Bundesliga

Wohin geht Götze? Klub-Manager sieht Ende der Spekulationen

Björn Goldmann
03. Oktober 2020, 14:37 Uhr
Die Zukunft von Mario Götze ist weiterhin offen. Foto: dpa

Die Zukunft von Mario Götze ist weiterhin offen. Foto: dpa

Mario Götze hat nach seinem Vertragsende beim BVB noch keinen neuen Klub, es wird spekuliert. Damit ist bald Schluss, prophezeit ein Manager.

Noch immer hat Mario Götze nach seinem Vertragsende bei Borussia Dortmund keinen neuen Verein gefunden. Wird der WM-Held von 2014 zum FC Bayern zurückkehren? Oder doch zu Hertha BSC wechseln, wie es nun erneut gemutmaßt wird? Fest steht: Eine Entscheidung wird wohl bald fallen. „Spätestens Montag wird es mit den Spekulationen vorbei sein“, sagt zumindest Hertha-Manager Michael Preetz.

Am Freitag hatte er den neuerlichen Wirbel um eine mögliche Verpflichtung des 28-jährigen Götze zwar als Gerücht abgetan, doch die „Sport Bild“ hatte von Kontakten zwischen Preetz, Herthas Sportdirektor Arne Friedrich und dem Ex-Dortmunder berichtet. Allerdings muss die Entscheidung gar nicht zwingend bis Montag fallen: Götze ist derzeit vereinslos und er könnte daher auch noch nach Ende der Transferfrist am Montag zu einem neuen Arbeitgeber wechseln.

Hertha-Trainer Bruno Labbadia (54) hatte sich zuletzt in der „Sport Bild“ als Anhänger des Mittelfeldspielers geoutet: „Ich bin großer Götze-Fan. Das war ich schon immer.“ Sportdirektor Friedrich hatte schon in den Tagen zuvor ein Interesse am Ex-Nationalspieler bestätigt. „Natürlich ist das ein Name, mit dem wir uns beschäftigt haben“, so Friedrich. Aus der Hertha-Chefetage war aber mehrfach verlautbar, dass sie für einen einzelnen Spieler das Gehaltsgefüge nicht sprengen werden. Auch im Transfer-Endspurt will der Hauptstadt-Klub keine finanziellen Abenteuer eingehen. Ausufernde Gehälter und Ablösesummen von 30 Millionen Euro oder mehr - „das wird es bei Hertha BSC nicht geben“, beteuerte Preetz.

Labbadia: Bin Fan von Mario Götze

Zwar sprach Trainer Bruno Labbadia von einer bisherigen Transferperiode, „die wir uns anders gewünscht haben“. Doch angesichts der vielen wirtschaftlichen Fragezeichen in der Corona-Pandemie werde der Klub weiter „verantwortungsvoll“ mit der durch die Investoren-Millionen von Lars Windhorst verbesserten finanziellen Situation umgehen, betonte Preetz.

Götze selbst hatte zuletzt der „Bild“ gesagt: „An den meisten Gerüchten war nichts dran. Zu vertraulichen Gesprächen möchte ich mich auch nicht äußern. Was ich aber sagen kann: Ich habe mich mit einigen Trainern und Vereinen in den vergangenen Wochen ausgetauscht.“ Neben der Rückkehr des Weltmeisters von 2014 zum FC Bayern München war auch über ein Interesse der AS Monaco, dem Klub von Trainer Niko Kovac, spekuliert worden.

Auch ohne Götze - Hertha hat sich bereits gut verstärkt

Zu Hertha BSC sind in diesem Sommer außer Lucas Tousart, der schon im Winter zuvor verpflichtet wurde, Torwart Alexander Schwolow vom SC Freiburg, Deyvaisio Zeefuik vom FC Groningen und Stürmer Jhon Cordoba vom 1. FC Köln gekommen. Interesse sollen die Berliner weiter am französischen Mittelfeldspieler Jeff Reine-Adélaide haben, der mit Tousart bei Olympique Lyon gespielt hatte. In der Bundesliga tritt Hertha am Sonntag (18 Uhr) beim FC Bayern München an.

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