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Wuppertaler SV: VfL-Talent verletzt, Torwart sucht neuen Verein

11. Januar 2021, 13:45 Uhr
Daniel Szczepankiewicz spielt in den sportlichen Planungen des Wuppertaler SV keine Rolle mehr. Foto: Stefan Rittershaus

Daniel Szczepankiewicz spielt in den sportlichen Planungen des Wuppertaler SV keine Rolle mehr. Foto: Stefan Rittershaus

Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV muss vor dem Rückrundenstart am Samstag (14 Uhr) bei Rot Weiss Ahlen eine bittere Pille schlucken. Ein Winter-Zugang fällt lange aus. Derweil sucht Daniel Sczepankiewicz einen neuen Klub.

Stolz waren die Verantwortlichen beim Wuppertaler SV, als sie Moritz Römling und Lars Holtkamp als Leihgaben vom VfL Bochum vorstellten. Das Duo soll bis zum Saisonende in Wuppertal spielen und mit dafür sorgen, dass der WSV die Klasse hält. Auf der anderen Seite erhofft sich der VfL viel Spielpraxis für seine zwei Talente.

Zumindest bei Holtkamp wird es vorerst nichts mit der Spielpraxis. Der 19-jährige zentrale Mittelfeldspieler zog sich im Testspiel beim Südwest-Regionalligisten KSV Hessen Kassel (4:4) einen Muskelfaserriss zu, der ihn bis zu sechs Wochen außer Gefecht setzen wird. "Das ist natürlich für alle Seiten bitter. Aber das passiert im Fußball. Jammern ist hier fehl am Platz. Klar ist aber, dass wir auf Lars warten werden. Er ist ein richtig guter Junge und hat eine top Einstellung", gibt sich WSV-Sportchef Stephan Küsters gegenüber RevierSport kämpferisch.

Ob der Wuppertaler SV bis zum Spiel am Samstag in Ahlen noch einmal auf dem Transfermarkt zuschlagen wird, lässt Küsters offen. "Wir haben Augen und Ohren auf und beobachten den Markt. Wir haben noch bis zum 1. Februar Zeit", sagt er.

Szczepankiewicz will weiter in der Regionalliga das Tor hüten

Derweil wird Daniel Szczepankiewicz definitiv in Ahlen nicht mit von der Partie sein. Der 27-jährige Torwart gehört zu den sechs aussortierten Spielern. Das Sextett um Viktor Maier, Marwin Studtrucker, Tim Wendel, Gianluca Marzullo, Yannick Geisler und Szczepankiewicz nimmt auch nicht mehr am Trainingsbetrieb des WSV teil und darf im Winter vorzeitig gehen. Diese Chance will zumindest der Keeper ergreifen.

"Ich habe die Chance in Wuppertal leider nicht genutzt. Am Ende des Tages muss ich in den Spiegel schauen und sagen, dass es an mir lag. Der WSV, vor allem in Person von Stephan Küsters, hat immer an mich geglaubt und mir viel geholfen. Doch ich konnte das Vertrauen leider nicht zurückzahlen. Ich bin aber kein Typ, der jetzt ein halbes Jahr auf der Tribüne sitzen will. Ich will spielen. Am liebsten weiter in der Regionalliga und zeigen, was ich wirklich draufhabe", betont Szczepankiewicz, der für Wuppertal sieben Partien (neun Gegentore, zweimal Zu Null) bestritt. Vor seinem Wechsel nach Wuppertal stieg er mit dem SV Straelen in die Regionalliga West auf.

Und auch Küsters hofft, dass sein Schlussmann, der einst für die polnische U20-Nationalmannschaft spielte, eine neue Chance erhält: "Daniel ist ein guter Junge. Der Verein, der ihn verpflichtet, bekommt einen starken Torwart. Er muss nur zusehen, dass er professioneller denkt. Ich wünsche ihm alles Gute."

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