BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke berichtet in seinem Buch über das Verhältnis zu Jürgen Klopp. Er räumt einen möglichen Fehler ein.

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Watzke: Trennung von Klopp "vielleicht ein Fehler"

09. Oktober 2019, 10:06 Uhr

Foto: firo

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke berichtet in seinem Buch über das Verhältnis zu Jürgen Klopp. Er räumt einen möglichen Fehler ein.

Seit rund zwei Wochen darf sich Jürgen Klopp (52) mit dem Titel Welttrainer des Jahres 2019 schmücken. Als Chef des FC Liverpool ist der gebürtige Stuttgarter in die Riege der ganz Großen seines Fachs aufgestiegen. Bei seinem ehemaligen Verein Borussia Dortmund hat man Klopps Erfolge in England mit einer Mischung aus Freude und Wehmut registriert. Vor allem BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke trauert der Zeit unter Klopp nach. Die "Bild" hat einen Auszug des Buches "ECHTE LIEBE. Ein Leben mit dem BVB" von Watzke veröffentlicht. Darin berichtet er ausführlich über sein Verhältnis zu Klopp und die Trennung zum Ende der Saison 2014/15.

Klopp habe im April 2015 den Wunsch geäußert, den BVB nach sieben Jahren verlassen zu wollen. Die Dortmunder Führungsspitze legte kein Veto ein. "Wir haben dann auch nicht mehr versucht ihn umzustimmen. Aber das war vielleicht ein Fehler", schreibt Watzke.

Die Westfalen steckten zu diesem Zeitpunkt in einer sportlichen Krise. Dortmund überwinterte in Klopps letzter Saison auf dem 17. Platz. Nach einer Heimniederlage gegen Augsburg am 19. Spieltag war der BVB Letzter. Klopp fasste nach sieben überwiegend erfolgreichen Jahren den Entschluss, zu gehen. "Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn wir die gesamte Mannschaft ausgetauscht hätten - und nicht den Trainer", meint Watzke. "Denn so einen Trainer, das war mir klar, würden wir nie mehr bekommen, gute Spieler aber schon. Aber im Nachhinein ist man immer schlauer."

Klopp-Nachfolger können beim BVB nicht überzeugen

Unter Klopp wurde die Borussia im Jahr 2011 Meister und gewann ein Jahr später das Double. 2013 erreichten die Dortmunder das Champions-League-Finale. Nach der Ära Klopp hatte der BVB Probleme, den richtigen Nachfolger zu finden. Thomas Tuchel konnte 2017 den DFB-Pokal gewinnen, wurde aber anschließend aufgrund interner Querelen mit der Führungsspitze entlassen. Sowohl Peter Bosz als auch Peter Stöger hatten in der Saison 2017/18 keinen Erfolg und mussten ebenfalls gehen.Der aktuelle Trainer Lucien Favre überzeugte in seiner ersten Saison, hat aktuell aber mit großen Problemen zu kämpfen. Für Watzke stehe aber unabhängig davon fest: "So ein Verhältnis, wie ich es mit Jürgen über sieben Jahre beim BVB hatte, das hat es vorher nicht gegeben. Und so ein Verhältnis wird es wahrscheinlich auch nie wieder geben."

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10.10.2019 - 00:51 - Tief_im_Westen

Kuk labert wie immer unerträgliche Scheiße. So wie Jupp in München noch heute gefeiert wird, dürften die Bayern nun ein Zweitligist sein, wenn es nach deinem Hirninfarkt geht.
Niemand hat eine Kloppkopie gewollt, deshalb sind solch wahren Worte weder ein Nachteil noch eine Abqualifizierung des jetzigen Personals. Gerade mit der Vergangenheit lässt es sich und in Zukunft vermarkten, aber vor allem neues Personal überzeugen.

09.10.2019 - 14:08 - Kuk

Für Lewandowsky würden wir 100 Mio ausgeben, den Klopp hätten wir behalten sollen und früher war so wie so alles besser !
Wie kann der BVB ein attraktiver Werbepartner sein, wenn stetig die Gegenwart in den Schatten der Vergangenheit gestellt wird.
Können Spielern Selbstvertrauen bekommen, wenn immer wieder die Ehemaligen zu "Heilbsbringern" auserkoren werden ?
Werden Trainer gestärkt, wenn ihr VOR-VOR-VOR-Vorgänger verherrlicht werden ?
Warum fristen begehrte Nationalspieler beim BVB ein Schattendasein ? So verspielt der BVB erst seine Identität und danach seine Zukunft !

09.10.2019 - 10:59 - soso

Fürs Wacki Buch werde icke keinen Cent ausgeben.
Wahrscheinlich gibts das demnächst fürn Euro aufm Dortmunder Flohmarkt.
Nicht der Abschied von Kloppo war ein Fehler, der größte Fehler war die Trennung
von Tuchel. Aber der hatte leider eine eigene Meinung - das hat der Aki nicht so gern.
Mit Favre wird der BVB auch in 10 Jahren kein Meister ! Der kann das nicht. Da hat der
Kovac mehr Feuer im A....

09.10.2019 - 10:49 - Kuk

Der BVB sollte sich auf das HIER UND JEZT konzentrieren.
Klopp ist einer der besten Trainer Deutschlands aller Zeiten und vielleicht der kommende Bundestrainer.
Es gab, gibt und wird wird auch in Zukunft excellente Trainer in Deutschland geben. Hitzfeld z.B. hat die CL nach Dortmund geholt.
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Der BVB ist der zweiterfolgreichste Verein Deutschlands. Der BVB hat Potential. Das naheliegende Ziel muß sein, dieses Potential auszuschöpfen.
Aktuell sollte der Verein und die Mannschaft sich vom ausschließlich schönen Fußball zum erfolgreichen UND schönen Fußball entwickeln.
Nach meiner Überzeugung sind dafür noch kleine Schritte dringend notwendig.
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Mit dem aktuellen "Schön-Wetter-Fußball wird sich der BVB nicht für die CL qualifizieren. Die Konkurrenz ist stärker als in der letzten Saison.