Regionalliga West

Wuppertaler SV: Großer Knall hinter den Kulissen

18. Januar 2021, 17:55 Uhr
Von links: Insolvenzverwalter Ulrich Zerrath, Verwaltungsratsvorsitzender Christian Vorbau und Sportvorstand Thomas Richter. Foto: Stefan Rittershaus

Von links: Insolvenzverwalter Ulrich Zerrath, Verwaltungsratsvorsitzender Christian Vorbau und Sportvorstand Thomas Richter. Foto: Stefan Rittershaus

Am Wochenende konnte der Wuppertaler SV nach dem immens wichtigen 1:0-Erfolg bei Rot Weiss Ahlen etwas aufatmen. Zum Wochenstart gibt es wieder Ärger aus dem Bergischen zu berichten. Einmal mehr knallt es hinter den Kulissen im Verwaltungsrat.

Seit Wochen, eigentlich seit Monaten rumort es hinter den Kulissen des WSV-Gremiums. Beim Wuppertaler SV ist der siebenköpfige Verwaltungsrat das bestimmende Organ. Der Konflikt spitzt sich nun dermaßen zu, dass Rücktritte innerhalb des Rates nicht mehr ausgeschlossen werden.

Den Anfang machte Ulrich Zerrath. Er hatte am vergangenen Montag (11. Januar 2021) seinen Rücktritt schriftlich eingereicht. Zerrath hatte die Insolvenz des Vereins abgewickelt - mit Erfolg. Eine Gläubigerversammlung hatte Ende Dezember 2020 den Insolvenzplan des Regionalligisten mit 99,99 Prozent der Stimmen abgenickt.

Trotzdem: Die Unstimmigkeiten im Gremium gehen weiter und scheinen kein Ende zu finden. Eine Stellungnahme unter dem Titel "Schlichtungsversuch innerhalb des WSV-Verwaltungsrates gescheitert" veröffentlichte der Verein am Montag.

Pikant: Durch dieses Chaos und die Uneinigkeit im Verwaltungsrat waren nach RevierSport-Informationen auch die jüngsten WSV-Transfers gefährdet. Doch dank der Hilfe im Hintergrund von Friedhelm Runge konnte Sportchef Stephan Küsters bisher sechs Winterzugänge präsentieren. 

Die Stellungnahme im Wortlaut:

"Seit Beendigung der Verwaltungsratsnachwahl am 11. Dezember 2020 herrscht unter den Verwaltungsrat-Mitgliedern des Wuppertaler Sportvereins Uneinigkeit hinsichtlich der Ordnungsmäßigkeit der Wahldurchführung durch den Verwaltungsrat-Vorsitzenden, da Unstimmigkeiten durch Gremiumsmitglieder festgestellt wurden. Der Ehrenratsvorsitzende schaltete sich bereits frühzeitig zur Vermittlung ein und auch die Verwaltungsrat-Mitglieder unterbreiteten Lösungsvorschläge jedoch ohne Ergebnis.


Ein durch den Vorstand am 15. Januar 2021 einberufenes Mediations- und Schlichtungsgespräch zusammen mit dem Ehrenratsvorsitzenden zur Unterbreitung von Kompromissvorschlägen wurde zunächst mit einem positiven Ergebnis beendet. Da gleichwohl im Anschluss ein Schriftverkehr zwischen den Verwaltungsrats-Mitgliedern dazu führte, dass vom zugestimmten Kompromiss wieder abgewichen wurde, lässt ein Teil des Verwaltungsrates die Ordnungsmäßigkeit der Wahl nun durch ein Gericht prüfen. So soll Rechtssicherheit erlangt werden. Unabhängig davon arbeitet der Vorstand des WSV derzeit mit Hochdruck daran eine satzungsgemäße und rechtssichere Jahreshauptversammlung durchführen zu können."

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20.01.2021 - 18:56 - am Zoo

@ Krystian Wozniak: Was war das für ein Beitrag????????
Liest ja eh Keiner mehr....jedoch trotzdem.... grübel.....
Schreiben Sie doch Bitte weiter über den Aufstieg von RWE 2022 in die 2te Liga!!!!! Europapokal etc. ....
Da bekommen Sie viiiiel mehr Klicks - gut für die Karriere!!!!!
Ich bin am Zoo :-)
Bleibt Gesund

19.01.2021 - 21:47 - PepAncelotti

@Cronenberger

Richtig. Die Opposition hatte nicht nur 8 Jahre Zeit gehabt den Verein finanziell voran zu bringen, was sie nicht geschafft hat.
Die wollen jetzt Neuverpflichtungen verhindern, obwohl der WSV gegen den Abstieg spielt.
Vielleicht blockieren sie alles was mit Runge zu tun hat, weil Runge sie gar nicht in seine Pläne einbindet.
Daher müssen jetzt Machtkämpfe ausgetragen werden, um Klarheit zu schaffen. Auch mit schmutziger Wäsche.

