02.12.2018

RL West

WSV-Oldie Manno ist der Matchwinner gegen RWE

Foto: Thorsten Tillmann

Der älteste Spieler auf dem Platz wurde beim 3:0-Sieg des Wuppertaler SV gegen Rot-Weiss Essen zum Matchwinner. Und das nicht nur durch sein Tor.

76 Minuten war er über den Platz gejagt, ehe ihn ein Wadenkrampf zu Boden zwang. „Daniel Heber hatte mich ein bisschen gefordert“, verriet er im Anschluss lachend. Dass er mit 36 Jahren der älteste Spieler auf dem Platz war, hat man höchstens aufgrund der aufkommenden grauen Strähnchen bemerkt. Ansonsten spulte er Kilometer für Kilometer ab, war immer wieder an den gefährlichen Situationen der Wuppertaler beteiligt.

Den 1:0-Führungstreffer besorgte er gleich mal selbst. Nach einer guten halben Stunden wurde er von Jonas Erwig-Drüppel geschickt, spielte Essens Keeper Lukas Raeder aus und versenkte den Ball platziert im Essener Tor. Sein bereits fünftes Tor in der laufenden Saison, in den letzten drei Spielen, bei denen er mitwirkte, war er jeweils einmal erfolgreich. „Es ist schön, wenn man sieht, dass man auch am Ende der Karriere noch mithält“, sagt er hinterher stolz. „Ich hatte mir fest vorgenommen, wieder zu treffen und wieder für die Mannschaft da zu sein.“


WSV-Routinier Manno hofft auf Duell gegen RWE im Pokalfinale

Wichtiger war jedoch etwas anderes: Revanche zu nehmen für die 1:5-Schmach im Hinspiel. „Das haben wir uns fest vorgenommen und das ist uns gut gelungen. Obwohl ich glaube, dass wir mit ein bisschen Pech auch 0:1 hinten liegen könnten“, spricht Manno die größte Chance von Essens Marcel Platzek an. Insgesamt waren wir die stärkere Mannschaft, einfach bissiger. Der Sieg ist verdient.“ Durch das spielfreie Wochenende zuvor hatten die Bergischen am Ende auch zwei Wochen Zeit, sich aufs Derby einzuschießen: „Das war eine Demütigung für uns, die Fans, den Verein, die Stadt.“

Ob es sein letztes Derby war? „Ich hoffe, dass wir im Pokalfinale noch einmal aufeinandertreffen können. Ich kann noch rennen und fühle mich gut.“

Am kommenden Wochenende steht jedoch erst einmal das Auswärtsspiel beim SV Lippstadt an. Manno: „Das wird hart genug. Im Hinspiel haben wir 1:2 verloren. Da haben wir was gut zumachen. Dann schauen wir, was das letzte Heimspiel bringt.“

Autor: Stefan Loyda

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