Dass der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV aktuell über dem Strich der Tabelle steht, haben die Bergischen allen voran ihrem Top-Torjäger zu verdanken. Dieser lässt nun seine Zukunft offen.

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Wuppertaler SV: Torjäger lässt seine Zukunft offen

19. Mai 2020, 14:25 Uhr
Marwin Studtrucker (links) und Gianluca Marzullo haben nach der Winterpause in nur wenigen gemeinsamen Auftritten gezeigt, dass sie ein tolles Duo sind. Foto: Stefan Rittershaus

Marwin Studtrucker (links) und Gianluca Marzullo haben nach der Winterpause in nur wenigen gemeinsamen Auftritten gezeigt, dass sie ein tolles Duo sind. Foto: Stefan Rittershaus

Dass der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV aktuell über dem Strich der Tabelle steht, haben die Bergischen allen voran ihrem Top-Torjäger zu verdanken. Dieser lässt nun seine Zukunft offen.

Im vergangenen Sommer verpflichtete der Wuppertaler Stürmer Gianluca Marzullo. Der 29-Jährige, der vor seiner Station an der Wupper ein unglückliches Engagement in seiner italienischen Heimat (Serie D) hatte, fand in Wuppertal zu seiner alten Stärke zurück.

Bis zur Corona-Pause traf Marzullo in 22 Einsätzen acht Mal - interner Bestwert. "Es lief wirklich gut. Vor allem habe ich auch gegen die starken Gegner getroffen. Ich bin selbstbewusst genug, um sagen zu können, dass ich bestimmt noch ein paar Dinger gemacht hätte", erzählt der in Bielefeld wohnhafte Marzullo im RevierSport-Gespräch.

Auch er geht nicht mehr davon aus, dass die Regionalliga West in dieser Saison noch einmal angepfiffen wird. Seit einigen Tagen halten sich die WSV-Spieler in Kleingruppen fit. Marzullo bildet dabei ein Team mit Joey Müller und Torwarttrainer Kai Hödtke. "Joey und ich wohnen in Bielefeld, Kai in Osnabrück. Da treffen wir uns immer bei ihm. Das läuft alles super. Wir hatten erst einmal eine tolle Halle zur Verfügung, nun einen Rasenplatz. Ich kann behaupten, dass ich topfit bin", freut sich der Angreifer.

Marzullo will die Mitmenschen nicht belästigen

Warum sich Marzullo die Einheiten an der Wuppertaler Hubertusallee erspart, liegt auf der Hand. "Wir müssen ja in den Trainingsklamotten zu den Einheiten erscheinen. Und dann wird auch nicht geduscht. Da ich immer mit dem Zug fahre, wäre es ein bisschen hart voll geschwitzt von Wuppertal nach Bielefeld zu fahren. Ich würde wohl strenger riechen und das würde auch den Mitmenschen nicht gefallen", sagt der Italiener.

Gefallen würde es vor allen Dingen den WSV-Fans, wenn Marzullo auch in der kommenden Saison das Wuppertaler Trikot tragen würde. Doch über seine Zukunft hat der Stürmer, der in 178 Regionalligaspielen 47 Tore erzielte, noch nicht entschieden. "Der WSV bleibt immer mein erster Ansprechpartner. Ich fühle mich sehr wohl in Wuppertal", sagt er. Marzullo ergänzt aber auch: "Ich bin jetzt auch 29 Jahre alt und viele Chancen werde ich nicht mehr erhalten. Sollte sich ein höherklassiger Verein melden, dann müsste ich mich natürlich damit beschäftigen."

Eine Entscheidung in der naher Zeit ist nicht zu erwarten, wie Marzullo verrät: "Niemand weiß doch, wann es weitergeht. Ich blicke auf eine entspannte Sommerpause. Denn ich habe eine gute Statistik vorzuweisen und keine schlechten Argumente für einen neuen Vertrag." Ob in Wuppertal oder vielleicht doch woanders.

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