Eine Seite muss nachgeben. Diesmal sollte die Runge-Seite dran sein, die den Verein führt. Das dürfte das letzte Mal sein, dass Runge sich finanziell einbringt.
Und darauf bin ich eher gespannt, als das was die Opposition momentan möchte. Weil nach Runge bekommt die Opposition genügend Zeit sich erneut zu beweisen bzw. den WSV in die Insolvenz zu bringen.
Jetzt bitte erstmal alle geschlossen für Runge oder sich zumindest raushalten für 2 Jahre, Danke!

19.01.2021 - 11:16 - Außenverteidiger

@Krötenmann: In welcher Welt lebst du? Garantiert nicht in der sozialen Marktwirtschaft. Wenn die Mitglieder bei Traditionsvereinen fähig genug sind, würden einzelne Unternehmer keine Chance haben. Was man sich grundsätzlich fragen muss, warum in einer freien Marktwirtschaft gewisse Leute zu Wohlstand kommen und andere nicht? Die Möglichkeiten sind da, natürlich sind Start Ups hier schwieriger zu gründen, wer allerdings in der Schule aufpasst, der kann als Angestellter ohne Ende Geld verdienen und bringt Kapital in seine Firma ein.

Viele Mitglieder sind allerdings Angestellte, die nichts vom Wirtschaftssystem verstehen und auf die Minderheit der "Reichen" oder Wohlhabenden einkloppen. Handelt man so bei Ausländern, steht man in einem ganz anderen Licht. Wenn es um die "Reichen" geht, ist alles okay? So einfach läufts nicht.

Warum läuft das Geschäft bei manchen Investoren so schlecht? Weil die Mitglieder zu dämlich sind, stabile Rahmenbedingungen zu erschaffen. (1860 usw...)Bei erfolgreichen Vereinen klappte es durch Glück, weil der Verein von einem fähigen Alleinherrscher geführt wurde. (Bayern Hoeneß, Dortmund Niebaum, Meier mit ihrer erfolgreichen All In bzw to big to fail Strategie und anschließend Watzke..)
Wir in Essen haben diesen Übergang nicht geschafft und hatten einen Georg Melches. So einer würde heute als gößenwahnsinnig bezeichnet. Allerdings hatte er die Macht und das Kapital, um wirklich das große Rad zu drehen.

In Wuppertal ist es der Runge, um wenigstens den Profifußball zu erhalten.

19.01.2021 - 10:32 - Cronenberger

krötenmann & Co.@
Da sieht man mal wieder, .... ohne jegliches Wissen, warum man sich im Verwaltungsrat nicht einig ist, werden wieder Spekulationen herausgeholt sondergleichen!

1. Was hat die Opposition dem WSV denn in den vergangenen 8 Jahren gebracht?
Nichts!
Weder die versprochenen Sponsoren sind gekommen, noch hat es unter WSV 2.0 Ruhe und Frieden gegeben.

2. In der Opposition 2.0 keine Machtspielchen?
Doch! ... Jede Menge! Warum sind denn die, die von Anfang an angetreten sind um dem WSV zu helfen von Eichner und Co. aus dem VR und Sponsoring geekelt worden?

3. Ergebnis:
Der WSV war wieder, mit fast 1,5 Mio. euro verschuldet, in der HAuptsache durch Protagonisten, die von der Opposition gewählt wurde. Die Spitze, ein Vorstand, der, selber Steuerberater (!!!!), nicht in der Lage war, eine ordnungsgemäße buchhaltung zu gewährleisten, Zusätzlich die Horst-Buthz-Stiftung vor die Wand gefahren hat und schnell flüchten wollte, als es aussichtslos wurde!

Also Fazit:
Die, die jetzt schon wieder schreien, ohne Runge und Sonstiges, sollen erstmal dafür sorgen, mit Aktivität und vor allem Ahnung von dem was sie tun, den Verein dauerhaft am Leben zu erhalten und für die Masse attraktiv zu machen!

