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Wiedenbrück vermiest Terzic das BVB-II-Debüt

Anika Haus
16. Februar 2019, 17:10 Uhr

Seit wenigen Wochen Trainer bei der BVB U23: Alen Terzic. Foto: Arthur Makiela

Zum Rückrundenstart der Regionalliga West trennte sich Borussia Dortmunds U23 mit 1:1 (0:1) vom SC Wiedenbrück. Die Analyse zum Spiel.

Die Ausgangslage: Ein Blick in die Statistikbücher hatte im Vorfeld der ersten Regionalliga-
Begegnung des Kalenderjahres 2019 eine machbare Aufgabe für die U23 der Borussia Versprochen.
Mit dem SC Wiedenbrück hatten die Schwarz-Gelben es mit einem Vertreter aus dem Tabellenkeller
zu tun, für den viertplatzierten BVB ging es um die Saisonpunkte 36 bis 38. Neben den sportlichen
Belangen stand aber auch das Debut von Neu-Trainer Alen Terzic im Mittelpunkt des Tages: Nach
dem Abgang von Jan Siewert zum englischen Erstligisten Huddersfield Town hatte der 38-Jährige
das Traineramt bei Borussias zweiter Garnitur übernommen.

Das Spiel: Sportlich erlebte der Kroate, der neben seinem Traineramt auch in Dortmunds
Scoutingabteilung tätig ist, wohl eine durchwachsene Pflichtspielpremiere. Wiedenbrück stellte den
auf dem Papier favorisierten BVB schon im ersten Durchgang immer wieder vor Probleme, brachte
sich kurz vor dem Pausenpfiff durch den Treffer von Kamil Bednarski (45.) gar nicht unverdient in
Führung. Derweil hatte der BVB seinen Matchplan schon nach acht Spielminuten überarbeiten
müssen – Marco Hober musste nach wenigen Spielminuten verletzt passen.
Kurz nach dem Seitenwechsel brachte Dortmunds Sechser Mory Konate seine Elf per Kopf zurück
ins Spiel (53.), bis zum nächsten Rückschlag dauerte es allerdings auch danach nicht lange: Nach
wiederholtem Foulspiel stellte Schiedsrichter Patrick Holz Dortmunds Luca Kilian mit Gelb-Rot
vom Platz. Für zehn engagierte Borussen war die Punkteteilung am Ende ein Gewinn.

Held des Tages: BVB-Torschütze Mory Konate. Dortmunds Mittelfeldstratege hatte schon im
ersten Durchgang maßgeblichen Anteil daran, dass die Wiedenbrücker Führung vor dem
Seitenwechsel nicht noch höher ausfiel. In den Schlusssekunden bewahrte der 25-Jährige seine
Mannschaft vor dem späten Gegentreffer, als er sich gleich zweimal zwischen einen Wiedenbrücker
Abschluss warf.

Pechvogel des Tages: Marco Hober. Schon nach Acht Minuten war der Tag für ihn vorbei. Im
Strafraumgerangel ging der Borusse vor einem SC-Eckball zu Boden, Terzic nahm in im Anschluss
verletzt vom Feld. Eine offizielle Diagnose gab es nach dem Schlusspfiff noch nicht.

Das sagen die Trainer: 
Björn Mehnert (Trainer SC Wiedenbrück): „Ich denke, wir haben über 60 bis 65 Minuten trotz des Platzes ein gutes Regionalliga-Spiel gesehen. In der ersten Halbzeit waren wir bestimmend, sind hoch und aggressiv angelaufen. Wir wollten Dortmund schon im Spielaufbau zu Fehlern zwingen. Das ist uns sehr gut gelungen. Die Führung zur Halbzeit war mit Sicherheit verdient – vielleicht sogar um ein Tor zu wenig. Am Ende haben wir nochmal versucht, alles in die
Waagschaale zu werfen. Mit ein bisschen Glück gewinnt man das hier dann sogar noch.“

Alen Terzic (Trainer Borussia Dortmund II): „Sehr lange Zeit ist auf beiden Seiten aus dem Spiel nicht sehr viel entstanden. Ich glaube, es ging viel über erste oder zweite Bälle und über Standardsituationen. Trotz der Unterzahl hatten wir in der zweiten Halbzeit sogar nochmal die Möglichkeit für den Lucky Punch, aber ich glaube, das wäre dann vielleicht auch zu viel gewesen. Die Jungs haben viel Mentalität gezeigt. Am Ende ist es okay, wie es gelaufen ist. Wir nehmen diesen einen Punkt so mit, wie er zustande gekommen ist und sind damit okay.“

Autorin: Anika Haus

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