Exakt 1940 Fans sahen das Spiel des Wuppertaler SV gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach – und wurden bei der 0:2 (0:1)-Heimniederlage enttäuscht. 

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WSV vermisst die Fan-Unterstützung

Julian Preuß
24. Februar 2019, 09:00 Uhr

Foto: Stefan Rittershaus

Exakt 1940 Fans sahen das Spiel des Wuppertaler SV gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach – und wurden bei der 0:2 (0:1)-Heimniederlage enttäuscht. 

WSV-Trainer Adrian Alipour machte deutlich, wie wichtig die Unterstützung der Anhänger in der schwierigen Phase nach der gelungenen Crowdfunding-Rettung ist. 


Mit 1940 Besuchern war die Zuschauerzahl aber nicht mehr als durchschnittlich. Nach der finanziellen Rettung des Vereins, dem Sieg im Niederrheinpokal gegen den VfB Homberg und dem 1:1 beim SV Straelen erhoffte man sich im Stadion am Zoo mit einer Vielzahl an heimischen Fans einen weiteren Schritt in die sportlich richtige Richtung. Doch der blieb aus. Die Mannschaft konnte die Fans auf den Rängen mit ihrer Spielweise nicht mitreißen – die gute Stimmung blieb aus. Das fiel auch WSV-Trainer Adrain Alipour auf. „Der Funke muss wieder auf die Fans überspringen. Das ist uns in der letzten Woche nicht gelungen und auch gegen Gladbach haben wir das in den ersten 30 Minuten nicht geschafft.“

Damit spielte er auf die schwache Anfangsphase der Rot-Blauen an, in der kaum Angriffsfußball zustande kam und die Abwehr strauchelte. Auch deshalb verbreitete sich Unmut auf den Tribünen. Erst im Zuge gelungener Angriffe, Konter und Torchancen keimte Unterstützung auf. Im Angriffsspiel sieht Alipour auch für die kommenden Wochen noch viel Arbeit: „Wir besprechen unter der Woche sehr viel, arbeiten viel mit Videoanalysen und simulieren immer wieder Situationen, wie wir besser nach vorne agieren können“, sagt der WSV-Trainer und ergänzte: „Es ist ein Prozess. Man darf nicht vergessen, dass wir mit vielen neuen Spielern arbeiten. Die waren vorher in anderen Vereinen mit einer anderen Philosophie aktiv. Denen müssen wir auch erst die Chance geben, sich an alles zu gewöhnen.“

Alipour trauert Abgängen nicht nach

Trotz der Umbruchphase, in der sich der Kader des WSV befindet, trauert Alipour der Vielzahl an Abgängen nicht hinterher. Unter anderem verließen Leistungsträger wie Jonas Erwig-Drüppel oder Torjäger Christopher Kramer die Rot-Blauen. „Ich möchte da nicht ein einziges Mal rumheulen“, stellte Alipour klar. Es nütze nichts, sich damit zu beschäftigen, weil man es eh nicht ändern könne. Vielmehr hob er hervor, wie sehr er die Arbeit mit den Spielern schätzt, die dem WSV auch trotz der angespannten Lage unterstützen. „Ich freue mich, mit den Jungs zu arbeiten, die in einer schweren Zeit dem Wuppertaler SV zur Seite stehen. Mit denen werden wir alles versuchen, um in den nächsten Wochen unsere Punkte einzufahren.“

Anfangen will die Mannschaft damit schon am kommenden Wochenende beim SV Lippstadt 08 (02.03., 14 Uhr). Da muss es der WSV schaffen, zwingender zu werden. „Wir müssen dem Gegner wehtun. Das machen wir aktuell noch nicht. Das war in der letzten Woche Themenschwerpunkt im Training und wird es auch in der kommenden Woche wieder sein.“ Bis zum nächsten Heimspiel gegen die Reserve von Borussia Dortmund bleibt dem WSV aber noch genug Zeit, den Funken auf die Fans überspringen zu lassen.

Autor: Julian Preuß

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