufer, zudem allseitig bekannt und man kann sich die Mühe mit den Netz sparen - wie gesagt, dennoch ohne 2 Meinungen richtig!

Die Problematiken mit diesen Leuten findet man natürlich in der Schule, selbst in der Kita, in diversen Stadtvierteln, auf Großveranstaltungen... und natürlich auch bei unserem früher so geliebten sowie mit Freude gelebten Fußballsport! Ist alles auch eine Frage der Bildung und die war halt beim Fußball im Gegensatz zum Hockey weniger vorhanden und ist es nun noch weniger! Im Ergebnis zeigen uns diese wöchentlichen Vorfälle doch nur, was hier in der Vergangenheit und somit auch unter Rot-Grün in NRW los war bzw. nicht los war. Nun geht aber u.a. mit Herrn Kutschaty genau einer dieser "Versager" auch noch auf die CDU/FDP los, die ja nur deren Mist zusammenfegen.

Liebe Sportskameraden, dieses hier beschriebene Problem ist für mich ein irreparabler Schaden und ich bin einfach nur sehr, sehr wütend - man trifft als Bewohner einer Großstadt aus NRW täglich mehrfach auf dieses Desaster und zwar überall, wenn man bereit ist, dies auch sehen zu wollen!

Glück auf

18.11.2019 - 12:56 - Hüller

Gerade bei den Spielen von Spfr. Bulmke....... steht das Fairplay in Vordergrund.......

18.11.2019 - 12:38 - flipper44

Man muß sich einfach nur die Namen im Spielbericht ansehen