Der gebürtige Gelsenkirchener Halil Altintop brachte es 2005 zum Bundesligaprofi, hatte vier erfolgreiche Jahre beim FC Schalke 04. MIttlerweile ist er 37 Jahre alt und es stellt sich die Frage: Was macht er eigentlich heute?

Ex-Schalker

Was macht eigentlich... Halil Altintop?

Tizian Canizales
06. Mai 2020, 09:00 Uhr
Ex-Schalker Halil Altintop (rechts), hier im Trikot des Bundesligisten FC Augsburg, kämpft mit Marco Höger um den Ball. Foto: dpa

Ex-Schalker Halil Altintop (rechts), hier im Trikot des Bundesligisten FC Augsburg, kämpft mit Marco Höger um den Ball. Foto: dpa

Der gebürtige Gelsenkirchener Halil Altintop brachte es 2005 zum Bundesligaprofi, hatte vier erfolgreiche Jahre beim FC Schalke 04. MIttlerweile ist er 37 Jahre alt und es stellt sich die Frage: Was macht er eigentlich heute?

Halil Altintop hat es mittlerweile vom Ruhrpott nach Süddeutschland verschlagen. Der ehemalige türkische Nationalspieler wohnt mit seiner Familie in Augsburg und trainiert dort seit Ende September 2019 den Bayernligisten TSV Schwaben Augsburg. Nach einer 0:6-Niederlage beim TSV Landsberg war sein Vorgänger Markus Deibler entlassen worden. Laut der Augsburger Allgemeinen hatte es bereits vor der Saison Gespräche mit Altintop gegeben, jedoch keine Einigung. Nun sollte er also doch noch seine erste Chance als Cheftrainer im Herrenbereich erhalten. 

Auch Amateurtrainer Altintop von Corona betroffen

Und die nutzte er. Zunächst nur bis zum Saisonende verpflichtet, übernahm der 37-Jährige den TSV Schwaben als abgeschlagenen Tabellenletzten. Nach zwölf Spieltagen waren es schon sieben Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Nun, elf Runden später, haben seine Schwaben zwar nur einen Platz gutgemacht, zeigen sich aber in bestechender Form. Vor der Corona-Pause gab es sechs ungeschlagene Spiele in Folge, nur das 1:4 gegen Ismaning fiel zuletzt aus der Reihe. Altintop betonte Ende März im Kicker-Interview, dass seine Spielidee in der Mannschaft ankäme. "Wir wollen Ballbesitzfußball spielen, das ist uns zuletzt immer besser gelungen."

Genau wie all seine Trainerkollegen in Nordrhein-Westfalen ist Altintop jedoch aktuell von der Corona-Krise betroffen. In Bayern ist die Zukunft des Amateurfußballs genau so ungewiss wie in NRW und auch Altintop hat keine wirkliche Idee, wie es weitergehen soll. "Wenn wir (...) unter der Woche 170 Kilometer nach Hankofen in Niederbayern fahren sollen, müssen (einige Spieler) einen halben Tag Urlaub nehmen. Und das, wenn sie vielleicht gerade um ihre Jobs bangen. Das geht nicht nur uns, sondern vielen Vereinen im Amateurfußball so", sagte Altintop im Kicker mit Blick auf einen möglicherweise engeren Spielplan bis zum Saisonende. Wie viele seiner Kollegen verzichtet der ehemalige Mittelfeldspieler aktuell übrigens auf sein Gehalt. 

Vier Jahre auf Schalke

Zu seinen aktiven Zeiten spielte er über 15 Jahre in Deutschland, der Türkei und Tschechien. Über Schwarz-Weiß Gelsenkirchen Süd, den TuS Rotthausen und die SG Wattenscheid 09 wechselte Halil Altintop zunächst zum 1. FC Kaiserslautern, wo ihm in der Saison 2005/06 der Durchbruch zum Profi gelang. In der Fußball-Bundesliga hatte er in dieser Saison 20 Mal getroffen, Platz drei in der Torjägerliste belegt. 

So wurde der FC Schalke 04 auf ihn aufmerksam und holte Altintop im Jahr 2006. Dort wurde er direkt Stammkraft, kam in seiner ersten Bundesligasaison in allen 34 Spielen zum Einsatz. Der Türke blieb bis 2010, machte insgesamt 96 Spiele und lieferte 26 Torbeteiligungen. Auch in der Uefa Champions League kam er sieben Mal zum Einsatz. Nach Engagegements bei Eintracht Frankfurt, Trabzonspor und vier Jahren beim FC Augsburg wurde er in der Saison 2017/18 mit Slavia Prag tschechischer Pokalsieger. Im Sommer 2018 beendete er beim 1. FC Kaiserslautern seine aktive Karriere und wechselte ins Trainergeschäft. Nach einem kurzen Intermezzo als Individualtrainer beim Bundesligaabsteiger VfB Stuttgart zog es ihn schließlich zum TSV Schwaben in die Bayernliga. 

Alle News zum FC Schalke 04 finden sie hier

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren