Der Fußballverband FLVW, der  für die Region Westfalen zuständig ist, äußerte sich am Dienstag zum aktuellen Stand der Dinge in der Corona-Krise und der damit verbundenen Spielpause.

Corona-Pause

Westfalenverband FLVW: "Keine Prognosen über Fortführung des Spielbetriebs"

18. März 2020, 07:15 Uhr
Der Ball wird noch auf unbestimmte Zeit ruhen. Foto: RS

Der Ball wird noch auf unbestimmte Zeit ruhen. Foto: RS

Der Fußballverband FLVW, der  für die Region Westfalen zuständig ist, äußerte sich am Dienstag zum aktuellen Stand der Dinge in der Corona-Krise und der damit verbundenen Spielpause.

Wie der FVN am Niederrhein wird auch der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) alle Spiele in Westfalen mindestens bis zum 19. April ruhen lassen. Wie und ob der Ligabetrieb danach fortgesetzt werden kann, ist noch völlig ungewiss.

"Eine Prognose zum jetzigen Zeitpunkt wäre absolut unseriös", sagt Manfred Schnieders, Vize-Präsident des Amateurfußballs. "Wir alle können absolut nachvollziehen, dass Vereine, Fans und Medien wissen wollen, wie mögliche Szenarien aussehen könnten. Was ich sagen kann: Wir denken in alle Richtungen. Was wir nicht sagen können, ist, wie sich die Coronavirus-Situation weiter entwickelt", kann und will Reinhold Spohn, der auch für die Oberliga Westfalen zuständig ist, keine Wasserstandsmeldungen abgeben. Für den Vorsitzenden des Verbands-Fußball-Ausschusses (VFA) steht wie für alle Verantwortungsträgerinnen und -träger des FLVW die Gesundheit an erster Stelle.


"Gerade Amateurvereine haben mit finanziellen Einbußen zu kämpfen. Auch hier geht es - natürlich in weitaus geringerem Maße als in den Profiligen - um Eintrittsgelder, Einnahmen durch den Verkauf von Speisen und Getränken sowie Werbeerlöse. Wir nehmen die Sorgen sehr ernst, können aber in keiner Weise absehen, wie und ob der Spielbetrieb fortgesetzt werden kann", bittet Schnieders Vereine und Öffentlichkeit um Verständnis.

Verständnis und Kritik der Amateure für die Spielpause

Issam Said, Inhaber eines Sportgeschäfts in Essen und Trainer des Landesligisten VfB Frohnhausen, hatte noch gegenüber RevierSport Richtung der Verbände gepoltert: "Ich finde es katastrophal. Ich hätte den Spielbetrieb zwei Wochen erst einmal eingestellt und dann geschaut, wie es weiter geht. So steht eigentlich doch jetzt schon fest, dass die Saison beendet ist. Wie will man denn Ende April fünf, sechs Wochen nachholen? Das geht klappt logistisch schon nicht. Es müssen ja nicht nur die Spiele der Senioren-, sondern auch der Juniorenmannschaften nachgeholt werden. Manche haben noch Alt-Herren-Teams oder Frauenmannschaften und die Klubs haben alle ein, vielleicht zwei Plätze auf ihrer Anlage zur Verfügung. Die Saison ist für mich so gut wie beendet.

Der FLVW betont: Wie alle Bereiche des öffentlichen Lebens ist auch der Sport in Westfalen an die Weisungen und Anordnungen von Politik und Behörden gebunden. "Diese unterstützen wir vollumfänglich - bei der Verlangsamung der Ansteckungen geht es um eine gesellschaftliche Aufgabe, zu der die Leichtathletik und der Fußball im FLVW ihren Beitrag leisten. An dieser Stelle bedanken wir uns bei all unseren Sportlerinnen und Sportlern für ihre Geduld und ihre Solidarität. Der Fußball und die Leichtathletik stehen zusammen - in so einer schwierigen Situation ist das bemerkenswert", bekräftigt FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski.

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