Wuppertaler SV vorerst gerettet

18.03.2019

Keine Insolvenz

Wuppertaler SV vorerst gerettet

Foto: Thorsten Tillmann

Großes Aufatmen beim Wuppertaler Sportverein: Am Montag konnte die Insolvenz abgewendet werden.

Das bestätigte WSV-Vorstandssprecher Alexander Eichner gegenüber dem WDR.


Der WSV musste bis Montag eine Etatlücke von 100.000 Euro schließen, dies sei dem Verein gelungen, sagte Eichner. Das Geld stellten Ex-Präsident Friedhelm Runge, Trikotsponsor Uwe Heyn und Sportdirektor Karsten Hutwelker dem WSV in Form von Darlehen und Bürgschaften zur Verfügung.

Bis Mai fehlen dem Klub weitere 150.000 Euro. "Auch daran arbeite ich schon", sagte Eichner dem WDR. "Ich bin zuversichtlich, dass wir auch das hinbekommen."

Lesen Sie auch: Wuppertal-Hammer - Bölstler weg, weitere Gelder fehlen

Bereits am Sonntag hatte RevierSport berichtet, dass Runge einer der WSV-Retter ist. Der 79-jährige Unternehmer wollte dies nicht direkt bestätigen:  "Ich war 25 Jahre beim Wuppertaler SV. Ich habe nie etwas gegen den Verein oder die Fans gehabt. In den letzten Jahren haben mich nur die handelnden Personen gestört. Jetzt hat der WSV zum Glück einen Schnitt gemacht. Mehr will ich dazu auch nicht sagen."

Im Januar dieses Jahres hatte Runge eine finanzielle Unterstützung des WSV noch ausgeschlossen

Am 12. Januar 2013 ist Runge als langjähriger Präsident des Wuppertaler SV zurückgetreten. 24 Jahre war der Unternehmer Präsident des Klubs und drei Jahre saß er im Verwaltungsrat. Eine lange Zeit, die beim 79-Jährigen Spuren hinterlassen hat. Vor allem Spuren der Enttäuschung. Als der WSV in eine finanzielle Schieflage geriet und Anfang Januar eine Crowdfunding-Aktion startete, sagte Runge zu einem möglichen Engagement beim WSV gegenüber dieser Redaktion: "Nein, keine Chance! Das Kapitel ist für mich geschlossen. Da ist einfach zu viel passiert. Zu groß war der Schmerz, die Enttäuschungen. Ich habe auch nicht mehr die Zeit und Kraft dazu, um zu helfen. Ich müsste quasi von Null beginnen, wie vor rund 25 Jahren. Ich wünsche dem Verein trotzdem alles, alles Gute. Der Wuppertaler SV ist ein großer Traditionsklub mit fantastischen Fans, der so viel mehr verdient haben." wozi

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19.03.2019 - 23:51 - Überdingen

KFC UERDINGEN 05....solvent....schuldenfrei.....Profifußball....ist das alles an Anteilnahme der Trauertal Fans?
Aber gut...nachdem ihr ja vom sooo J.J.J. hochgelobten Amateurverein dermaßen verarscht und gerupft wurdet ist das schon zu verstehen....ist schon peinlich...das kommt davon wenn einem das auftreten des KFC wichtiger geworden ist;)
Der von euch Respektlos behandelte Herr Runge zeigt Größe die ihr vermissen lasst....stattdessen sich jetzt jedem anbiedern....erbärmlich....
DER KFC UERDINGEN 05....schwarze Null;)))

19.03.2019 - 10:18 - Kalle K

@ krötenmann

und wie ist man mit dem Hauptgläubiger umgegangen?
Zwanzig Jahre den Club mitfinanziert; und warum soll er, der Buhmann, auf Forderungen verzichten?

Jetzt bring ich noch mal meine ursprüngliche Meinung ein: "...ein geregelter Übergang, mit Runge, besser wäre"

Wechsel von Zeit zu Zeit machen Sinn, vielleicht auch in diesem Fall.
Aber damals habe ich hautnah mitbekommen, wie von "Schlange stehenden Sponsoren" prophezeit wurde und Jahre später steht man vor dem Trümmerhaufen.
Naja, um so mehr schätze ich eine schwarze Null...

19.03.2019 - 08:30 - Dropkick Rot-Blau

@Cronenberger
So sieht es aus und nicht anders!

18.03.2019 - 19:49 - Abpraller

@Cronenberger
Deinen Aussagen kann ich zu 100 % zustimmen.
Zum Thema erneute Insolvenzgefahr beim WSV:
Man kann über Runge denken wie man will. An seiner Stelle wäre ich jetzt nicht mehr eingesprungen.
In diesem finanziellen Chaos wirft er mit dem Schinken nach der Bratwurst.

18.03.2019 - 18:54 - Cronenberger

Fakt ist:

Manuel Bölstler hat mit dem WSV Harakiri gespielt.

Stücker hat jeden potentiellen Sponsor, so auch Sachsenröder vergrault und auch Verwaltungsräte.

Er war unter Runge verantwortlich für die Finanzen und auch in den letzten Jahren der verantwortliche Vorstand für die Finanzen.

Ein Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, der in dieser gesamten Zeit behauptet, er wisse nicht, wie der finanzielle Stand der Dinge ist, der im Berufsleben Bilanz- und Buchprüfungen vollziehen muß, Unternehmen testieren muß und dann keine korrekte Buchführung nach den geltenden Vorschriften hinbekommt, ist untragbar!!!

Zumal er die Jahresabschlüsse zu den JHV-Terminen fertigstellen muß!