Euch gehört der WSV nämlich nicht alleine!!!!

19.01.2021 - 09:17 - krötenmann

Da sieht man schon wieder wozu es kommen kann wenn einer im Hintergrund versucht mit Geld den Verein gefügig zu machen.

Runge wollte von anfang an nicht einfach nur Sponsor sein, nein, ihm geht es einzig um allein wieder darum den WSV zu unterjochen.

Es ist so ekelhaft wie sich einige wieder durch Geld kaufen lassen.

Runge verschwinde bitte endlich für immer aus dem Dunstkreis des WSV und nehm deine Schergen direkt mit.

18.01.2021 - 23:57 - magic75

Berlin 85: Gegen ein Bierchen ist prinzipiell ja mal wenig einzuwenden. Und ansonsten kam auch bei uns Hochmut ja nachweislich vor dem Fall.

Ansonsten: Ein vorbildlicher Verein halt, der WSV, wir sind immer von genau den richtigen Leuten kritisiert worden. Das muss man auch mal akzeptieren, wie es ist.

18.01.2021 - 22:26 - derdereuchversteht07

Schließlich hat er ja heute schon aufgedeckt das M. Uhlig ein wenig genervt wirkte.
UI ui ui.
Man muss vom schlimmsten ausgehen.
Chaos wo man nur hinschaut.

18.01.2021 - 22:16 - derdereuchversteht07

Chaos???
Ist das so???
Oder hat einWozi jetzt alle verwirrt???

18.01.2021 - 22:05 - Berlin 85

Bei soviel Überheblichkeit wie RWE hoch 3,4,5 oder 6 alias zweiteliga2022 muss ich ich mir erstmal ein "Bierchen" gönnen, Hochmut kommt vor dem Fall !!

18.01.2021 - 21:32 - PepAncelotti

Runge sollte als Großsponsor auftreten nicht als Gönner mit Schuldscheinen. Nur so wäre es gesichert, dass Runge das Geld nicht vom Verein zurückfordert. Das wäre mein Vorschlag an Runge, wenn er sowieso vorhat das Geld nicht zurückzuverlangen.<br/>Und die Leute, die jetzt gegen Runge wettern, und etwas von Unabhängigkeit erzählen. Sie wollen sich auch nur mit dem Posten im VW profilieren. Finanziell kommt von denen nichts, sie haben keine Lösung den WSV gut aufzustellen. Solche Leute braucht man nicht. Mit der Forderung nach Unabhängigkeit, somit Ablehnung finanzieller Spritzen von Runge, würde der WSV noch schneller untergehen. Das ist eben das Problem. Besser wäre vorn herein nur Leute von Runge in den VW zu installieren.<br/>Eine Opposition wie diese, die nur rumstänkert und ständig ihr Veto einlegt, kann dem Verein auch schaden.

Beitrag wurde gemeldet

18.01.2021 - 21:15 - zweiteliga2022

Ich finde das jetzt aber nicht fair, Kirmesürdingens braucht so etwas doch auch garnicht, meines Wissens ist das für Liga 8 auch nicht nötig. Ist dieser Pommesfett jetzt eigentlich schon weg, oder darf der noch sein Unwesen treiben? Ich finde der würde gut nach Hartzkirchen passen, vielleicht direkt mit neuen Sportdirektor Effenberg :-) Dreamteam, eigentlich schade das das Konstrukt Spartak Urmeldingen schon wieder vorbei ist, war irgendwie immer lustig mit dem Popomopelrov

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.

18.01.2021 - 20:27 - Jünther, Jötz und Jürgen

Das Ailton
...stimmt, der KFC hat ja auch keinen.

18.01.2021 - 20:13 - Außenverteidiger

Es scheint so, als ob viele Herren nichts mit demokratischen Prozessen am Hut haben oder darin arbeiten können.

18.01.2021 - 20:01 - das ailton

ein tollhaus der vr, schlimmer als beim kfc ;))

18.01.2021 - 19:29 - Zooalarm

Herr Zerrath war nie im Verwaltungsrat ,sondern der Sonderbeauftragte im Vorstand für die Insolvenz in Eigenverantwortung.
Job erledigt, also ist Feierabend für ihn.
Hat nix, aber auch gar nix mit den Lagern im VR zu tun.