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Wird Dietmar Schacht Trainer beim ETB?

Fabian Kleintges-Topoll
27. Mai 2019, 07:52 Uhr

Foto: Udo Milbret

Im Rahmen der 0:3-Niederlage des ETB SW Essen beim Oberliga-Dritten aus Bocholt wird sich der eine oder andere Fan wohl verwundert die Augen gerieben haben, als Ex-Schalke-Profi Dietmar „Didi“ Schacht die Platzanlage am Hünting betrat.

Schacht, der zuletzt die Sportfreunde Hamborn 07 sowie den SV Straelen trainierte, hatte sich vor einiger Zeit als Unternehmer mit einem Currywurst-Imbiss ein zweites Standbein aufgebaut. Wie bereits berichtet, will der 56-Jährige jedoch bald wieder zurück ins Trainergeschäft. „Ich schaue mir im Moment viele Oberligaspiele an und will einfach auf dem Laufenden bleiben. Aber es juckt langsam wieder“, verriet der gebürtige Duisburger im Interview mit dieser Redaktion.

Auffällig: Während des Spiels unterhielt sich Schacht, der sich selbst als „harten Trainer“ bezeichnet, auffällig intensiv mit diversen Fans und Verantwortlichen des ETB Schwarz-Weiß Essen. Bahnt sich sein Comeback etwa am Uhlenkrug an? „Ich habe noch mit keinem Verein konkrete Gespräche geführt. Aber als Trainer sollte man niemals nie sagen“, sagte der 56-Jährige über ein mögliches Engagement in Essen.

Ob es wirklich zum Coup kommen wird, darüber wird wohl der kommende Spieltag in der Oberliga Niederrhein Aufschluss geben. Didi Schacht drückt dem Traditionsverein auf jeden Fall die Daumen. „Noch ist alles drin. Über einen Abstieg darf man gar nicht nachdenken. Das wäre natürlich sehr bitter, zumal 40 Punkte normalerweise reichen“. Der Unternehmer weiter: „Ich weiß gar nicht, wann der ETB zuletzt in der Landesliga gespielt hat.“ 



Dietmar Schacht lobt den ETB und Marvin Ellmann in den höchsten Tönen

Aber was genau macht Hoffnung auf den Klassenerhalt? Von der Mannschaftsbesetzung ist Schacht jedenfalls überzeugt. „Vor allem Marvin Ellmann ist ein Topstürmer, wenn er fit ist. Das Verletzungspech war schon enorm in dieser Saison“, erkannte Didi Schacht, der den ETB in seiner Entwicklung ganz genau verfolgt hat. Bevor mögliche Spekulationen wahr werden, müssen die Essener mit Kapitän und Interimstrainer Sebastian Michalsky am Sonntag unbedingt gegen Speldorf gewinnen und auf gleichzeitige Patzer der Konkurrenz hoffen.

Doch ein neuer Trainer wird kommen, so viel steht fest. „Ich habe mich für den Verein und die Jungs gerne als Spielertrainer zur Verfügung gestellt“, betonte Michalsky, der sich in der kommenden Saison wieder voll und ganz auf das Fußballspielen konzentrieren möchte. Womöglich wird der 35-Jährige dann von seinem Beobachter Dietmar Schacht als Taktgeber an der Seitenlinie abgelöst.

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28.05.2019 - 19:50 - Dr.P.Michels

Leider können nur Menschen ohne Ahnung und Hintergrundwissen solch dilettantischen Kommentare von sich geben.
Wer den Werdegang von Dietmar Schacht kennt, weiss, dass dieser mit seinen professionellen Trainingsmethoden hervorragende Arbeit geleistet hat.
Spieler als auch Vereine haben nicht selten davon profitiert ( Hamborn 07,SV Bergisch Gladbach); für die, die es nicht wissen, auch die Nationalmannschaft der geistigbehinderten Menschen.
Profis wie Pierre Littbarski, sowie Alexander Ristic haben die Zusammenarbeit mit ihm immer sehr zu schätzen gewusst.
Sollte Dietmar Schacht tatsächlich als Trainer für den ETB im Gespräch sein, kann man nur hoffen, dass dieser zustimmt.
Der ETB kann sich glücklich schätzen,
solch einen Trainer mit Herzblut, Charisma und Engagement zu bekommen.
Dietmar Schacht ist für mich der einzige Trainer, der den Verein wieder zum Erfolg
führen kann.

Dr. P. Michels

27.05.2019 - 12:32 - Zocker

Ach nee, bitte nicht.
Wie wäre es denn mal einen Trainer aus Essen zu installieren.
Mir fällt auf da zum Beispiel Herr Vössing ein.
Erfahrung genug hat er ja.

27.05.2019 - 10:34 - essener53

Die Schwatten und ihre Meineid-Verbundenheit.

27.05.2019 - 09:35 - maspo

Dietmar Schacht als Trainer vom ETB?
Wer das möchte, sollte sich 'mal bei Hamborn 07 und beim SV Straelen nach deren Erfahrungen mit diesem Experten für Menschenführung
erkundigen...und dann Abstand von dieser Idee nehmen.