Warum hat denn Thomas Lenz nach eigener Aussage sagen können, daß die wirkliche Lage des Vereins bekannt war?
Wenn er es wusste, wusste Hr, Stücker und Herr Bölstler es auch!
Ich schätze mal, man ist bewußt in ein Alles oder Nichts gegangen!,,,im Bewußtsein wenn es schief geht, den Verein komplett zu ruinieren!

Dann die Causa Vertragsverlängerung für Bölstler zu diesem Zeitpunkt, war meiner Meinung nach geschickt gewählt, weil man wusste, daß die Blase irgendwann platzt! Damit wusste Bölstler auch, mit einer horrenden Forderung an den Verein herantreten zu können, im Falle einer Entlassung.
Er wußte ja, daß das vor dem Arbeitsgericht landet!
Ich hoffe nur, daß dieser unsägliche Vertrag für nichtig erklärt wird!

18.03.2019 - 18:02 - krötenmann

@Kalle K

"Weil nach seinem Rückzug Insolvenz angemeldet werden musste!?"

Nun, wenn ein Hauptgläubiger auf seine Forderungen in einem Insolvenzverfahren verzichtet, besteht die Möglichkeit, dass es nicht zu einer Insolvenz kommt.

Jetzt zwei Fragen an dich:

1. Wieso hat der Hauptgläubiger auf seine Forderungen im mittleren 5. Stelligen Millionenbereich damals nicht verzichtet?

2. Wer war der Hauptgläubiger?

Ich wette du kommst von alleine da drauf.

18.03.2019 - 17:08 - van melk

Ja es ist schon fast ein wenig Komisch.
Nach 6 Jahren ohne Runge sieht man ja nun , dass die Sponsoren eben nicht Schlage stehen und trotzdem
wird das immer noch behauptet. Jetzt lag es also an Stücker.
Die nächsten 6 Jahre an Eichner ??

Wacht endlich auf ! Da gibt es keine Sponsorenwarteschlange !!!
Das Interesse für Sponsoren muss man sich erst hart erarbeiten und da sind wir grade 6 Jahre zurück geworfen worden.

18.03.2019 - 17:00 - Cronenberger

Was wurde ich vor fünf Jahren hier zerrissen, als ich gesagt habe, WSV 2.0 wird auch nur mit Wasser kochen!

Und ich hatte Recht!
Auch das Lothar Stücker der Totengräber des Vereins werden wird hat sich, leider, bewahrheitet!
Ein Steuerberater, der noch nicht einmal in der Lage ist, die Buchhaltung für den Verein in der eigenen Kanzlei zu führen, hat nicht nur sein Handwerk verfehlt, sondern der hat, man lese den Wuppertaler Rundschau Liveticker, Pressekonferenz vom Samstag, so hat es der Verwaltungsrat ausgedrückt, wohl auch eventuell falsche Zahlen vorgelegt!
Das (!) ist mittlerweile nicht mehr nur eine Sache des Vereins!

Bin mal gespannt, was da noch nachkommt!.... Damit meine ich nicht den WSV sondern Konsequenzen anderer Art!
Ebenso, wenn es stimmen sollte, daß trotz besseren Wissens um die finanzielle Situation des Vereins, sich Manuelö Bölstler den Vertrag noch schnell verlängert hat oder verlängern lassen!!!!

Wenn der WSV diesesmal noch schadlos aus dieser Situation herauskommt und Runge wieder sein Geld in den Verein steckt, kann jeder (!) im Verein nur dankbar sein!!!!!

Immer noch besser ein Runge als ein Ponomarev!

Unter Runge hat noch jeder Spieler sein Gehalt bekommen!!!

Und das ohne Insolvenz!!!!!!!!

18.03.2019 - 16:20 - vluyner

Friedhelm wird das Zepter schon an sich reissen. Sein Gefolgsmann Hutwelker ist ja auch schon an Bord. Wer glaubt, dass FR nur aus reiner Nächstenliebe ein Darlehen zur Verfügung stellt, dem ist nicht zu helfen.

18.03.2019 - 15:22 - Kalle K

Weil nach seinem Rückzug Insolvenz angemeldet werden musste!?
Und jetzt schon wieder selbige droht!? Wie viele gab es doch gleich unter Runge??
Das FR aushilft, ist meiner Meinung nach auch nicht selbstverständlich..
Aber so wichtig seid Ihr mir nicht, dass ich Kontakt zu den Lautsprechern von damals such'...

18.03.2019 - 15:09 - Jünther, Jötz und Jürgen

Ruf doch einfach mal deine ehemaligen Arbeitskollegen an. Telefon haben die hoffentlich, die können dich mal aufklären.

Zitat:,, Nach seinem Rückzug habe ich immer gesagt, dass ein geregelter Übergang, mit Runge, besser wäre.´´

Warum?

18.03.2019 - 14:48 - Kalle K

Quo vadis, WSV...
Vor einigen Jahren habe ich mit zwei Kollegen zusammengearbeitet, die Anhänger des WSV waren.
Nach deren Meinung war für die negative Entwicklung nur einer verantwortlich: Friedhelm Runge. Er wurde u.a als Diktator, Totengräber des WSV und anders bezeichnet und die Meinung war, dass er der Hemmschuh des Clubs ist. Sponsoren stünden Schlange und würden sich nur zurückhalten wegen Runge. Das habe ich schon damals bezweifelt.
Nach seinem Rückzug habe ich immer gesagt, dass ein geregelter Übergang, mit Runge, besser wäre. Das wurde von den Kollegen beinahe als Sakrileg aufgefasst.
Rückblickend behaupte ich, dass ich nicht ganz unrecht gelegen hab. Leider kann ich die mittlerweile ehem. Kollegen nicht mehr auf die Entwicklung beim WSV ansprechen.

Ironisch ist auch, dass der "Totengräber" jetzt parat steht, um den Club, der ihm nicht den würdigsten Abschied gewährt hat, beizustehen.

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