Borussia Mönchengladbach muss trotz einer nicht vollständigen Erfüllung des Konzeptes der Deutschen Fußball Liga (DFL) zum Sonderspielbetrieb der Bundesliga und der 2. Liga keine Konsequenzen befürchten. 

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Zu kurze Quarantäne: Gladbach drohen keine Konsequenzen

13. Mai 2020, 11:50 Uhr
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Borussia Mönchengladbach muss trotz einer nicht vollständigen Erfüllung des Konzeptes der Deutschen Fußball Liga (DFL) zum Sonderspielbetrieb der Bundesliga und der 2. Liga keine Konsequenzen befürchten. 

Das Konzept schreibt eine siebentägige Quarantäne der Mannschaften vor dem Neustart vor, die Gladbacher bezogen allerdings erst am Montag ihr Hotel vor dem Spiel bei Eintracht Frankfurt am Samstag (18.30 Uhr/Sky).

Wie die Sportschau berichtet, bleiben Sanktionen aus, da bislang das Konzept noch nicht in der Spielordnung der DFL verankert ist. „Wir waren eigentlich die ganze Zeit auf Sonntag terminiert“, sagte Sportdirektor Max Eberl mit Blick auf den alten Spielplan des 26. Spieltags. Die Liga habe das Spiel nun „kurzfristig“ auf Samstag gelegt, so Eberl. Er habe dann mit der Task Force und der DFL Rücksprache gehalten, weil eine vorgeschriebene Quarantäne-Zeit nicht möglich gewesen sei. „Unser Hotel konnte erst am Montag geöffnet werden“, sagte Eberl.

Diese Version bestätigte die DFL auf eine schriftliche Anfrage der Sportschau. „Die “Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb' hat das medizinische Konzept entwickelt. Im Zusammenwirken aller Vorgaben und Maßnahmen, insbesondere einer Bildung von zwei isolierten Bereichen für die Spieler/Trainer/Betreuer im Klub und zu Hause, hat die Task Force das sechstägige Trainingslager als vertretbar beurteilt„, heißt es in der Antwort der DFL. “Daher„, so die DFL weiter, “gibt es keine Konsequenzen.„

Die Politik hatte das Hygienekonzept der DFL abgesegnet und grünes Licht für einen Neustart erteilt. Nach Informationen der Sportschau hat die Partei Bündnis 90/Die Grünen eine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet. Darin will sie wissen, wer die Einhaltung des Hygienekonzeptes genau kontrolliere. Außerdem soll die Bundesregierung beantworten, welche Konsequenzen Verstöße gegen das Konzept oder auch gegen die von Bund und Ländern in den vergangenen Wochen beschlossenen Maßgaben für eine Fortsetzung des Spielbetriebs in der Bundesliga und 2. Liga hätten. sid

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