Seinen großen Augenblick hatte Christian Pander im August 2007. Beim 2:1 der deutschen Nationalmannschaft im neuen Londoner Wembleystadion erzielte der Linksverteidiger des FC Schalke 04 bei seinem Debut den Siegtreffer für die deutsche Elf.

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Was macht eigentlich Ex-Schalke-Profi Christian Pander

Stefan Bunse
03. Mai 2020, 07:00 Uhr
Christian Pander plagte auf Schalke stets das Verletzungspech. Foto: firo

Christian Pander plagte auf Schalke stets das Verletzungspech. Foto: firo

Seinen großen Augenblick hatte Christian Pander im August 2007. Beim 2:1 der deutschen Nationalmannschaft im neuen Londoner Wembleystadion erzielte der Linksverteidiger des FC Schalke 04 bei seinem Debut den Siegtreffer für die deutsche Elf.

Da hatte der damals 23-Jährige bereits einen Kreuzbandriss im linken Knie, einen Teilabriss des Innenbandes und einen weiteren Bänderriss hinter sich. Die Geschichte des Münsteraners lässt sich nicht erzählen, ohne diese Verletzungen. Denn der hoch veranlagte Pander wurde immer wieder von schwersten Knieverletzungen zurückgeworfen. Sonst hätte seine Karriere mehr als 141 Bundesligaspiele für ihn zu bieten gehabt.


2001 wechselte er aus Münster zu Norbert Elgert in die Knappenschmiede, die damals noch nicht so hieß und wurde ein Jahr später mit dem Team DFB-Poklasieger. Vom Sommer 2004 bis 2011 gehörte der Hobby-Rapper dem Bundesligakader der Königsblauen an. Dann wechselte er zu Hannover 96 und beendete dort 2015 seine Karriere. 

Dazwischen lagen viele Knie-Operationen und das immer wieder Herankämpfen an den Bundesligakader. Ganz Schalke hatte mit dem geerdeten Pander immer wieder viel Geduld, drückte die Daumen, bis es nicht mehr ging. 2011 wurde sein Vertrag nicht mehr verlängert. 

Ex-Schalke-Profi Pander arbeitet als Mentalcoach

Panders längste Auszeit beim S04 dauerte 19 Monate. Als er danach bei einem Heimspiel gegen Bayern München sein Comeback gab, stand das ganze Stadion auf und applaudierte. „Zweimal habe ich mein Comeback gegen die Bayern feiern dürfen – das sind die Momente, an die ich gerne zurückdenke; da bekommt man unheimlich viel zurück“, erzählte er Jahre später der WAZ. 


Und dann war da eben noch dieses Spiel in England, mit dem er sich in den Geschichtsbüchern des Fußballs verewigt hat. Auch, wenn danach nur noch ein weiteres Länderspiel hinzukam. 
 
Nach der Sportinvalidität mit einem Totalschaden im linken Knie, das dem Spitzensport einfach nicht mehr gewachsen war, hatte er zunächst eine Umschulung im Bereich Sportmanagement gemacht. Heute arbeitet der inzwischen 36-Jährige bei einer Agentur in Remscheid als Mentalcoach. In seinem neuen Job geht es darum, seine Klienten, zu denen unter anderen der Kölner Marcel Risse gehört, für die mentalen Anforderungen im Profisport fit zu machen. Auch in der Corona-Krise bietet Pander Profis mentale Unterstützung an. Von Hindernissen und dem unbedingten Willen zurückzukehren, kann er wahrlich genug erzählen.

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