Die SG Wattenscheid 09 hat gegen den SV Rödinghausen vor 789 Zuschauern am 26. Spieltag der Regionalliga West mit 1:3 (1:2) verloren. Ein Doppelschlag schockte die SGW.

RL West

SGW mit zu vielen individuellen Fehlern

23. März 2019, 18:33 Uhr

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Die SG Wattenscheid 09 hat gegen den SV Rödinghausen vor 789 Zuschauern am 26. Spieltag der Regionalliga West mit 1:3 (1:2) verloren. Ein Doppelschlag schockte die SGW.

Das Heimdebüt ist missglückt. Die erste Partie vor heimischer Kulisse für den neuen sportlichen Leiter Peter Neururer endete mit einer Niederlage gegen den neuen Tabellenzweiten SV Rödinghausen.


Dabei hatte das Spiel gut begonnen für die Hausherren. Bereits früh ging die abstiegsbedrohte Elf von Trainer Farat Toku mit 1:0 in Führung (9. Spielminute). Emre Yesilova, der zu Beginn der Saison aus Aachen kam, setzte sich über die linke Außenbahn mustergültig durch und behielt vor dem Tor die Nerven. 

Rödinghausener Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten

Der Treffer war der Lohn einer engagierten und disziplinierten Anfangsphase. „09“-Trainer Farat Toku sah es ähnlich: „Zu Beginn sind wir gut aufgetreten und verdient in Führung gegangen“, betonte der 38-Jährige.


Die physisch starken Gäste bewiesen in der Folge jedoch, warum sie zu den Top-Teams der Regionalliga zählen. Der SVR zeigte eine enorme Effizienz im Abschluss und konnte mit den ersten zwei Torchancen gleich die Partie drehen. Lars Lokotsch (28.) und Franz Pfanne (30.) waren die Torschützen für die abgeklärt auftretenden Ostwestfalen.

Toku: "Bekommen zu einfache Gegentore"

Von diesem Schock erholte sich das Kellerkind aus Wattenscheid nicht mehr. Toku war verärgert über die individuellen Fehler in der Defensive: „Wir bekommen zu einfache Gegentore und haben den Gegner dadurch stark gemacht.“ 


Gegen die beste Abwehr der Liga den Rückstand noch in Zählbares umzumünzen, war eine Herkulesaufgabe für die SGW. Und es sollte Wattenscheid auch nicht gelingen, ganz im Gegenteil: Nach einem unüberlegten SGW-Querpass auf dem schwierig zu bespielenden Platz erhöhte Björn Schlottke (54.) auf 3:1 für die Gäste.

Das Tor zeigte die Schwächen der Hausherren, gleichzeitig aber auch die Stärken von Rödinghausen: „Wir haben leider einen individuellen Fehler gemacht, den der Gegner sofort bestraft hat. Sie sind extrem gefährlich im Umschaltspiel und nutzen die Möglichkeiten konsequent“, musste Toku neidlos anerkennen.

Engagement und Laufbereitschaft vorhanden

Trotz der Pleite war Wattenscheid zu bescheinigen, dass Engagement und Laufbereitschaft vorhanden waren. Gegen die starken Gäste reichte dies im Endeffekt aber nicht. Die Ostwestfalen agierten ruhig und abgezockt, ließen kaum noch gefährliche Angriffe der Toku-Elf zu.


Weshalb SVR-Trainer Enrico Maaßen ein positives Fazit nach 90 gespielten Minuten zog: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie Moral bewiesen und die Partie gedreht hat. Wir waren im zweiten Durchgang deutlich besser und hätten auch höher gewinnen können“, konstatierte Maaßen erfreut.

Für Wattenscheid geht es am kommenden Samstag (30. März 2019, 14.00 Uhr) nach Wuppertal zum nächsten richtungsweisenden Spiel, während Rödinghausen den Tabellendritten Rot-Weiß Oberhausen zum Verfolgerduell empfängt. 


Autor: Fabrice Nühlen

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