Als Gianluca Marzullo im Sommer beim Wuppertaler SV unterschrieb, hätte er sich wohl nicht ausgemalt, dass der Oktober an der Wupper so stürmisch beginnen würde.

8 Spiele ohne Sieg

Wuppertal-Stürmer: Ruhe kehrt nur mit Ergebnissen ein

09. Oktober 2019, 13:12 Uhr

Foto: Stefan Rittershaus

Als Gianluca Marzullo im Sommer beim Wuppertaler SV unterschrieb, hätte er sich wohl nicht ausgemalt, dass der Oktober an der Wupper so stürmisch beginnen würde.

Nach der Entlassung von Andras Zimmermann gingen die Fans auf die Barrikaden. Plötzlich wollte sich beim WSV jeder erklären. Sportdirektor Karsten Hutwelker, der letztendlich für die Entscheidung verantwortlich war, der Vorstand und zuletzt auch die Mannschaft. Am Ende gab es drei offizielle Statements bzw. offene Briefe.

"Ich muss mit ein bisschen Abstand sagen, dass ich die Beurlaubung des Trainers nachvollziehen kann. Ich habe schon so viele Entlassungen miterlebt und am Ende war es immer so, dass die Trainer gehen mussten, weil die Ergebnisse fehlten. So ist das auch diesmal gewesen. Wir sollten das Thema jetzt auch gut sein lassen. Ruhe wird beim WSV erst wieder einkehren, wenn wir positive Ergebnisse liefern", betont Marzullo.

Der 28-jährige Stürmer ist einer der wenigen, der liefert. In elf Ligaspielen schoss er vier Tore - eine gute Bilanz für den Angreifer, der im Sommer von Messina aus der Serie D Italiens zum Regionalligisten ins Bergische Land wechselte. "Ich kann am Ende mit meiner Ausbeute auch nicht zufrieden sein, wenn wir keine Spiele gewinnen. Es wird Zeit, dass wir wieder einen Sieg holen", sagt der im italienischen Cosenza geborene Ex-Verler.

Seit acht Spielen ist der WSV ohne Sieg. Am kommenden Wochenende geht es für die Rot-Blauen im Heimspiel gegen Marzullos ehemaligen Klub - den Tabellenzweiten SC Verl.

Marzullo ist guter Dinge, dass der Knoten endlich wieder platzt. Warum es nach den drei Start-Siegen zuletzt nicht mehr rundlief, weiß auch er nicht so genau. Marzullo: "Ich hatte eine ähnliche Situation vor Jahren in Ahlen. Da sind wir mit zwei Siegen gestartet und haben dann elf oder zwölf Spiele in Folge nicht gewonnen. Damals musste Trainer Mircea Onisemiuc Ahlen auch verlassen. Wir haben jetzt hier in Wuppertal, bis auf fünf Spieler, eine Mannschaft, die ein Durchschnittsalter von 21 Jahren besitzt. Da ist es klar, dass es einen längeren Lernprozess gibt. In den letzten Tagen haben wir trotzdem viel Spaß gehabt und taktisch einiges aufgearbeitet. Karsten Hutwelker macht das wirklich gut. Ich hoffe, dass die Fans schon am Samstag gegen Verl die Früchte unserer Arbeit sehen werden."

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09.10.2019 - 13:26 - Lackschuh

Bei Herrn Onisemiuc habe ich damals bereits hier im RS gesagt, warum tut er sich diese vorhersehbare Scheiternummer in Ahlen an - er wollte halt unbedingt höher trainieren und jetzt ist er wo???
Bei Herrn Zimmermann war die Lage doch mit dem Kader beim WSV ähnlich, aber er hat es getan, hat hart gearbeitet, hat sogar Punkte eingefahren.......... für mich ist dieser Wechsel im Gegensatz zum Spieler nicht nachvollziehbar und es war ja auch noch Elan, Potenzialwachstum, Optimismus, Konzept.. da!