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Westfalia Herne: Drei weitere Zugänge fix, keine Grundgehälter mehr

28. Dezember 2020, 14:02 Uhr
Der SC Westfalia Herne und Christian Knappmann gehen neue Wege. Foto: Thorsten Tillmann

Der SC Westfalia Herne und Christian Knappmann gehen neue Wege. Foto: Thorsten Tillmann

Der SC Westfalia Herne nutzt die aktuelle Corona-Zwangspause dazu, um die neue Saison 2021/2022 zu planen. Der westfälische Fußball-Oberligist hat bereits vier Zugänge präsentiert. Zudem geht die Westfalia auch in der Bezahlung der Spieler neue Wege.

Westfalia Herne schlägt wieder beim DSC Wanne-Eickel zu: Nach Jan-Niklas Kaiser wechseln drei weitere vielversprechende Talente vom DSC zum SCW. 

"Wir haben drei Jungs vom DSC Wanne-Eickel verpflichtet. Der DSC macht das seit Jahren sehr gut im Jugendbereich. Wir wollen wieder junge, talentierte Herner Jungs in unseren Oberligakader integrieren. Das ist dann auch unser Weg für die Zukunft. Wir werden auch unseren U19-Bezirksligaspielern Chancen gewähren, um sich für den Kader der Ersten zu empfehlen", erzählt Hernes Cheftrainer Christian Knappmann gegenüber RevierSport.

Die drei neuen Spieler für die kommende Saison, die vom DSC Wanne-Eickel kommen, sind Deniz Ergüzel, Cedric Dürschke und Ebeny Nguimba. Mit weiteren zwei, drei Spielern, die diesmal jedoch nicht vom DSC kommen werden, sind sich die Herner ebenfalls für die neue Saison einig. "Das sind dann Jungs mit Oberligaerfahrung. Nur mit jungen Burschen geht es schließlich auch nicht", weiß auch Ex-Profi Knappmann.

Vier Vertragsverlängerungen ebenfalls fix - keine Grundgehälter mehr

Zudem verriet der 39-jährige Knappmann, dass mit Enes Bilgin, Nico Lübke, Nick-Oliver Jünemann und Kaan Terzi die ersten Spieler aus dem aktuellen Kader neue Verträge bis zum 30. Juni 2022 unterzeichneten. "Das freut uns sehr, dass dieses Jungs den Weg mit uns weitergehen wollen", sagt Knappmann.

Die neuen Kontrakte beinhalten auch keine Grundgehälter mehr. Die Herner gehen in der Bezahlung der Spieler ebenfalls neue Wege. "Wir werden auch keine Grundgehälter mehr zahlen. Wir werden die Spieler nach einem System unserer Zuschauereinnahmen entlohnen. Wir brauchen einfach neue Wege, damit die Westfalia in Zukunft auf gesunden Füßen steht. Wer dickes Geld verdienen will, der ist in Herne falsch", betont Knappmann, der zur Not sogar in die Westfalenliga gehen würde, wie er erklärt: "Ja, zur Not steigen wir auch ab. Wir werden aber keine verrückten Gehälter zahlen. Das ist Fakt. Dass wir jedoch nach dieser Saison absteigen, glaube ich nicht. Wir würden die sechs Punkte auf einen Nichtabstiegsplatz sportlich auf jeden Fall noch gut machen. So selbstbewusst sind wird."

Knappmann sagt weiter: "Ich bin mir sicher, dass die Saison regulär nicht mehr zu Ende gespielt wird. Es kann eigentlich nur eine Annullierung der Serie geben. Denn aktuell gehe ich davon aus, dass wir vor April nicht in den Pflichtspiel-Modus einsteigen werden. Wie sollten wir dann bis zum 30. Juni überhaupt eine Hinserie beenden? Deshalb kann es am Ende eigentlich keine Absteiger geben."

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