0:1 gegen Bergisch-Gladbach

Wattenscheid hadert mit der Chancenverwertung

Charmaine Fischer
17. August 2019, 18:16 Uhr

Foto: firo

Am 4. Spieltag der Regionalliga-West musste sich die SG Wattenscheid gegen einen tief stehenden SV Bergisch Gladbach mit einem knappen 0:1 geschlagen geben.

„Wir haben gewusst, dass unser Gegner kompakt stehen wird. Uns war auch klar, dass wir gegen eine defensive Mannschaft nicht so viele Torchancen bekommen werden“, betonte SGW-Trainer Farat Toku auf der Pressekonferenz nach der Partie. Sein Trainer-Kollege Helge Hohl aus Bergisch Gladbach konnte sich über die ersten drei Punkte als Aufsteiger in der neuen Saison freuen: „Das war unser erstes Tor und unser erstes Erfolgserlebnis in der Regionalliga. Ich bin stolz auf mein Team und auf den Sieg“, freute er sich.


In der ersten Halbzeit waren die Wattenscheider zunächst die spielbestimmende Mannschaft und hatten durch Cellou Diallo (10.) die dicke Möglichkeit auf die frühe Führung. Kurz vor dem Strafraum kam Diallo nach einem Foul zu Fall und der Schiedsrichter entschied auf Freistoß. Der Stürmer trat selbst an und hämmerte den Ball nur wenige Zentimeter links an der Latte vorbei. „Das Spiel kann auch anders laufen, wenn wir solche Chancen reinmachen“, war Toku überzeugt.

Die Bochumer bauten weiter Druck auf. Zehn Minuten vor dem Pausenpfiff spielten die Bergisch Gladbacher jedoch etwas mutiger auf. Ein Flachschuss von Etienne Kamm (36.) verfehlt das Tor nur knapp. „Wir haben in der ersten Halbzeit so gut wie keine Chancen zugelassen“, befand der SGW-Coach.

Nach der Pause schockte Metin Kizil (60.) die Wattenscheider mit dem 1:0 für den Aufsteiger. Von dem Gegentreffer ließ sich die SGW zunächst verunsichern, fand dann aber wieder ins Spiel zurück und fing an, wieder offensiver zu agieren. Doch die Abwehrkette der Gäste stand zu stabil. „Wir haben unser System umgestellt und auf defensive Stabilität gesetzt. Überwiegend haben wir in den Standardsituationen etwas zugelassen“, analysierte Hohl.

Mit der Niederlage rutschen die Wattenscheider mit weiterhin vier Punkten auf den zehnten Tabellenplatz ab. Die Bergisch Gladbacher sicherten sich mit dem Sieg den ersten Dreier der laufenden Spielzeit und belegen damit aktuell den 15. Rang.

Drei weitere wichtige Punkte kann sich der SV bereits am Dienstag sichern. Dann geht es um 19:30 Uhr gegen den SV Rödinghausen. Auf die Wattenscheider wartet am Freitag ein ganz besonderes Spiel. An der Hafenstraße geht es ebenfalls um 19:30 Uhr gegen Rot-Weiss Essen.

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17.08.2019 - 20:10 - Ballaballa52

Hab's gesehen und? Mehr darf man wohl bei den Finanz. Möglichkeiten nicht erwarten...wenn man seine Möglichkeiten dann nicht nutzt und einen sonntagsschuss nach einer Stunde rein kriegt, dann verkrampfen die letzten Aktionen immer mehr...
Und wer weiß denn überhaupt warum canbulut, günni und yesilowa erst später eingesetzt wurden (angeschlagen?)? Naja gg RWE sieht's dann wieder anders aus...
Schaun wir mal!

17.08.2019 - 19:59 - F.Hans

Reviermainzel bin absolut einer Meinung mit dir!! Wieso ein Tomiak, Kaya, Canbulut und Yesilova auf der Bank sitzen ist mit um gottes Willen ein Rätsel !!! Ich denke mir die aktuelle Ausrichtung des Trainerteams ist .. sich jeden Punkt zu Er-Mauern !!! Warum kriegt der Kaya gegen solch einen Gegner nicht die Chance sich von Anfang an zu zeigen !!

17.08.2019 - 18:39 - Reviermainzel

Vielleicht sollte Trainer Toku lieber mit sich selbst, statt mit dem Lattenschuss hadern. Wer eine nicht-RL-taugliche Startelf aufbietet und im eigenen Stadion die Stürmer auf der Bank lässt, sollte sich über das Ergebnis nicht beschweren. Das heutige Spiel war eines der schlechtesten seit RL-Zugehörigkeit und bestimmt keine Werbung für neue Sponsoren und Zuschauer. Ganz erschreckend die Leistung der meisten Neuzugänge, die in dieser Saison mehrheitlich ein Griff ins Klo zu sein schein. Dass einige bereits höherklassig gespielt haben, bleibt auf dem Platz unerkannt. Mit der heutigen Mannschafts- und Trainerleistung braucht man sich über die sportliche und finanzielle Zukunft jedenfalls keine Gedanken mehr zu machen.