Nach acht Spielen ist die Situation der U19 von Viktoria Köln durchwachsen, aber noch nicht gefährlich. Trainer und Weltmeister Jürgen Kohler erklärt, wo es noch hakt und worauf sein Team als Aufsteiger stolz sein kann.

U19-Bundesliga

Weltmeister Kohler zieht Viktoria-Zwischenbilanz

Niclas Scheidt
19. Oktober 2019, 17:47 Uhr

Foto: firo

Nach acht Spielen ist die Situation der U19 von Viktoria Köln durchwachsen, aber noch nicht gefährlich. Trainer und Weltmeister Jürgen Kohler erklärt, wo es noch hakt und worauf sein Team als Aufsteiger stolz sein kann.

Nach der 1:3-Niederlage gegen den VfL Bochum stand Jürgen Kohler gelassen vor seiner Kabine. Dass seine Mannschaft weiterhin auf ihren zweiten Sieg wartet, merkte man dem Weltmeister von 1990 und Trainer der U19 von Viktoria Köln nicht an. Schließlich stehen die Domstädter acht Spiele nach dem Aufstieg weiterhin auf einem Nicht-Abstiegsplatz.

Starkes Auftreten im zweiten Durchgang

Jürgen Kohler ist zufrieden. Zwar logischerweise nicht zufrieden mit den Ergebnissen, aber zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Wir waren in keinem der acht Spiele die schlechtere Mannschaft.“ Für Kohler ist sein Team besonders im zweiten Durchgang bärenstark: „Die Mannschaft beweist eigentlich immer guten Charakter in der zweiten Halbzeit. Wir haben schon beim 2:2 in Oberhausen bewiesen, dass wir uns nach Rückständen immer wieder aufraffen.“ 


Kohler nannte das „Nehmerqualitäten“, was laut ihm für die Mannschaft spricht. Dem 54-Jährigen war trotzdem klar, dass der Kampfeswille nichts hilft, wenn sich seine Mannschaft dafür nicht belohnt. Das fehlende Glück am Ende ist für Kohler aber nicht das Einzige, was noch ein Problem ist. 

Aufstiegs-Wehwehchen und fehlende Chancenverwertung

„Was der Mannschaft noch fehlt ist die Effektivität, also im richtigen Moment die richtige Entscheidung zu treffen.“ Kohler endete aber auch bei dieser Aussage positiv: „Aber das ist eben das, was diese Traineraufgabe so interessant macht.“ 


Viktoria Köln bleibt nach acht Spielen immer noch ein Aufsteiger. Diese Situation ist Jürgen Kohler jederzeit bewusst: „Die Jungs haben im letzten Jahr in einer anderen Liga gespielt, die haben sie beherrscht. Jetzt sind wir in einer Liga, in der keine Fehler verziehen werden und jeder Fehler sofort bestraft wird.“

Ein konkretes Ziel mit Blick auf die verbleibenden hat Kohler nicht: „Ich hoffe, dass wir in den letzten Spielen noch viele Punkte mitnehmen können. Am Ende des Tages wollen wir natürlich noch mehr Spiele gewinnen. Damit fangen wir am besten schon in der nächsten Woche an.“ Jürgen Kohler hat kein vorgeprägtes Ziel im Kopf, er will in jedem Spiel Vollgas geben. Dafür wird sich sein Team früher oder später belohnen.

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