Die SG Wattenscheid 09 plant weiterhin auf Hochtouren die neue Saison. Trainer Christian Britscho arbeitet im Hintergrund am Kader für die Spielzeit 2020/2021.

Neuaufbau

Zugang Nummer fünf! Wattenscheid holt Ex-Regionalligaspieler

12. Mai 2020, 12:31 Uhr
Nils Hönicke, hier im Laufduell gegen RWO-Profi Maik Odenthal, wird demnächst wieder für die SG Wattenscheid auflaufen. Foto Micha Korb

Nils Hönicke, hier im Laufduell gegen RWO-Profi Maik Odenthal, wird demnächst wieder für die SG Wattenscheid auflaufen. Foto Micha Korb

Die SG Wattenscheid 09 plant weiterhin auf Hochtouren die neue Saison. Trainer Christian Britscho arbeitet im Hintergrund am Kader für die Spielzeit 2020/2021.

Die insolvente SG Wattenscheid 09 hat 17 Spieler für die neue Saison "safe". Es sind zwar keine Verträge unterschrieben, aber die Spieler haben für die neue Serie mündlich zugesagt. So kommunizierte es der Verein vor wenigen Wochen.

RevierSport
konnte bereits einige dieser Zugänge ausfindig machen. Neben dem bekannten Norman Jakubowski, der auch im Hintergrund als eine Art Sportlicher Leiter für die 09er tätig ist, verpflichtete die SG Wattenscheid auch drei weitere Spieler der TSG Sprockhövel. RevierSport berichtete von den Verpflichtungen. 

Fünfter Zugang ist ein alter Bekannter

Nun erfuhr unsere Redaktion, dass sich die Wattenscheider auch mit Nils Hönicke geeinigt haben. Der 26-Jährige spielt aktuell beim Münsteraner Landesligisten Westfalia Kinderhaus und bestätigt den Transfer zur neuen Saison gegenüber RevierSport. "Ja, ich werde ab dem 1. Juli 2020 für die SG Wattenscheid 09 spielen. Es freut mich, dass ich noch einmal für diesen großen Traditionsklub meine Schuhe schnüren kann. Da musste ich auch nicht lange überlegen", sagt Hönicke. 

Der gebürtige Gelsenkirchener spielte in der Serie 2016/2017 bereits in der Lohrheide. Insgesamt kommt er Mittelfeldspieler auf 109 Oberliga-Begegnungen und 63 Regionalligaspiele. Christian Pozo y Tamayo, Vorstand der 09er, bestätigt und freut sich über den Transfer. "Das war ein sehr angenehmes Gespräch. Nils war sofort Feuer und Flamme für diese Aufgabe. Mit ihm und Norman Jakubowski haben wir jetzt zwei richtige Leader, die das Team führen werden", sagt er.

Aber auch der Deutsch-Spanier unterstreicht, dass die SG Wattenscheid 09 noch keinen Spielvertrag in trockene Tücher gebracht hat. "Es sind alles mündliche Vereinbarungen. Aber ich glaube schon, dass sich die Jungs an die Absprachen halten werden", sagt er. zumindest bei Jakubwoski und Hönicke kann er sich dessen sicher sein. Beide betonen unisono. "Die SG Wattenscheid 09 ist eine Herzensangelegenheit."

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15.05.2020 - 08:20 - Spieko

Lassen wir den neuen Vorstand mal machen.Für den sympathischen Traditionsverein würde es mich freuen, wenn
er wieder auf die Beine kommt.
Alles Gute 09..
beste Grüße aus Ostwestfalen

13.05.2020 - 11:41 - Ballaballa52

Ach so, ist wohl auch ein Prüfstein für die neue Ehrlichkeit im amateurfussball oder?

13.05.2020 - 11:39 - Ballaballa52

Einerseits freut es mich das wohl zur Zeit ein engagierter, kompetenter neuer Vorstand mit 09-Herz nach dem fürchterlichen „abgesang“ -begleitet und initiiert von vielen „vereinsfremden“ ohne traditionelle Bindung- tätig ist und das wohl mit guten Ideen und einem gewissen Erfolg!
Andererseits ist es grad für die amateurclubs mit weniger Finanzkraft und den Zeiten von Corona recht schwierig -vor allem nach so einer Insolvenz- wieder in ein ruhigeres, sicheres Fahrwasser zu gelangen! Sich heutzutage auf mündliche Zusagen verlassen zu müssen ist schon sehr wackelig und es bleibt nur die Hoffnung auf gute Zeiten...

12.05.2020 - 16:08 - 09-Onkel

09 befindet sich in der Planinsolvenz, daher gehe ich davon aus das erst was zu Papier gebracht wird wenn 09 und die Insolvenzverwalterin ein Zusage haben wann und wo es weitergeht. Evtl. braucht man ja auch erst Verträge ab September. Warum sollte 09 Kohle bezahlen für Verträge ab dem 1.7.wenn nicht gespielt werden kann. Sind nur meine Gedanken.

12.05.2020 - 14:56 - Außenverteidiger

Immer diese mündlichen Zusagen. Würde mündlich immer eine "Wortbruchklausel" vereinbaren. Als Klageersatz zur schriftlichen zivilisierten Welt. Verlässt man die zivilisierte und geht in den Bereich der brachialen Welt, müsste der Spieler einen Vorschlag machen, was beim Wortbruch geschieht. Beispielsweise Spende des kleinen Fingers als Markierung der Schande. Oder sein Auto zertrümmern lassen usw... Einfach einen Loyalitäts und Ehrbeweis. Wäre moralisch nicht verwerflich, weil die Not zum Wortbruch mutwillig geschieht und die Selbststrafe eigenverantwortlich festgelegt wurde.
Aber wozu haben wir Papier und Stift? :)